Mythen-Check: Was bei der Geburt wirklich hilft
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(ots) - Was ist dran an Datteln, Damm-Massage, Diät oder Himbeerblättertee im Kreißsaal? Jede Schwangere dürfte die Tipps für eine leichtere Geburt kennen. Das Magazin "Apotheken Umschau ELTERN" hat gängige Mythen auf Wirksamkeit untersucht.
Möglicher Effekt durch Yoga und Hypnose
In den Wochen vor der Geburt täglich ein bis zwei Tassen Himbeerblättertee - das soll den Muttermund lockern und die Gebärmuttermuskulatur stärken. Wirklich? "Es gibt keine gesicherten Studien, die eine Wirkung zeigen", betont Professorin Mirjam Peters, Hebammenwissenschaftlerin an der Hochschule Bochum. Einen messbaren Einfluss auf den Geburtsverlauf habe Himbeerblättertee nicht. Immerhin ist Tee ein guter Durstlöscher, heiß oder kalt. Zahlreiche Reels und Posts auf den Social-Media-Plattformen versprechen: "weicher Muttermund dank Datteln". Auch dazu gibt es mehrere kleine Studien, aber die widersprechen sich in den Ergebnissen, sagt Peters. Wer Datteln gerne mag, kann es ohne Bedenken probieren. Aber: "Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes müssen aufpassen, da Datteln viel Zucker enthalten", warnt die Hebammenwissenschaftlerin.
Wer Selbsthypnose unter der Geburt versuchen möchte, um den Schmerz besser zu ertragen, muss rechtzeitig üben und braucht eine qualifizierte Anleiterin. Meditations- oder Yogaerfahrung erleichtert es eventuell, den gewünschten mentalen Zustand bei der Geburt zu erreichen. "Es gibt keine große Studie, die eine eindeutige Wirkung belegt", sagt die Münchner Gynäkologin Dr. Elke Philipp. Aber: Schmerz wegatmen und ab und an mal mental auschecken ist auch im Mama-Alltag eine Superkraft.
Definitiv hilfreich ist Bewegung
Eine weitere Theorie: Durch eine regelmäßige spezielle Massage wird das Gewebe des Damms auf die Dehnung bei der Geburt vorbereitet und reißt nicht so stark. Hebammenwissenschaftlerin Peters berichtet von einer Studie, die minimal weniger Verletzungen bei Frauen zeigte, die die Damm-Massage gemacht haben. Verkürzte Eröffnungsphase, weniger Schmerzmittel - das soll die geburtsvorbereitende Akupunktur bewirken. Bewiesen ist das zwar auch nicht, aber hier gilt zumindest: Es schadet nicht.
Was definitiv hilft: Bewegung, also gehen, hocken, Becken kreisen. Die Position immer wieder wechseln, das kann die Geburt erleichtern oder sogar beschleunigen - besser als die Rückenlage. Manchmal kommt die Frau so eventuell um eine Periduralanästhesie (PDA) herum, so die "Apotheken Umschau ELTERN". Im Stehen hilft die Schwerkraft dem Baby dabei, seinen Weg zu finden. Dabei das Becken bewegen, denn das schafft Platz und erhöht die Durchblutung der Gebärmutter. Das Baby wird so besser mit Sauerstoff versorgt. Empfiehlt die Hebamme eine bestimmte Position, lohnt es zu vertrauen. Zumindest, wenn sie den Geburtsverlauf mitbekommen hat.
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Datum: 09.04.2025 - 09:00 Uhr
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