GVB begrüßt geplante Entlastungen für Regionalbanken / Regulatorische Proportionalität rückt stärker in den Fokus der BaFin - Müller: "Wichtiger Schritt für kleine Institute"
ID: 2170219

(ots) - Zustimmend hat der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) auf die Ankündigung von BaFin-Präsident Mark Branson auf der Jahrespressekonferenz der Aufsicht reagiert, kleinere Regionalbanken regulatorisch entlasten zu wollen. So sollen Vorgaben der europäischen Bankenaufsicht EBA zur Nachhaltigkeit nicht vollständig umgesetzt werden. "Das ist ein wichtiger Schritt. Banken können nicht als Hilfssheriff benutzt werden, um politische Ziele zu erreichen", sagte GVB-Präsident Stefan Müller am Mittwoch in München.
"Schon jetzt sind die bürokratischen Belastungen erheblich, und die gebotene Proportionalität ist nicht ausreichend gewahrt. Dass nun auch der Regulator dies erkennt und konkrete Schritte ankündigt, ist zu begrüßen", ergänzte Müller. Er forderte die BaFin zudem dazu auf, auch bei anderen EBA-Vorgaben genauer hinzusehen. Diese seien oft weder praxistauglich noch verhältnismäßig. Denn sie orientierten sich an der Realität großer, international agierender Institute.
"Wenn der deutsche Regulator europäische Vorgaben ohne Verpflichtung in der Regel eins zu eins übernimmt, stellt er sich selbst infrage. Aufgabe der BaFin ist es, eine Regulierung zu gestalten, die passgenau für die deutsche Bankenlandschaft ist. Diese ist wesentlich geprägt von kleinen, regional tätigen Instituten wie den Volks- und Raiffeisenbanken. Dass die BaFin das nun erkennt, ist zu begrüßen", sagte Müller.
Ebenso positiv beurteilt Müller, dass sich die BaFin auch bei den Mindestanforderungen an das Risikomanagement der Banken (MaRisk) kritisch mit der eigenen Praxis auseinandersetzt. Durch Vereinfachung könne mehr Effizienz und mehr Proportionalität erreicht werden.
Aus Sicht des GVB bedeutet das, regulatorische Auflagen dort zurückzufahren, wo sie keinen Beitrag zur Finanzstabilität leisten. Anzustreben sei zudem ein eigenes Regulierungsregime, das maßgeschneidert auf die Risiken kleiner, regionaler Institute wie Volksbanken und Raiffeisenbanken zugeschnitten ist. "Der bisherige One-Size-Fits-All-Ansatz in der Regulierung, bei dem Volks- und Raiffeisenbanken ebenso behandelt wurden wie international tätige Institute, passt nicht in die heutige Zeit und wird den Besonderheiten des deutschen Bankenstandorts nicht gerecht", kritisierte Müller.
Der Genossenschaftsverband Bayern e.V. (GVB) vertritt seit mehr als 130 Jahren die Interessen bayerischer Genossenschaften. Zu seinen 1.201 Mitgliedern zählen 180 Volksbanken und Raiffeisenbanken (davon 27 Banken mit Warengeschäft) sowie 1.021 Unternehmen aus Branchen wie Landwirtschaft, Energie, Handel, Handwerk und Dienstleistungen. Sie bilden mit rund 50.000 Beschäftigten und 2,8 Millionen Anteilseignern eine der größten mittelständischen Wirtschaftsorganisationen im Freistaat. (Stand: 31.12.2024).
Pressekontakt:
Dr. Gerald Schneider
Pressesprecher
Telefon: +49 89 / 2868 - 3401
Telefax: +49 89 / 2868 - 3405
E-Mail: presse@gv-bayern.de
Original-Content von: Genossenschaftsverband Bayern e.V., übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 07.05.2025 - 14:24 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2170219
Anzahl Zeichen: 3171
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
München
Kategorie:
Finanzwesen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 277 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"GVB begrüßt geplante Entlastungen für Regionalbanken / Regulatorische Proportionalität rückt stärker in den Fokus der BaFin - Müller: "Wichtiger Schritt für kleine Institute""
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Genossenschaftsverband Bayern e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Vom Arzneimittelgroßhandel bis zur IT-Dienstleistung, von der Dorfwirtschaft bis zur Taxizentrale: Genossenschaften steigern Umsatz- und sonstige Erlöse auf knapp elf Milliarden Euro Die 265 Genossenschaften in den Bereichen Dienstleistung, Handel und Soziales im Genossenschaftsverband Bayern (GV
Engagement, das wirkt: Bayerische Genossenschaften stärken ihre Regionen mit Millionenbeiträgen / 17 Millionen Euro Spenden der VR-Banken in Bayern im Jahr 2025 ...
Bayerische Genossenschaften engagieren sich in großem Umfang für ihre Regionen - weit über ihre wirtschaftliche Tätigkeit hinaus. Das zeigt der erstmals vorgelegte Engagementbericht der bayerischen Genossenschaften, den der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) am Mittwoch veröffentlichte. Alle
Altersvorsorgereform: Richtiger Ansatz - falsche Rollenverteilung / GVB begrüßt kapitalmarktorientierte Neuausrichtung, warnt aber vor staatlicher Anbieterrolle ...
Mit der Reform der privaten Altersvorsorge greift die Bundesregierung ein drängendes gesellschaftliches Problem auf und setzt dabei grundsätzlich richtige Akzente. Positiv ist vor allem die stärkere Öffnung hin zu kapitalmarktbasierten Lösungen ohne Garantiezwang. Kritisch sieht der Genossensch
Weitere Mitteilungen von Genossenschaftsverband Bayern e.V.
BAUER AG setzt positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 nach Trendwende im Vorjahr fort ...
- Gesamtkonzernleistung steigt gegenüber Vorjahr deutlich von 1.831,1 Mio. EUR auf 2.183,4 Mio. EUR (+19,2 %) - EBIT mit 89,1 Mio. EUR auf Höhe des Vorjahres von 89,0 Mio. EUR - Ergebnis nach Steuern mit 9,7 Mio. EUR über Vorjahr von 2,8 Mio. EUR - Auftragsbestand reduziert sich wegen Aba
Uranium Energy Corp und Radiant Industries kündigen Uranliefervertrag zur Unterstützung des Einsatzes von Mikroreaktoren an und bauen die gesamte Wertschöpfungskette der Kernenergie in Amerika auf ...
Uranium Energy Corp - https://www.commodity-tv.com/play/uranium-energy-uranium-market-analysis-and-insight-on-production-and-future-production-potential/ - (NYSE American: UEC, das "Unternehmen" oder "UEC") und Radiant Industries Incorporated ("Radiant") freuen sich, ei
Warum denkmalgeschützte Immobilien als Kapitalanlage zunehmend an Bedeutung gewinnen ...
Wer Kapital werthaltig anlegen möchte, setzt nicht auf das Naheliegende, sondern auf echte Unikate. Denkmalgeschützte Immobilien verbinden architektonische Klasse mit wirtschaftlicher Substanz - eine Kombination, die anspruchsvolle Kapitalanleger zunehmend überzeugt. Hier zählt nicht allein der
Newcore Gold durchteuft bei Bohrungen auf dem Goldprojekt Enchi in Ghana 2,25 g/t Gold auf 56,0 Metern ab 96 Meter Tiefe sowie 1,16 g/t Gold auf 72,0 Metern ab 104 Meter Tiefe ...
Newcore Gold Ltd. („Newcore“ oder das „Unternehmen“) (TSX-V: NCAU, OTCQX: NCAUF) freut sich, weitere Ergebnisse von Bohrungen bekannt zu geben, die im Rahmen des laufenden, 35.000 m umfassenden Bohrprogramms auf dem zu 100 % unternehmenseigenen Goldprojekt Enchi („Enchi“ oder das „Pro




