MADSACK-CEO Thomas Düffert beim Future Summit: "Das Ende von Print kann auch eine gute Nachric

MADSACK-CEO Thomas Düffert beim Future Summit: "Das Ende von Print kann auch eine gute Nachricht sein

ID: 2173792

(ots) - Mit mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Medienunternehmen und Digitalwirtschaft hat die Initiative "The Future of German Media" beim ersten Summit in Hannover wichtige Impulse für die Branche gesetzt - und in selten erlebter Offenheit ehrlich und klar über die digitale Transformation gesprochen. Die von der MADSACK Mediengruppe initiierte Konferenz brachte am 21. und 22. Mai in der Alten Druckerei in Hannover führende Köpfe der Branche zusammen - neben Thomas Düffert (CEO MADSACK) standen unter anderem auch der ARD-Intendant Florian Hager, Newsfluencer Fabian Grischkat, Funke-Verlegerin Julia Becker, FAZ-Geschäftsführer Thomas Lindner, OMR-Gründer Philipp Westermeyer und LVZ-Chefredakteurin Hannah Suppa auf der Bühne. Im Fokus: die Zukunft des Qualitätsjournalismus in Deutschland.

Welche Geschäftsmodelle tragen in der Zukunft? Was macht im KI-Zeitalter die Qualität von Journalismus aus? Wie lange wird es die gedruckte Zeitung noch geben? Diese und viele andere Fragen diskutierten hochrangige Branchenexpertinnen und -experten beim ersten "Future Summit" in Hannover. Eingeladen hatte erstmals die MADSACK Mediengruppe, die mit dem Event eine neue Initiative für die Medienbranche ins Leben gerufen hat - ein Netzwerktreffen für den offenen und ehrlichen Austausch.

MADSACK-CEO Thomas Düffert hatte in seiner Keynote eine klare Botschaft für die Branche: "Das Ende von Print kann auch eine gute Nachricht sein", sagte er vor knapp 500 Branchenvertretern und nannte auch ein Datum: "Die Zwänge der Printproduktion werden wir vielleicht schon 2033 nicht mehr haben." Um den Wandel zum Digitalgeschäft erfolgreich zu bewältigen, "müssen wir den Kern des Journalismus auf die Straße kriegen", betonte der Madsack-Chef. Vertrauen und Relevanz seien dabei die Basis für erfolgreichen Journalismus. "Ohne beides zusammen haben wir kein tragfähiges Geschäftsmodell", betonte Düffert. Er betonte, dass aus seiner Sicht für Regionalverlage das Abo-Modell das Geschäftsmodell der Zukunft sei.



Bei einer anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von Victoria Reichelt und Sven-Oliver Clausen, zeigten sich unterschiedliche Sichtweisen auf den Zukunftsweg in der Branche: So betonte der t-online-Chefredakteur Florian Harms, auch auf kostenlose Inhalte und ein werbefinanziertes Reichweitenmodell setzen zu wollen, um Inhalte einer breiten Masse an Menschen verfügbar zu machen. Neben Harms und Düffert stellten sich auch Funke-Verlegerin Julia Becker, Kai Röhrbein (Deutscher Lokalmedienverband) und der neue ARD-Intendant Florian Hager der Diskussion. Hager sprach sich dafür aus, Kooperationen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und der privatwirtschaftlichen Medienunternehmen stärker voranzutreiben. "Es gibt mehr, was uns verbindet, als uns trennt" so der ARD-Intendant.

Impulse von führenden Branchenstimmen

Newsfluencer Fabian Grischkat hielt den Branchenvertretern den Spiegel vor - und empfahl den Verlagen, auf Plattformen wie TikTok und Instagram aktiver und experimentierfreudiger zu sein. Er betonte zudem, dass die GenZ klassische Medienmarken kaum mehr kenne - und es daher vor allem auf eine zeitgemäße Präsentation der Inhalte ankäme.

FAZ-Geschäftsführer Thomas Lindner gab seltene Einblicke in die digitale Transformation der überregionalen Traditionszeitung. Der Erfolg sei vor allem auf einen konsequenten digitalen Vertrieb zurückzuführen, auf den es ankommt. "Die Zukunft braucht Ausdauer - wir haben sie", sagte Lindner.

Aus New York war Greg Piechota, Chef-Researcher der International News Media Association, zugeschaltet - dort fand parallel der INMA-World Congress statt. Piechota sprach über die Zukunft der Medien im Zeitalter von KI und der Creator Economy.

Hannah Suppa, Chefredakteurin der "Leipziger Volkszeitung", die zur MADSACK Mediengruppe gehört, betonte in ihrem Vortrag, Regionalredaktionen müssten aufhören, nach der "Print-Pfeife" zu tanzen, sondern die Redaktionsarbeit komplett auf das Digitale ausrichten: "Wir müssen endlich loslassen." Als Beispiele nannte sie Thementeamstrukturen für eine neue inhaltliche Tiefe, eine Newsletter-first-Strategie und den Fokus auf neue Formate wie Story-Podcasts.

Insgesamt standen 22 Speakerinnen und Speaker auf der Bühne in Hannover:

Philipp Westermeyer (OMR), Raoul Roßmann (Rossmann), Thomas Düffert (MADSACK), Julia Becker (FUNKE), Greg Piechota (INMA), Ellen Heinrichs (Bonn Institute), Fabian Grischkat (Newsfluencer), Katrin Gottschalk (taz), Thomas Lindner (FAZ), Florian Hager (hr/ARD), Hannah Suppa (Leipziger Volkszeitung), Kai Röhrbein (VDL), Florian Harms (t-online), Rhys Nölke (Bertelsmann), Julia Blust (Südkurier), Lina Timm (RND Fortis), Jens Ostrowski (Ruhr Nachrichten), Astrid Maier (dpa), Arnd Stessun (hcsb.digital), Annette Binninger (Sächsische Zeitung), Denni Klein (MADSACK) und Robert Kuhne (TAG24).

Plattform für Austausch, Innovation und Fortschritt

"Die Transformation der Medienbranche kann nur gelingen, wenn wir uns vernetzen und unterhaken. Wir haben mit dem Summit ein Forum für ehrlichen Austausch und konkrete Lösungsansätze geschaffen - ein Angebot, das angenommen wurde", resümiert Thomas Düffert, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der MADSACK Mediengruppe.

"The Future of German Media" versteht sich als offenes Forum für die Medienbranche, mit dem Ziel, den digitalen Wandel aktiv zu gestalten. Das Event soll nach dem starken Auftakt 2026 fortgeführt werden.

Weitere Informationen und weitere Bilder zur Veranstaltung sind zur weiteren Verwendung online abrufbar unter: https://futureofgermanmedia.de

Über MADSACK

Die MADSACK Mediengruppe sieht das Zukunftspotenzial in regionalen und lokalen Medien. Zum Portfolio zählen 20 Zeitungstitel, das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), RND OnePlatform, reichweitenstarke Digitalangebote sowie Anzeigenblätter. Heute verzeichnen die Titel von MADSACK insgesamt 1,4 Mio. Abonnements, bestehend aus rund 500.000 Print-Abos, 280.000 Digital-Only-Abos und 500.000 Newsletterabos. Dazu beziehen rund 110.000 Abonnentinnen und Abonnenten die Kombination aus Print und E-Paper. Zum Verbund gehören zudem diverse, auf Verlagsdienstleistungen spezialisierte Tochterunternehmen sowie Eigengründungen und Beteiligungen aus den Bereichen Film- und Fernseh-produktion, Digitalgeschäft, Post und Logistik, Werbung und Kommunikation.

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