Gestörte Hautbarriere? Dermatologe verrät 5 Tipps, die jeder in seine Skincare-Routine einbauen sollte
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(ots) - Rötungen, Trockenheit und eine erhöhte Empfindlichkeit der Haut sind oft Anzeichen für eine gestörte Hautbarriere. Viele Betroffene wissen nicht, wie sie ihre Haut richtig pflegen können, um sie wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Falsche Pflegeprodukte oder eine ungeeignete Routine können die Problematik sogar verstärken.
"Die Hautbarriere dient als Schutzschild unserer Haut. Ist sie geschädigt, benötigt sie eine besondere Pflege", erklärt Prof. Dr. Sven Quist, Dermatologe und Experte für Hautgesundheit. "Mit den richtigen Maßnahmen kann jeder seine Hautpflege optimieren und die Haut nachhaltig stärken." Welche 5 Tipps Sie hierzu berücksichtigen sollten, lesen Sie in diesem Beitrag.
In fünf Schritten zu gesunder Haut
Um die Hautbarriere gezielt zu unterstützen, können Sie fünf einfache Schritte in Ihre tägliche Hautpflegeroutine integrieren:
1. Sanfte Reinigung
Aggressive Reinigungsprodukte können den natürlichen pH-Wert der Haut aus dem Gleichgewicht bringen und die Haut zusätzlich austrocknen. Stattdessen sind milde, pH-hautneutrale Reinigungsprodukte zu bevorzugen, die die Haut schonend klären, ohne ihre Schutzfunktion zu beeinträchtigen. Außerdem sollte man bei der Reinigung lauwarmes Wasser verwenden, um die Haut nicht unnötig zu strapazieren – heißes Wasser kann die Haut austrocknen und die Barriere schwächen.
2. Ausreichende Feuchtigkeitspflege
Eine geschädigte Hautbarriere benötigt intensive Feuchtigkeitsversorgung. Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure, Ceramide oder Glycerin helfen, die Feuchtigkeit in der Haut zu bewahren und unterstützen den natürlichen Regenerationsprozess. Eine reichhaltige, aber nicht komedogene Pflege trägt zur Stärkung der Barrierefunktion bei. Neben der äußerlichen Pflege ist auch die ausreichende Flüssigkeitszufuhr entscheidend. Es empfiehlt sich hier, mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser täglich zu trinken, um die Haut von innen mit Feuchtigkeit zu versorgen.
3. Maßvoller Einsatz von Peelings
Peelings tragen abgestorbene Hautzellen ab und fördern die Zellerneuerung. Deshalb erfreuen sie sich meist großer Beliebtheit. Doch Vorsicht: Übermäßiges Peelen – und zu aggressive Peelings – können die Hautschutzbarriere weiter schwächen. Das trifft vor allem auf mechanische Peelings zu. Besser eignen sich sanfte, enzymatische Peelings. Eine gute Alternative bieten darüber hinaus professionelle, schonende Behandlungen wie das Hydrafacial, das in dermatologischen Praxen zur Hautstärkung, bei Unreinheiten oder als Anti-Aging-Maßnahme angewendet wird.
4. Täglicher Sonnenschutz
Ein wenig Sonne schadet schon nicht – das ist ein weit bekannter Irrglaube. Denn jeder Sonnenstrahl wirkt sich bereits auf die Haut aus. UV-Strahlen schädigen die Hautbarriere und lassen die Haut vorzeitig altern. Außerdem erhöht sich ohne ausreichenden Schutz das Risiko für Hautkrebs. Umso wichtiger ist es, konsequent UV-Schutz aufzutragen. Ein Breitband-Sonnenschutz mit mindestens LSF 30, idealerweise LSF 50, sollte fester Bestandteil der täglichen Routine sein – selbst an bewölkten Tagen oder im Winter. Er hilft zudem dabei, Entzündungen und Feuchtigkeitsverlust zu verhindern.
5. Vermeidung reizender Inhaltsstoffe
Gut riechende Produkte wirken verlockend. Doch gut für die Hautbarriere sind sie nicht. Viele herkömmliche Hautpflegeprodukte enthalten allerdings Duftstoffe oder auch Alkohol und starke Säuren, die die Haut reizen und die Schutzfunktion beeinträchtigen. Beim Kauf lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffe. Hautfreundliche Stoffe sind hingegen Panthenol, Niacinamid oder mikrobiomfreundliche Substanzen. Sie bringen die Haut wieder ins Gleichgewicht.
Wer diese fünf Tipps in seine tägliche Routine einbindet, kann seine Hautbarriere stärken und empfindlicher Haut langfristig entgegenwirken. Eine konsequente und angepasste Hautpflege trägt dazu bei, Irritationen zu minimieren und die Haut gesund und widerstandsfähig zu erhalten.
Über Dr. Jennifer Quist und Prof. Dr. Sven Quist:
Dr. Jennifer Quist und Prof. Dr. Sven Quist betreiben mit der Dermatologie Quist eines der größten Haut- und Laserzentren im Rhein-Main-Gebiet als große dermatologische Gemeinschaftspraxis in Mainz. Elf Ärzte kümmern sich täglich um Belange der modernen Hautmedizin. Im Fokus steht für sie Anti-Aging über minimal-invasive Verfahren – eine OP kommt bei ihnen in diesen Fällen primär nicht in Frage. Weitere Informationen unter: https://dermatologie-quist.de/
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Prof. Dr. Dr. Sven Quist und Dr. Jennifer Quist
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Datum: 18.03.2025 - 08:00 Uhr
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