Walfangkonferenz: Kein Konsensüber Kompromiss
ID: 215562
ausgehandeltes Kompromisspapier bei der derzeitigen Konferenz der IWC
(Internationalen Walfang-Kommission).
In einer Plenumssitzung heute Morgen stellten viele der 88
Mitgliedsstaaten fest, dass es keinen Konsens für das Papier gibt und
die Meinungen über die zukünftige Walfangpolitik sehr weit
auseinander liegen. In den vergangenen zwei Tagen hatten die Länder
hinter verschlossenen Türen noch nach einer gemeinsamen Lösung
gesucht.
"Die IWC entscheidet sich so für einen sicheren Kurs, der das
Walfang-Moratorium beschützt", kommentiert Dr. Ralf Sonntag,
Meeresbiologe des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds). "Einige
Mitgliedsländer der IWC waren zudem mit ernst zu nehmenden
Korruptionsvorwürfen konfrontiert worden. Nur ein transparenter
Prozess kann jetzt den Weg zum Ende des Walfangs weisen."
Das vorgelegte Kompromisspapier sollte die konträren Interessen
von Walschutz- und Walfangländern berücksichtigen. Das Papier sah
vor, das bestehende Verbot des kommerziellen Walfangs für zehn Jahre
außer Kraft zu setzen. Die IWC hätte zudem Island, Norwegen und Japan
den jährlichen Fang von fast 1.400 Walen gestattet, teils sogar im
Antarktis-Schutzgebiet und somit den Walfang dieser Länder
legalisiert. Die drei Nationen haben seit Beginn des Moratoriums fast
35.000 Wale illegal gefangen.
"Die hinter geschlossenen Türen geführten Verhandlungen der
letzten drei Jahre hatten sich zu sehr darauf konzentriert, die
Rahmenbedingungen für den kommerziellen Walfang zu definieren,
anstatt nach einem Weg zu suchen, wie der Walfang endlich beendet
werden kann", so Sonntag weiter. "Zukünftige Verhandlungen sollten
die Meinung der Zivilgesellschaft berücksichtigen und die Expertise
der NGOs hinzuziehen."
Die Konferenz der IWC-Staaten wird noch bis Ende der Woche
andauern.
Pressekontakt:
Für weitere Informationen, Rückfragen, Interview mit Dr. Ralf Sonntag
vor Ort:
Andreas Dinkelmeyer, Tel.: 040-866 500 15
Mobil: 0173 - 622 75 39; E-mail: adinkelmeyer@ifaw.org
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 23.06.2010 - 13:21 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 215562
Anzahl Zeichen: 2342
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Agadir, Marokko
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 359 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Walfangkonferenz: Kein Konsensüber Kompromiss"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
IFAW - Int. Tierschutz-Fonds (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das Walfangverbot bleibt bestehen allerdings wird auch der illegale Walfang weitergehen. Das sind die herausragenden Ergebnisse der heute zu Ende gehenden internationalen Walfangkonferenz. Vor dem Treffen der 88 Mitgliedsländer wurden Korruptionsvorwürfe laut. Mehrere Medienberichte klagte
Weitere Mitteilungen von IFAW - Int. Tierschutz-Fonds
Tarifpluralität gestärkt? / Gemeinsame Presseerklärung der Verbände GdF, GDL, MB, UFO, VAA und VC ...
Angesichts der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) zur Aufgabe des Grundsatzes der Tarifeinheit und der jüngsten gemeinsamen Äußerungen der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und des Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) zu dieser Frage haben sich Vertreter der
Rheinische Post: Bildungsministerin Schavan: Das Niveau an den Schulen ist gestiegen ...
Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat eine positive Bilanz des Schul-Ländervergleichs gezogen. "Der Ländervergleich zeigt, wie wichtig Bildungsstandards für die Verbesserung des Schulsystems sind ", sagte Schavan der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe) . Insgesam
Kretschmer/Rupprecht: Bildungspolitik ist Stärke der Union ...
Anlässlich des ersten Ländervergleichs der Bildungsstandards für den Mittleren Schulabschluss in den Fächern Deutsch, Englisch und Französisch erklären der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Kretschmer MdB, und der bildungspolitische Sprecher der Fraktion,
Rheinische Post: Bundesregierung rechnet mit weniger als drei Millionen Arbeitslosen im Herbst ...
Die Bundesregierung rechnet aufgrund der überraschend guten Wirtschaftsdaten mit einem Rückgang der Arbeitslosenzahlen auf unter drei Millionen im Herbst. Das berichtet die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf hochrangige Regierungskrei




