Myanmar: Hilfsgüter gelangen ins Erdbebengebiet / Organisationen im Bündnis "Aktion Deutschland Hilft" verteilen Trinkwasser, Nahrung und medizinische Notfallsets / Rund 3 Millionen Euro Spenden
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(ots) - Obdachlos gewordene Familien schlafen im Freien oder in überfüllten Notunterkünften, sie harren in der Hitze aus ohne ausreichend Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung: Das Ausmaß der Erdbebenkatastrophe in Myanmar wird den Einsatzkräften immer deutlicher. Viele Straßen und Brücken sind vom Erdbeben zerstört, die Kommunikationswege instabil. Doch Hilfe ist auch unter schwierigsten Bedingungen möglich: Bündnisorganisationen von "Aktion Deutschland Hilft" gelingt es, die dringend benötigten Hilfsgüter in Myanmar zu besorgen. Sie arbeiten vor Ort mit eigenen, auf solche Notlagen spezialisierten Teams oder mit erfahrenen lokalen Partnerorganisationen, um den Menschen direkt und schnell zu helfen.
Infektionen und Durchfälle durch verunreinigtes Wasser
Für diese Hilfe gingen bereits rund drei Millionen Euro Spenden bei "Aktion Deutschland Hilft" ein. "Dass in knapp einer Woche eine solche Summe zusammenkam, ist ein starkes Signal der Solidarität. Und jeder Cent trägt dazu bei, Menschenleben zu retten", sagt Maria Rüther, Hauptgeschäftsführerin von "Aktion Deutschland Hilft". Immer deutlicher wird: "Der Bedarf an Hilfe und an Spenden ist riesig." Es fehlt an Nahrungsmitteln, und in den Geschäften, die nicht zerstört wurden, steigen die Preise. Zum dringendsten Bedarf gehört sauberes Trinkwasser, ebenso Medikamente und medizinisches Material. Auch Zelte, Moskitonetze und Wasserfilter werden benötigt.
Hinzu kommt, dass das Erdbeben vom 28. März weitere Katastrophen nach sich zieht: Seuchen drohen, und immer mehr Menschen im Erdbebengebiet erkranken durch verunreinigtes Wasser. Schwere Durchfälle und Infektionskrankheiten können die lebensgefährliche Folge sein. "Auch für Verletzte führt keimbelastetes Wasser, mit dem Wunden gewaschen werden, zu einem hohen Infektionsrisiko", warnt Arno Coerver, Trinkwasserspezialist von Malteser International. Schnelle Hilfe ist auch deshalb nötig, weil Ende Mai die Monsunzeit mit heftigen Regenfällen beginnt.
Mobile Kliniken, Bau von Notlatrinen, Bargeld-Verteilungen
Von Beginn der Katastrophe sind Hilfskräfte im Einsatz. Aktuell arbeiten sie mit Hochdruck daran, immer mehr Komponenten ihrer Hilfe umzusetzen und möglichst viele Menschen zu erreichen: Anfang der Woche nehmen zwei mobile Kliniken der Johanniter ihre Arbeit in Mandalay auf. Medizinische Teams der Malteser behandeln Verletzte und versorgen Kranke mit Medikamenten und Erste-Hilfe-Material. Sogenannte WASH-Teams (Wasser, Sanitär und Hygiene) sorgen für die Reparatur von Wasserleitungen, den Bau von Notlatrinen und die Verteilung von Seife und Chlortabletten zur Wasseraufbereitung.
World Vision hat bereits an 500 Haushalte Nahrungsmittel ausgegeben. Helfer:innen verteilen 80.000 Trinkwasserflaschen, außerdem Hygiene-Pakete und Sets mit Dingen des täglichen Gebrauchs (u.a. Wasserreinigungsmittel, Wasserfilter, Kochgeschirr). CARE plant, in der ersten Hilfsphase 500.000 Haushalte zu versorgen und hat in Notunterkünften bereits medizinische Notfallsets verteilt. Mehrere Bündnisorganisationen unterstützen die vom Erdbeben betroffenen Menschen mit Bargeldhilfen. Damit können sie sich individuell mit den Dingen eindecken, die sie am dringendsten benötigen.
An die Redaktionen: Wir vermitteln Ihnen gerne Gesprächs- und Interviewpartner:innen, die einen Überblick zur humanitären Lage im Erdbebengebiet geben können.
Mehr über die Hilfe der Bündnisorganisationen erfahren Sie hier (https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/hilfseinsaetze/erdbeben-myanmar/)
"Aktion Deutschland Hilft", Bündnis deutscher Hilfsorganisationen, nimmt Spenden für "Erdbeben Myanmar" entgegen.
Spenden-Stichwort: "Erdbeben Myanmar"
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (SozialBank)
Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de
Kurzprofil Aktion Deutschland Hilft e.V.
"Aktion Deutschland Hilft" ist das 2001 gegründete Bündnis renommierter deutscher Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Die mehr als 20 beteiligten Organisationen führen ihre langjährige Erfahrung in der humanitären Hilfe zusammen. Über den Zusammenschluss von "Aktion Deutschland Hilft" koordinieren die beteiligten Organisationen ihren Einsatz, sodass vor Ort keine Überschneidungen oder Versorgungslücken entstehen - und die Menschen im Katastrophengebiet die bestmögliche Hilfe erhalten. Unter einem gemeinsamen Spendenkonto ruft das Bündnis zu solidarischem Handeln und Helfen im Katastrophenfall auf. "Aktion Deutschland Hilft" hat sich zum verantwortungsvollen Umgang mit Spenden verpflichtet und ist unter anderem zertifiziertes Mitglied im Deutschen Spendenrat. Über Einsatz und Wirkung der Spendengelder informiert das Bündnis in den jährlichen Finanzberichten: https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/wir-ueber-uns/finanzen/
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Datum: 02.04.2025 - 15:47 Uhr
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