Der Kampf gegen die Pickel – Dermatologe verrät, warum auch Erwachsene noch unter Akne leiden und was dagegen hilft
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(ots) - Unreine Haut raubt Betroffenen oft das Selbstbewusstsein. Plötzlich sind Pickel da, obwohl die Teenagerzeit längst vorbei ist. Die Ursachen bleiben für viele ein Rätsel: Hormonelle Veränderungen, Ernährung oder falsche Produkte können Auslöser sein. Doch was hilft wirklich?
"Erwachsenen-Akne hat oft ganz andere Ursachen als bei Jugendlichen", sagt Prof. Dr. Sven Quist, erfahrener Dermatologe und Experte für Hautgesundheit. "Die richtige Behandlung erfordert nicht nur Geduld, sondern auch ein tiefes Verständnis der Haut." In diesem Beitrag erklärt er, warum Pickel auch im Erwachsenenalter auftreten und welche Wege wirklich zu reiner Haut führen.
Spätakne – Warum Erwachsene unter Hautunreinheiten leiden und was dagegen hilft
Während Akne oft mit der Pubertät assoziiert wird, leiden viele Menschen auch im Erwachsenenalter unter Hautunreinheiten. Besonders ab dem 25. Lebensjahr tritt die sogenannte Spätakne auf – vor allem bei Frauen, die in ihrer Jugend kaum oder gar keine Akne hatten. Diese Form der Akne unterscheidet sich in einigen Aspekten von der klassischen jugendlichen Akne: Sie zeigt sich überwiegend im Kinn-, Kiefer- und Wangenbereich, während die pubertäre Akne oft das gesamte Gesicht sowie den Oberkörper betrifft. Doch welche Ursachen stecken dahinter, und welche Maßnahmen können zu einer klareren Haut beitragen?
Ursachen der Spätakne
1. Hormonelle Schwankungen
Hormonelle Veränderungen spielen eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Spätakne. Besonders während des Menstruationszyklus, in der Schwangerschaft oder durch die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel kann die Talgproduktion gesteigert werden, was die Entstehung von Pickeln begünstigt. Auch Erkrankungen wie das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) können hormonell bedingte Akne auslösen. Eine gezielte hormonelle Diagnostik und gegebenenfalls eine medikamentöse Behandlung – sowohl äußerlich als auch innerlich – können helfen, die Haut in Balance zu bringen.
2. Stress
Stress wirkt sich direkt auf den Hormonhaushalt aus: Das Stresshormon Cortisol fördert die Talgproduktion und begünstigt Entzündungen, was bestehende Hautprobleme verschärfen kann. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder regelmäßige Bewegung tragen dazu bei, das Stressniveau zu senken und die Haut langfristig zu verbessern. Auch ausreichend Schlaf spielt eine entscheidende Rolle für ein gesundes Hautbild.
3. Unzureichende Hautpflege oder falsche Produkte
Nicht jedes Pflegeprodukt ist für zu Akne neigende Haut geeignet. Das betrifft vor allem die Verwendung von zu starken oder ungeeigneten Pflegeprodukten aus dem freien Verkauf, wie Drogerie- und Supermärkten. Das kann auf lange Sicht die Hautbarriere schädigen, Allergien oder Irritationen auslösen, die Poren verstopfen oder direkt komedogen sein, also zu Pickeln führen. Ebenso können Öle und schwere Cremes die Poren verstopfen. Es ist deshalb wichtig, eine sanfte, aber effektive Hautpflege-Routine und Hautreinigung zu etablieren. Wirkstoffe wie Salicylsäure, Benzoylperoxid oder Retinoide können dabei helfen, die Haut zu klären und Entzündungen zu reduzieren.
4. Ernährung
Eine unausgewogene Ernährung mit viel Zucker, raffinierten Kohlenhydraten oder Milchprodukten kann Entzündungen fördern und die Akne verschlimmern. Diese Lebensmittel erhöhen den Insulinspiegel und regen die Talgproduktion an. Eine Ernährung mit frischem Obst, Gemüse, gesunden Fetten wie Omega-3-Fettsäuren sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr mit Wasser oder grünem Tee hingegen kann das Hautbild positiv beeinflussen.
5. Umweltfaktoren
Nicht zuletzt kann auch Verschmutzung, etwa durch häufiges Berühren des Gesichts oder das Tragen von Masken, zur Entstehung von Unreinheiten beitragen. Bakterien und Schmutz gelangen auf diese Weise in die Poren und begünstigen Entzündungen. Eine regelmäßige, gründliche Reinigung der Haut sowie der Verzicht auf häufiges Berühren des Gesichts sind daher die Grundlage für ein reines Hautbild. Zudem sollten Kissenbezüge und Handtücher regelmäßig gewechselt werden, um die Ansammlung von Bakterien zu vermeiden.
Was kann man dagegen tun?
Spätakne ist für die Betroffenen sehr ärgerlich. Dennoch können sie mit unterschiedlichen Methoden gegen die Hautunreinheiten vorgehen. Grundlegend sollte eine sanfte, aber effektive Hautpflege als Basis dienen, um Spätakne entgegenzuwirken. Milde, antibakterielle Reinigungsprodukte helfen, überschüssigen Talg, Schmutz und abgestorbene Hautzellen gründlich zu entfernen, ohne aber die Hautbarriere zu irritieren. Auch feuchtigkeitsspendende Pflege ist wichtig – jedoch sollten ausschließlich leichte, nicht-komedogene Inhaltsstoffe verwendet werden, um die Poren nicht zusätzlich zu verstopfen.
Gezielt eingesetzte Wirkstoffe können das Hautbild außerdem deutlich verbessern: Salicylsäure und Benzoylperoxid klären die Poren und wirken antibakteriell, während Retinoide und Azelainsäure die Zellgeneration fördern, die Talgproduktion mindern und verstopfte Poren befreien.
In schweren Fällen können zudem dermatologische Behandlungen nachhaltige Erfolge erzielen. Medizinische Peelings, Hydrafacials oder Lasertherapien gegen Narben helfen, Entzündungen zu reduzieren und das Hautbild zu verfeinern. Neben äußerlichen braucht es manchmal auch innerliche Medikamente, wie Antibiotika oder Isotretinoin, um eine langfristige Besserung der Spätakne zu erreichen.
Fazit
Spätakne kann für viele Betroffene belastend sein, doch mit der richtigen Kombination aus Hautpflege, einer gesunden Lebensweise und gezielter dermatologischer Behandlung lassen sich nachhaltige Erfolge erzielen. Dabei ist es immer sinnvoll, im ersten Schritt einen Experten aufzusuchen. In der Dermatologie Quist werden zunächst alle Ursachen erörtert. Das Team führt eine umfangreiche Diagnostik durch und entwirft daraufhin ein individuelles Therapiekonzept, bei dem verschiedene Methoden wie Hydrafacial, Aquafacial, Peelings, Radiofrequenz-Mikroneedling, Lasertherapien wie LaserMe, Ultraclear zum Einsatz kommen.
Über Dr. Jennifer Quist und Prof. Dr. Sven Quist:
Dr. Jennifer Quist und Prof. Dr. Sven Quist betreiben mit der Dermatologie Quist eines der größten Haut- und Laserzentren im Rhein-Main-Gebiet als große dermatologische Gemeinschaftspraxis in Mainz. Elf Ärzte kümmern sich täglich um Belange der modernen Hautmedizin. Im Fokus steht für sie Anti-Aging über minimal-invasive Verfahren – eine OP kommt bei ihnen in diesen Fällen primär nicht in Frage. Weitere Informationen unter: https://dermatologie-quist.de/
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Datum: 11.03.2025 - 09:09 Uhr
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