Drei Jahre Kriegseskalation in der Ukraine: Betroffene Zivilgesellschaft muss in Konfliktlösung ein

Drei Jahre Kriegseskalation in der Ukraine: Betroffene Zivilgesellschaft muss in Konfliktlösung eingebunden werden

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(ots) - Im Vorfeld des dritten Jahrestags der Eskalation des Krieges in der Ukraine am 24. Februar ist die Lage der Menschen weiterhin katastrophal. Der humanitäre Bedarf ist enorm und das Ausmaß der Zwangsvertreibung das größte in Europa. Während Politiker:innen zu Verhandlungen zusammenkommen, stehen Millionen von Menschenleben auf dem Spiel. Damit die Verhandlungen Aussicht auf Erfolg haben, müssen sie integrativ sein. Dabei ist entscheidend, dass die Rechte und Bedürfnisse der Ukrainer:innen Vorrang haben, mahnt die internationale Hilfsorganisation CARE.

"Es muss unbedingt sichergestellt werden, dass die Stimmen der am stärksten Betroffenen gehört werden und dass ihr Wohlergehen bei allen Bemühungen um eine Konfliktlösung im Mittelpunkt steht. Frieden kann nicht hinter verschlossenen Türen erreicht werden", sagt Daria Chekalova, Politische Beraterin bei CARE Ukraine. "Frauen machen die Mehrheit der vertriebenen Bevölkerung aus, und Frauenrechts- und von Frauen geleitete Organisationen sind bei der humanitären Hilfe führend. Es muss gewährleistet sein, dass sie an den Entscheidungen über das Ende des Krieges und die Pläne für den Wiederaufbau beteiligt werden. Seit drei Jahren leben Millionen von Ukrainer:innen in Ungewissheit, können nicht nach Hause zurückkehren und sind gezwungen, ihr Leben woanders neu aufzubauen."

Das Ausmaß der Vertreibung ist erschütternd: Weltweit gibt es fast 6,8 Millionen ukrainische Geflüchtete, davon 63 Prozent Frauen und Mädchen. Innerhalb des Landes sind weitere 3,6 Millionen Menschen vertrieben, 46 Prozent davon Frauen. Die Zahl der Ukrainer:innen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden, ist damit höher als die gesamte Bevölkerung Österreichs. Aufgrund des Konflikts sind Millionen von Menschen in der Ukraine auf humanitäre Hilfe angewiesen, doch angesichts der drastischen Kürzung der weltweiten Finanzmittel ist zu befürchten, dass viele ohne Unterstützung bleiben werden.

CARE appelliert an die internationale Gemeinschaft, ihre lebensrettende Hilfe auch drei Jahre nach Eskalation des Krieges fortzusetzen. "Jeder künftige Frieden muss nicht nur die Kämpfe beenden, sondern auch die Rechte, die Würde und die Zukunft derjenigen sichern, die von diesem Krieg am meisten betroffen sind und aus ihrer Heimat fliehen mussten", sagt Yuliia Sporysh, Leiterin der ukrainischen CARE-Partnerorganisation "Girls".



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