Die Luftsicherheit in Europa befindet sich im Wandel
(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)(firmenpresse) - Aufgrund des wachsenden E-Commerce-Marktes ist Luftfracht das derzeit am schnellsten wachsende Transportsegment. Im November 2024 stieg die Gesamtnachfrage nach Luftfrachtdiensten im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 % - das war der 16. Monat mit einem Nachfrageanstieg in Folge. Dieses Wachstum bringt erhöhte Sicherheitsrisiken wie Cyberangriffe, Terrorismus und illegale Fracht, mit sich. Um diese Bedrohungen etwas entgegenzusetzen, verschärfen die verantwortlichen Behörden ihre Vorschriften. Unternehmen müssen über diese veränderten Regulierungen informiert sein, damit es nicht zu Verzögerungen in der Lieferkette kommt.
Sicherheitsmaßnahmen für die Luftfracht in Europa
Die EU hat das Import Control System 2 (ICS2) eingeführt, um die Sicherheitskontrollen vor der Ankunft von Luftfracht zu verbessern und sicherzustellen, dass alle erforderlichen Daten für die Risikobewertung verfügbar sind. Die schrittweise Einführung begann 2023 mit Luftfrachtsendungen, gefolgt von Seefracht im Jahr 2024 und Straßen-/Schienenfracht im Jahr 2025. Darüber hinaus hat die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) im Januar 2025 ihren aktualisierten Europäischen Plan für Flugsicherheit veröffentlicht. Er definiert zentrale Sicherheitsziele, identifiziert Risiken und stellt neue Maßnahmen zur Stärkung der Luftsicherheit in Europa vor. Dazu gehören unter anderem:
- Ein neues Regulierungsframework zur Erhöhung der Flughafensicherheit, das Maßnahmen zur Kontrolle von Wildtieren auf Flughafengeländen und zur Prävention von Laserangriffen umfasst.
- Eine unterstützende Rolle der EU bei der Umsetzung der neuen Bodenabfertigungsvorschriften, um Verfahren zu standardisieren, die Sicherheit und Effizienz zu verbessern und das Unfallrisiko beim Bodenbetrieb an europäischen Flughäfen zu reduzieren.
Vorschriften für den transatlantischen Handel
Die Luftfrachtrouten zwischen Europa und Nordamerika gehören zu den volumenstärksten weltweit. Europäische Hersteller, die Waren auf diesen Routen versenden, müssen sowohl EU- als auch US-Sicherheitsvorschriften einhalten. Im Jahr 2024 hat die US-Regierung das Air Cargo Advanced Screening (ACAS)-System erweitert und strengere Prüfverfahren sowie Sicherheitsanforderungen für Sendungen aus Europa und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) eingeführt. Diese Maßnahmen erfordern detailliertere Informationen über Spediteure, Herkunft der Fracht und alle beteiligten Parteien, um die Erkennung von Gefahren vor dem Verladen zu verbessern.
Was bedeuten die neuen Vorschriften für Unternehmen?
Angesichts des steigenden Verkehrsaufkommens und der Risiken, die mit dem Transport gefährlicher Güter oder mit möglichen terroristischen Anschlägen verbunden sind, besteht zweifellos ein Bedarf an Veränderungen, um Bedrohungen in der Luftfracht frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Gleichzeitig stellen die neuen Vorschriften Herausforderungen für fast alle Akteure der Lieferkette dar:
- Erhöhte Compliance-Anforderungen: Strengere Vorschriften erfordern detailliertere Datenübermittlungen, aufwendigere Verifizierungsprozesse und möglicherweise Anpassungen interner Abläufe.
- Steigende Kosten: Mit der Komplexität steigen auch die Betriebskosten für die Spediteure, da sie gründlichere Inspektionen und Überwachungssysteme für die Sendungen gewährleisten müssen. Infolgedessen werden auch ihre Dienstleistungskosten, die aufgrund der gestiegenen Nachfrage und der begrenzten Kapazität bereits gestiegen sind, zunehmen.
- Potenzielle Verzögerungen: Verschärfte Sicherheitskontrollen und neue Vorschriften für den Betrieb auf den Flughäfen verlängern auch die Abfertigung der Sendungen, was zu Verzögerungen bei der Zustellung führen kann. Verlader und Spediteure müssen sicherstellen, dass ihre Prozesse an die neuen Vorschriften angepasst werden, um Transportverzögerungen zu vermeiden.
Trotz der Herausforderungen sind die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen von entscheidender Bedeutung, um das Risiko illegaler Aktivitäten zu minimieren. Globale Sicherheitsstandards fördern die internationale Zusammenarbeit und sorgen für mehr Einheitlichkeit im Luftfrachtverkehr - mit dem übergeordneten Ziel, den Warenfluss langfristig zu verbessern.
Anforderungen im Lufttransport im Blick behalten
Die Umsetzung neuer Sicherheitsvorschriften erfolgt schrittweise. Dennoch ist es für Unternehmen entscheidend, die aktuellen Anforderungen zu kennen und kommende Änderungen im Blick zu behalten. C.H. Robinson wickelt jährlich 37 Millionen Sendungen ab, ist in 150 Ländern auf sechs Kontinenten tätig und verfolgt kontinuierlich die Entwicklungen im Luft- und Seetransport, um Kunden bei der Einhaltung der aktuellen Vorschriften und der Anpassung an zukünftige Veränderungen zu unterstützen.
"Mit der steigenden Nachfrage nach Luftfracht sind verstärkte Sicherheitsvorschriften entscheidend, um die höchsten Sicherheitsstandards aufrechtzuerhalten", sagt Christoph Alexander Lepke, Director Product Development Europe bei C.H. Robinson. "Unternehmen müssen die neuen Anforderungen nicht nur verstehen, sondern auch flexibel genug sein, um sich daran anzupassen. Bei C.H. Robinson unterstützen wir unsere Kunden mit globaler Expertise und lokalem Know-how, um ihre Lieferketten trotz wachsender regulatorischer Herausforderungen reibungslos und konform zu halten."Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Datum: 13.03.2025 - 14:05 Uhr
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