Mehr als jeder Dritte in Bayern betrachtet die hausärztliche Gesundheitsversorgung als Herausforderung / Sorge um die regionale Krankenhausstruktur liegt in Bayern über dem Bundesdurchschnitt
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(ots) - Die Gesundheitsversorgung in Bayern steht bei einem großen Teil der Bevölkerung in der Kritik. Dies belegen die Ergebnisse einer aktuellen, repräsentativen Civey-Umfrage mit rund 800 Befragten im Auftrag von Pharma Deutschland, deren Daten unmittelbar vor Antritt der neuen Bundesregierung erhoben wurden.
Laut Civey-Daten bestehen die größten Herausforderungen in Bayern in der Krankenhaus- und der hausärztlichen Versorgung. 40,4 Prozent der Befragten geben an, die Situation der Hausarztpraxen als Problem wahrzunehmen. Die Krankenhausversorgung sehen 34,6 Prozent als kritisch an. Anders als in anderen Bundesländern gilt die zweitgrößte Sorge der Befragten nicht dem Angebot an Fachärztinnen und Fachärzten, sondern der Krankenhausversorgung. Während in Bayern deutlich mehr als ein Drittel der Befragten (34,6 Prozent) angeben, sich Sorgen um die Krankenhausversorgung zu machen, sind es im Bundesdurchschnitt nur 31,7 Prozent. Das Angebot an Facharztpraxen dagegen wird in Bayern als relativ gut wahrgenommen. Während es im Freistaat nur knapp 30 Prozent der Befragten für ein Problem halten, liegt dieser Wert bundesweit bei beinahe 34 Prozent.
"Mit den Ergebnissen unserer Umfrage kann die bayerische Landesregierung nicht zufrieden sein", betont Dr. Günter Auerbach, Vorsitzender des Pharma-Deutschland-Landesverbandes Bayern. "Die wirtschaftlich prekäre Situation vieler bayerischer Krankenhäuser nagt am Vertrauen der Bevölkerung in die Gesundheitsversorgung. In den Zahlen manifestiert sich, dass derzeit rund 500 Hausarztsitze in Bayern unbesetzt sind. Es braucht schnell Maßnahmen, um die hausärztliche Versorgung zu stärken und die Krankenhauslandschaft zu stabilisieren."
Inwieweit sich in der Umfrage erste Auswirkungen der Anfang 2024 gestarteten Kommunalförderrichtlinie (KoFöR) zeigen, die auch die Gründung medizinischer Versorgungszentren fördert, werden erst spätere Befragungen zeigen können.
Zugehörige Grafiken finden Sie auf unserer Webseite (https://www.pharmadeutschland.de/der-verband/unsere-gremien/landesverbaende/landesverband-bayern/detailseite-oeffentliche-meldungen-lv-bayern/?tx_bahpublicnews_publicnewsshow%5Baction%5D=show&tx_bahpublicnews_publicnewsshow%5Bcontroller%5D=Publicnews&tx_bahpublicnews_publicnewsshow%5Bpublicnews%5D=50&cHash=7dbf103f2f6315ef2d0f4e4b03e35a82).
Hinweis zu den Ergebnissen:
Grundgesamtheit: Bundesdeutsche Gesamtbevölkerung ab 18 Jahren; Statistischer Fehler: 2,5 %; Stichprobengröße gesamt: 5.007; Stichprobengröße Bayern: 804;Befragungszeitraum: 05.04.2025 - 05.05.2025; alle Daten werden im Civey-eigenen Panel mit verifizierten Teilnehmenden erhoben. Die Ergebnisse sind unter Berücksichtigung des angegebenen statistischen Fehlers repräsentativ für die angegebene Grundgesamtheit
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Im Auftrag von Pharma Deutschland führt das Meinungsforschungsinstitut Civey seit Januar 2025 ein kontinuierliches Live-Monitoring zur individuellen medizinischen Versorgungssituation sowie zu Erfahrungen im Kontext pharmazeutischer Themen durch. Die Anzahl der Antworten, die stellvertretend für die Grundgesamtheit in der Stichprobe zur Berechnung des repräsentativen Ergebnisses berücksichtigt werden, liegt bei 5.000 Befragten bundesweit und bei rund 800 für den Landesverband Bayern. Die erhobenen Daten werden nach den sechs Landesverbänden von Pharma Deutschland differenziert analysiert. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die angegebene Grundgesamtheit. Für die Berechnung regionaler Ergebnisse nutzt Civey Small-Area-Methoden mit einem Echtzeit-Modell. Dazu werden die Ergebnisse auf Basis einer modellbasierten, statistischen Methode für kleine Datenräume erhoben. Weitere Informationen und Ergebnisse finden Sie auf unserer Webseite.
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Datum: 14.05.2025 - 13:32 Uhr
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