So wird digitales Bargeld erfolgreich: fünf Erfolgsfaktoren
Weltweit untersucht mehr als die Hälfte aller Staaten die mögliche Ausgabe einer digitalen Zentralbankwährung. Sie repräsentieren über 95 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ, www.bis.org/publ/bppdf/bispap136.htm) erwartet, dass bis zum Ende des Jahrzehnts 24 Zentralbanken ihre eigene Digitalwährung eingeführt haben. Rund 1,4 Milliarden Menschen könnten laut der World Bank Group (www.worldbank.org/en/topic/financialinclusion/overview) und dem International Monetary Fund (www.imf.org/-/media/Files/Publications/WP/2023/English/wpiea2023069-print-pdf.ashx) mit CBDCs erstmals den Zugang zu Finanzdienstleistungen erhalten.
Gerade in unbeständigen Zeiten wird die Bedeutung von öffentlichen und staatlich abgesicherten Zahlungsmitteln deutlich. In einer zunehmend digital geprägten Ökonomie und Gesellschaft werden diese idealerweise sowohl in der physischen Form als Bargeld und künftig auch in der komplementären Form einer digitalen Zentralbankwährung bereitgestellt. Aus Sicht von G+D sind für die breite Akzeptanz in der Bevölkerung neben der einfachen Bedienbarkeit eine Reihe von Faktoren entscheidend – und somit für den Erfolg digitalen Geldes:
1. Sicherheit und Zuverlässigkeit: Eine digitale Zentralbankwährung muss genauso sicher und robust sein wie die bislang bekannten Bezahlsysteme und dabei die Privatsphäre schützen. Eine CBDC punktet in dieser Hinsicht, da sie operative, transaktionsbezogene und administrative Prozesse trennen kann. Um gegen Cyberangriffe geschützt zu sein, ist neben einer hochsicheren CBDC-Lösung eine Vielzahl an Maßnahmen erforderlich, unter anderem eine Kombination aus internen Sicherheitsmaßnahmen, externen Security-Audits und laufenden Penetrations-Tests. Wichtig ist zudem eine starke Performance für die schnelle Abwicklung aller Zahlungsvorgänge. Als Richtwert gelten mindestens 100 Transaktionen pro Sekunde, bezogen auf eine Million Nutzer.
2. Offline-Funktionalität: Eine digitale öffentliche Währung soll, wie Bargeld, überall und jederzeit funktionieren. Eine CBDC muss daher von vorneherein so konzipiert sein, dass sie auch unabhängig von Netzverbindungen, dem Besitz eines Bankkontos und hochpreisigen Smartphones oder der Verfügbarkeit von Strom und Internet genutzt werden kann. Der großflächige Stromausfall auf der Iberischen Halbinsel zeigt, wie wichtig eine Offline-Funktion für digitales Bargeld ist, damit Zahlungen auch in Ausnahmesituationen möglich bleiben. Entsprechende Pilotprojekte für verschiedene Alltagsszenarien wurden bereits erfolgreich abgeschlossen, wie zum Beispiel in Ghana (www.bog.gov.gh/wp-content/uploads/2024/10/The-eCedi-Report-221024.pdf).
3. Interoperabilität: Eine CBDC-Lösung sollte sich in bestehende Systeme einfügen, beispielsweise in Cash-Management-Lösungen oder die IT-Infrastruktur. Einen Mehrwert bieten standardisierte Schnittstellen und Software-Komponenten: Geschäftsbanken und Fintechs sind so in der Lage, eine digitale Währung nahtlos in ihre Systeme einzubinden, eigene innovative Lösungen wie Apps zu entwickeln oder digitales Bargeld als Bezahlmethode auf E-Commerce-Plattformen anzubieten.
4. Cross-Border-Funktionalität: CBDCs sind idealerweise über Landesgrenzen hinaus kompatibel und interoperabel mit anderen Zentralbankwährungen. Das vereinfacht grenzüberschreitende Überweisungen, senkt den dafür notwendigen Aufwand, reduziert massiv die bislang dafür anfallenden Kosten und mindert Abwicklungs- und Ausfallrisiken. Gerade für Schwellen- und Entwicklungsländer ist dies ein unschätzbarer Vorteil.
5. Solide Regulierung und Aufklärung: Klare und umsetzbare regulatorische Rahmenbedingungen sind die Basis dafür, dass das Finanzsystem und die damit verbundenen Zahlungssysteme sich erfolgreich entwickeln können. Zentralbanken können die Akzeptanz ihrer Digitalwährung erhöhen, indem sie klare Regeln und Standards definieren, zum Beispiel für Datenschutz, grenzüberschreitende Zahlungen oder im Bereich Interoperabilität. Die Öffentlichkeit über diese Maßnahmen und die konkrete Umsetzung zu informieren, ist ausschlaggebend für den Erfolg einer CBDC und aller Finanzdienstleistungen, die rund um digitales Geld entwickelt werden.
„Die Infrastruktur für eine digitale Zentralbankwährung ist die Basis für ein Ökosystem, in dem innovative Geschäftsmodelle entstehen“, erklärt Dr. Raoul Herborg, Managing Director Central Bank Digital Currency (CBDC) bei G+D. „Es schafft neue Optionen für Wachstum und Wettbewerb und leistet zudem einen wichtigen Beitrag zu mehr Inklusion, Gleichheit und Gerechtigkeit.“
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Giesecke+Devrient (G+D) ist ein weltweit tätiges Unternehmen für SecurityTech mit Hauptsitz in München. G+D macht das Leben von Milliarden von Menschen sicherer. Das Unternehmen schafft Vertrauen im digitalen Zeitalter, mit integrierten Sicherheitstechnologien in drei Geschäftsbereichen: Digital Security, Financial Platforms and Currency Technology.
G+D wurde 1852 gegründet und beschäftigt heute mehr als 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2024 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro. G+D ist mit 118 Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen in 41 Ländern vertreten. Weitere Informationen: www.gi-de.com
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Datum: 08.05.2025 - 14:52 Uhr
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