Schritt für Schritt in ein Leben ohne Alkohol
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(ots) - Der Weg in ein Leben ohne Alkohol ist mehr als nur eine vorübergehende Entscheidung. Für Menschen, die unter Alkoholabhängigkeit leiden, wird dieser Vorsatz zu einer Lebensaufgabe. Eine Herausforderung die Herr S. unbedingt schaffen will. Er macht derzeit eine Langzeitentwöhnungstherapie in der Saaletalklinik in Bad Neustadt aufgrund einer Alkoholsucht.
Alkohol hat auch ohne Abhängigkeit große Auswirkungen auf Körper und Psyche. Bereits geringe Mengen Alkohol wirken schädlich auf die Gesundheit. Vier Wochen ohne Alkohol - das ist die Idee hinter dem Dry January. Immer mehr Menschen nutzen diesen trockenen Januar oder die Fastenzeit als Gelegenheit, für eine gewisse Zeit auf Alkohol zu verzichten. Doch während viele nach der Auszeit wieder in ihre alten Trinkgewohnheiten zurückfallen, ist der Verzicht für Menschen, die alkoholabhängig sind, nicht nur ein vorübergehendes Vorhaben.
Eine Abhängigkeitserkrankung begleitet den Betroffenen sein gesamtes Leben und nur eine konsequente Abstinenz gewährleistet Stabilität. "Wer alkoholabhängig ist, muss zukünftig lebenslang auf Alkohol verzichten. Die Alkoholkrankheit ist nicht heilbar", betont Dr. Stefanie Mutz-Humrich. Sie ist Ärztliche Direktorin und Chefärztin der Saaletalklinik in Bad Neustadt und arbeitet seit rund 20 Jahren mit Suchtkranken. Die Entwicklung einer Alkoholsucht verläuft schleichend. "Grundvoraussetzung, um etwas verändern zu können, ist die Akzeptanz, dass man an einer Erkrankung leidet, dann erst kann sich auch die Bereitschaft entwickeln, Hilfe zu suchen und anzunehmen", erklärt die Chefärztin.
Herr S. trank über die Jahre immer mehr. 2010 gestand er sich das erste Mal ein "okay, ich bin Alkoholiker." Nach einer ersten Therapie war er trocken - doch dann kam 2023 der Rückfall. Sein Alkoholkonsum baute sich erneut rasch auf. "Ich dachte, ich könnte den Suchtdruck kontrollieren - ein großer Trugschluss", sagt Herr S. rückblickend und ist dankbar, dass ihm letztendlich klar wurde, den Weg einer stationären Therapie gehen zu müssen, um die nötige Stabilität und Stärke zu finden. In der Therapie lernt Herr S. die Alkoholabhängigkeit als Krankheit zu verstehen und dass er nur etwas verändern kann, wenn er es wirklich will. Dass Herr S. die Therapie erfolgreich beende und auch danach konsequent abstinent bleibe, davon ist er fest überzeugt: "Ich weiß, dass ich das schaffe - definitiv."
Das vollständige Interview mit Herrn S. und Dr. Stefanie Mutz-Humrich finden Sie unter www.saaletal.campus-nes.de/presse/interview-chefaerztin-und-rehabilitand.html (https://saaletal.campus-nes.de/presse/interview-chefaerztin-und-rehabilitand.html)
Über die Saaletalklinik
Die Saaletalklinik bietet stationäre medizinische Rehabilitationsbehandlungen bei vorliegender Alkohol- und/oder Medikamentenabhängigkeit an. Die Fachklinik verfügt über insgesamt 166 Therapieplätze, ist großzügig ausgestattet und ermöglicht durch ihre bauliche Konzeption eine persönliche Atmosphäre. Eine Besonderheit der Klinik ist die Behandlung von Doppeldiagnosen z.B. Depression. Um im Behandlungsprozess dem Bedürfnis nach Privatsphäre und Schutz zu entsprechen, erfolgt die Unterbringung vorrangig in Einzelzimmern. Träger der Rehabilitationseinrichtung ist die Haus Saaletal GmbH, eine Tochtergesellschaft der RHÖN-KLINIKUM AG. Zum Haus Saaletal gehören auch die Klinik Neumühle, die Rehabilitanden mit Drogenabhängigkeit behandelt, und die Adaptionseinrichtung Maria Stern. Alle drei Kliniken stehen unter der Leitung der Ärztlichen Direktorin und Chefärztin Dr. Stefanie Mutz-Humrich.
Der RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt, einer von fünf Standorten der RHÖN-KLINIKUM AG, steht für eine sektorenübergreifende medizinische Versorgung im ländlichen Raum. Auf einem Klinikgelände verzahnt der Campus ambulante und stationäre Angebote mit einer Vielzahl medizinischer Service- und Vorsorgeleistungen, die bisher räumlich getrennt waren: niedergelassene Fachärzte, Kliniken unterschiedlicher Fachdisziplinen wie Herzmedizin, orthopädischer Chirurgie oder auch Neurologie arbeiten Hand in Hand mit der Pflege und der Rehabilitation zusammen. Die digitale Vernetzung aller am Behandlungsprozess beteiligten Akteure - mit innovativen IT-Lösungen und Kommunikationssystemen - ist dabei unverzichtbar. www.campus-nes.de
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Datum: 12.03.2025 - 11:03 Uhr
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