IT-Profis sehen sich für KI-Entscheidungen gut gerüstet, setzen aber wenig Vertrauen darin
ID: 2154624
Sophos-Umfrage
In Deutschland fühlt man sich über generative KI in der Cyberabwehr solide informiert. Insgesamt mehr als 80 Prozent der im Rahmen einer Sophos Erhebung befragten IT-Mitarbeitenden aus Unternehmen verschiedener Branchen und Größen in Deutschland bewerten ihr Wissen über KI als gut (50,5 Prozent) bis sehr gut (31 Prozent). Es zeigen sich bei dieser Einschätzung dabei Unterschiede zwischen den Branchen. Während bei Industriebetrieben mehr als die Hälfe (52,1 Prozent) der Befragten – und damit branchenübergreifend die meisten – sich ein sehr gutes Wissen über generative KI attestieren, zeigen sich die Befragten aus der öffentlichen Verwaltung und aus Non-Profit-Unternehmen am zurückhaltendsten. Sie geben sich nur zu 10,3 Prozent ein sehr gut für ihr KI-Wissen. Insgesamt ist man jedoch auch hier zufrieden, stehen doch auch 72,4 Prozent derjenigen, die ihr Wissen als gut erachten, zu Buche.
Insgesamt sagen nur 17 Prozent aller Befragten, ihr Wissen rund um Künstliche Intelligenz sei weniger gut. Die meisten hiervon arbeiten in Handelsunternehmen (26,1 Prozent) oder in Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitenden (25,8 Prozent). Auch bei Banken und Versicherungen (22,2 Prozent) sowie bei Dienstleistungsunternehmen (20,3%) liegt die Zahl derer, die ihren Informationsstand als weniger gefestigt bezeichnen, über dem Durchschnitt.
Öffentliche Verwaltung und Non Profit-Bereich fremdeln noch sehr
42 Prozent der befragten Unternehmen haben bereits generative KI-Funktionen im Einsatz, gut ebenso viele (42,5 Prozent) planen künftig mit solchen Technologien zu arbeiten. Am häufigsten sind auf generativer KI basierende Cybersicherheitstools im Bereich der Telekommunikation im Einsatz (58,3), und auch bei Banken und Versicherungen, im Dienstleistungsbereich sowie bei Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitenden setzt mehr als die Hälfte auf die Unterstützung durch Künstliche Intelligenz.
Am wenigsten wiederum arbeiten Betriebe aus dem Verwaltungs- und Non Profit-Bereich in ihrer Cyberabwehr KI-unterstützt. Hier sind es mit einem guten Drittel (31 Prozent) auch die meisten, die sagen, dass sie auch künftig keinen Einsatz planen. Diese ablehnende Haltung zeigt sich im Durchschnitt aller befragten Unternehmen nur zu14,2 Prozent
KI in der Cyberabwehr – teuer, mangelhaft und überschätzt?
Neben vielen Vorteilen, die sich IT-Mitarbeitende vom Einsatz dieser Technologien in der Cybersicherheit versprechen – etwa verbesserter Schutz, effizientere IT-Analysten, geringerer Workload für die Belegschaft, etc. – geben die Befragten aber auch ihre Bedenken zu erkennen. Die fünf meistgenannten Vorbehalte gegenüber Künstlicher Intelligenz in Cybersicherheitstools sind mögliche Mängel in den KI-Funktionen der Cybersicherheitstools, ein überhöhtes Vertrauen in die Unterstützung der KI, Zweifel an möglichen Einsparungen in der IT, Schwierigkeiten aufgrund von fehlender Akzeptanz gegenüber KI in Unternehmen sowie die Gefahr einer übermäßigen Abhängigkeit von diesen Technologien.
Konzerne besonders kritisch einerseits, gelassen andererseits
Insbesondere die möglichen Mängel, die auf generativer KI basierende Cybersicherheitstools aufweisen können, treibt die Unternehmen hierbei augenscheinlich um. Fast 60 Prozent aller Befragten wählten diesen Aspekt im Ranking der fünf größten Bedenken gegen KI-basierte Sicherheitstools auf Platz eins oder zwei. Besonders Konzerne mit ab 1.000 Mitarbeitenden äußern an diesem Punkt Vorbehalte. Sie erklären ihre Zweifel gegenüber der Zuverlässigkeit von KI-Tools zu 64,6 Prozent und sind damit im Gesamtvergleich am kritischsten.
Gut die Hälfte (50,5 Prozent) der Unternehmen sagt, dass übermäßiges Vertrauen in KI fehl am Platz sei. Anders beim vorherigen Aspekt erweisen sich Konzerne im Vergleich zu den kleineren Unternehmen in diesem Punkt deutlich weniger kritisch – nur 19,4 Prozent halten dies für einen relevanten bedrohlichen Aspekt. Auch die Branche der Telekommunikationsunternehmen zeigt sich hier mit 16,7 Prozent recht gelassen. Demgegenüber stehen Banken und Versicherungen, die sich zu 38,9 Prozent und damit im Branchenvergleich am häufigsten vor zu hohem Vertrauen in die KI sorgen. Auch Industrieunternehmen, sie äußern hier zu 37,5 Prozent ihre Vorbehalte, möchten sich nicht blind darauf verlassen.
Banken fürchten besonders höhere Kosten
Bezogen auf die Messbarkeit der Kosten für generative IT-Funktionen sehen 44,5 Prozent aller Befragten Schwierigkeiten. Bei den Versorgungsunternehmen (66,7 Prozent) und in der Telekommunikation (58,3 Prozent) sieht man das deutlich kritischer.
Insgesamt erwarten 40,5 Prozent bedeutend höhere Kosten für die Cybersicherheitslösungen. In Konzernen scheint das nicht so ein dominantes Problem zu sein (25,8 Prozent). Banken sehen das kritischer (50 Prozent), für sie steht dieses Risiko an Platz 1.
Ob die Kosten generativer IT in den Tools die damit erzielten Einsparungen vollständig ausgleichen? Das sieht nur jeder Dritte so (30,5 Prozent). Auch in dieser Frage sind Industrie (39,6 Prozent) und Banken und Versicherungen (38,9 Prozent) pessimistischer.
Über die Umfrage
Die Befragung wurde im Dezember 2024 von techconsult im Auftrag von Sophos unter 200 IT-Mitarbeitenden aus Industrie, Handel, Banken und Versicherungen, Öffentlicher Verwaltung, Telekommunikation, Dienstleistungen und Versorgungsunternehmen in kleinen und großen deutschen Betrieben durchgeführt. In den USA befragte Vanson Bourne im November 2024 400 IT-Sicherheitsentscheider in Unternehmen mit 50 bis 3.000 Mitarbeitern.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 25.02.2025 - 12:06 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2154624
Anzahl Zeichen: 6227
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Jörg SchindlerArno LüchtThilo ChristUlrike MasztalerzAriane Wendt
Stadt:
Wiesbaden
Telefon: +49 (721) 25516-263+49 (8081) 954619+49 (8081) 954
Kategorie:
New Media & Software
Diese Pressemitteilung wurde bisher 348 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"IT-Profis sehen sich für KI-Entscheidungen gut gerüstet, setzen aber wenig Vertrauen darin"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Sophos Technology GmbH (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz stehen wie viele Organisationen weltweit vor der Herausforderung, eine wachsende Zahl an IT- und Cybersecurity-Vorgaben zu erfüllen. Eine aktuelle, von Sophos in Auftrag gegebene internationale Studie zeigt, wie stark regulatorische Anforderun
Entwickler-Tools als neue Angriffsfläche ...
Aktuelle Angriffe auf den Infrastruktur-Scanner Checkmarx KICS und den Kommandozeilen-Client von Bitwarden zeigen eine neue Qualität von Supply-Chain-Attacken. Die Angreifer verteilten trojanisierte Versionen über offizielle Kanäle wie npm, Docker Hub und GitHub Actions. Sie unterwanderten damit
Security-Blindspot: Wie Angreifer QEMU nutzen, um Erkennungssysteme zu umgehen ...
Sophos-Analysten untersuchen den aktiven Missbrauch von QEMU (Quick Emulator), einem Open-Source-Maschinenemulator und Virtualisierungs-Tool. Angreifer nutzen QEMU und weitere gängigere, auf Hypervisoren basierende Virtualisierungs-Tools, wie Hyper-V, VirtualBox und VMware, seit längerer Zeit. Gru
Weitere Mitteilungen von Sophos Technology GmbH
Für fast die Hälfte der Gen Z ist KI unverzichtbar ...
Laut dem "AI Workplace Report" von Freshworks sind fast die Hälfte (47 %) der Beschäftigten der Generation Z in Deutschland der Meinung, dass Chatbots unverzichtbar für ihre Arbeit sind. Fast ein Drittel (29 %) könnte ohne die Unterstützung von KI ihr Arbeitspensum nicht bewältigen.
Softing präsentiert neue Version seines Gateways zur Integration von FOUNDATION Fieldbus in Modbus-Systeme ...
Softing Industrial gibt die Veröffentlichung der Version V1.21 des FG-200 Gateways bekannt. Mit optimierten Hardware- und Firmware-Features setzt das Gateway neue Maßstäbe in der zuverlässigen Verbindung von FOUNDATION Fieldbus H1 (FF H1) Feldgeräten mit Ethernet-basierten Steuerungs- und Asset
„Es macht einfach Spaß, mit FactFinder zu arbeiten“ ...
Herausforderung: Auffindbarkeit und Performance verbessern Mit einem Sortiment von fast 14.000 Artikeln stand Kübler Sport vor der Herausforderung, eine intuitive und effiziente Suchfunktion für unterschiedliche Kundengruppen zu schaffen. Die Standard-Suchlösung des Magento-Systems, basieren
HiScout ISM: Aktualisierung Informationssicherheit nach ISO 27001 ...
Berlin, 25.02.2025 - Die HiScout GmbH als führender Anbieter von Softwarelösungen für Governance, Risk und Compliance (GRC) hat im aktuellen Release 3.7.0 im Hinblick auf neue regulatorische Anforderungen wie NIS 2 und DORA den Schwerpunkt auf die Aktualisierung des ISM-Moduls (Informationssicher




