Schadholzaufkommen nimmt weiter ab: Holzeinschlag 2024 um 13,3 % gesunken
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(ots) -
- Deutlich weniger Schadholz führt zu einem Rückgang des gesamten Holzaufkommens auf 61,2 Millionen Kubikmeter
- Fichtenholzeinschlag sinkt um 19 % gegenüber dem Vorjahr, Fichte bleibt aber die bedeutendste Holzart
- Erstmals seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2006 mehr Energieholz als Industrieholz eingeschlagen
In den deutschen Wäldern wurden im Jahr 2024 insgesamt 61,2 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Damit fiel der Holzeinschlag um 13,3 % geringer aus als im Vorjahr (2023: 70,6 Millionen Kubikmeter), was vor allem an einem Rückgang des Schadholzeinschlags (Holzeinschlag aufgrund von Waldschäden) lag. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurden im Jahr 2024 mit 27,3 Millionen Kubikmetern 29,4 % weniger Schadholz eingeschlagen als im Vorjahr (2023: 38,7 Millionen Kubikmeter). Nach dem Rekordjahr 2020, als mit 60,1 Millionen Kubikmetern das größte Schadholzaufkommen seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1990 verzeichnet worden war, ging der Schadholzeinschlag damit zum vierten Mal in Folge zurück. Im Jahr 2024 waren insgesamt 44,7 % des Holzeinschlags auf Waldschäden zurückzuführen. Damit lag dieser Anteil erstmals seit 2018 unter 50 %. Im Rekordjahr 2020 hatte der Anteil bei knapp drei Vierteln gelegen.
Insektenbefall bleibt bedeutendste Ursache für Schadholzaufkommen
Im Jahr 2024 wurden aufgrund von Insektenschäden 16,8 Millionen Kubikmeter Schadholz eingeschlagen. Das waren 38,3 % weniger als im Vorjahr (2023: 27,2 Millionen Kubikmeter). Der Vergleichswert aus dem Rekordjahr 2020 (43,3 Millionen Kubikmeter) wurde damit um mehr als 60 % unterschritten. Zweithäufigste Ursache für das Schadholzaufkommen des Jahres 2024 waren Winde und Stürme, die 3,5 Millionen Kubikmeter Holzeinschlag verursachten.
Rückläufiger Einschlag an Fichtenholz
Insgesamt 37,7 Millionen Kubikmeter Holz der Holzartengruppe "Fichte, Tanne Douglasie und sonstiges Nadelholz" wurden im Jahr 2024 eingeschlagen. Dies bedeutet einen Rückgang um 19 % gegenüber dem Vorjahr (2023: 46,6 Millionen Kubikmeter) sowie 39,2 % gegenüber dem Rekordjahr 2020. Fichtenholz bleibt dennoch die bedeutendste Holzart. Mit deutlichem Abstand folgen Kiefern- und Lärchenholz mit 12,0 Millionen eingeschlagenen Kubikmetern sowie Holz der Holzartengruppe "Buche und sonstiges Laubholz" mit 9,7 Millionen Kubikmetern. An Eichen- und Roteichenholz wurden 1,7 Millionen Kubikmeter eingeschlagen.
Die deutlichen Rückläufe gegenüber den durch Borkenkäferbefall geprägten Rekordjahren 2020 und 2021 sowohl beim insektenbedingten Schadholz als auch beim Fichtenholz deuten darauf hin, dass signifikante Einschläge am geschädigten Holz bereits in den Vorjahren durchgeführt wurden. Fichtenbestände sind besonders anfällig für den Befall von Schädlingen, insbesondere wenn sie etwa durch Trockenheit bereits geschwächt sind.
Holz bleibt wichtig zur Energieerzeugung
Der Großteil des eingeschlagenen Holzes findet als sogenanntes Stammholz Verwendung in der Säge- und Furnierindustrie, etwa als Paletten- oder Parkettholz. Im Jahr 2024 wurden 33,3 Millionen Kubikmeter und damit 54,3 % der angefallenen Holzmenge mit dem Verwertungsziel Stammholz eingeschlagen. Zum ersten Mal seit Beginn der Zeitreihe 2006 wurde mit 12,5 Millionen Kubikmetern mehr Energieholz als Industrieholz (12,2 Millionen Kubikmeter) eingeschlagen. Letzteres ist zur Verwendung in der Holzwerkstoffindustrie beziehungsweise Papier- und Zellstoffindustrie vorgesehen. Mit 20,5 % lag der Einschlag für die geplante Verwertung als Energieholz erstmals seit 2014 über einem Anteil von 20 %.
Weitere Informationen:
Detaillierte Ergebnisse zum Holzeinschlag sind in der Datenbank GENESIS-Online (Tabellen 41261) verfügbar. Erläuterungen zur Methodik bietet der Qualitätsbericht zur Statistik.
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Datum: 15.04.2025 - 08:00 Uhr
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