Neue Samsara-Studie: So lassen sich gefährliche Ablenkungen am Steuer verhindern
(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)(firmenpresse) - Der Bericht "Hinter dem Lenkrad - Ablenkung in physischen Betriebstätigkeiten" beleuchtet Ursachen, Technologien und Präventionsstrategien, die im gewerblichen Verkehr entscheidend sein können - sowohl für die Sicherheit als auch für die Mitarbeiterbindung.
Die Studie basiert auf einer repräsentativen Befragung von 1.550 gewerblichen Fahrern in sieben Ländern, darunter 250 aus Deutschland. Die Ergebnisse zeichnen ein deutliches Bild: Ablenkung am Steuer ist ein reales, unterschätztes Risiko, aber auch eine enorme Chance für moderne Prävention.
Beinaheunfälle durch Ablenkung
58 Prozent der deutschen Fahrer gaben an, im vergangenen Jahr mindestens einen Beinaheunfall erlebt zu haben, weil sie abgelenkt waren. Neun von zehn Befragten berichteten zudem von konkreten Konsequenzen, darunter Bußgelder, wie etwa Handy am Steuer (38 Prozent), Schäden am Fahrzeug (36 Prozent) oder rechtliche Auseinandersetzungen, d.h. wenn daraus ein Unfall oder Schaden folgt, der juristisch geklärt werden muss (34 Prozent).
Sich auf die Straße zu konzentrieren, bleibt eine Herausforderung, da 70 Prozent der Fahrer in Deutschland angeben, oft von ihren persönlichen Mobilgeräten abgelenkt zu werden. Das Lesen und Senden von Nachrichten (32 Prozent), das Telefonieren (31 Prozent) und das Scrollen in sozialen Medien (29 Prozent) gehören zu den am häufigsten identifizierten Ablenkungen.
Doch Ablenkung am Steuer ist längst nicht nur eine Frage privater Smartphone-Nutzung. 56 Prozent der Fahrer in Deutschland nutzen ihr Mobiltelefon oder andere Technologien während der Fahrt für arbeitsbezogene Aufgaben - oft aus der Notwendigkeit heraus.
Dabei wünschen sie sich gezielte Unterstützung durch ihre Arbeitgeber: An erster Stelle stehen verbesserte Kommunikationssysteme, die berufliche Anrufe und Nachrichten während der Fahrt auf das Nötigste beschränken (46 Prozent). Fast ebenso wichtig ist die Einführung klarer Richtlinien, bei denen Sicherheit Vorrang vor Termindruck hat (43 Prozent). Auch eine optimierte Routenführung und präzise Navigation in der Fahrerkabine würden laut 41 Prozent der Fahrer helfen, Ablenkungen zu vermeiden.
Die Ergebnisse zeigen deutlich: Wer Sicherheit fördern will, muss Fahrern Technologie an die Hand geben, die sie unterstützt und nicht zusätzlich belastet.
Technologie als Teil der Lösung, nicht des Problems
Trotz aller Herausforderungen sehen die Befragten die Lösung nicht in pauschalen Verboten, sondern in smarter Technologie. Besonders gefragt sind präzise, KI-gestützte Erkennungssysteme, die gefährliches Verhalten frühzeitig erkennen und durch visuelle oder akustische Hinweise darauf reagieren. 49 Prozent der Fahrer nennen diese als die wichtigste technologische Maßnahme zur Vermeidung von Unfällen. Dashcams und Echtzeitfeedback erhöhen das Sicherheitsbewusstsein nachweislich. 96 Prozent der Fahrer bestätigen, dass sie sich durch die Auswertung eigener Aufnahmen ihres Verhaltens bewusster geworden sind.
Fahrer wollen Unterstützung und Verantwortung
Die Studie zeigt außerdem: Fahrende wünschen sich klare, realitätsnahe Regeln und Unterstützungsmaßnahmen, statt restriktiver Vorgaben. 80 Prozent würden ihrem Unternehmen treu bleiben, wenn es sich nachweislich für ihre Sicherheit engagiert. Statt reiner Kontrolle bevorzugen 86 Prozent positive Verstärkung wie Anerkennung und Anreize.
In Deutschland zeigt sich bereits ein hoher Professionalisierungsgrad: 91 Prozent der befragten Fahrer erhalten regelmäßig Schulungen, 94 Prozent berichten von positiven Effekten auf ihr Fahrverhalten. 64 Prozent der Fahrer bevorzugen digitale Plattformen als Schulungsmethode. Das unterstreicht den Trend zu einer technologiegetriebenen und leicht zugänglichen Weiterbildung in der Branche.
Bessere Kommunikation, bessere Routenführung, besseres Sicherheitsgefühl
Neben technologischen Lösungen wünschen sich 49 Prozent der Fahrer vor allem verbesserte Kommunikationssysteme, die arbeitsbezogene Unterbrechungen während der Fahrt reduzieren. Auch eine bessere Routenführung und klarere Navigationshilfen wurden häufig genannt. Ziel muss es sein, Technologien so zu gestalten, dass sie verbinden, nicht ablenken.
Sicherheit wird zur Schlüsselressource für Fahrerbindung
"Unsere Kunden berichten immer wieder, dass sich Investitionen in Sicherheit nicht nur durch weniger Unfälle, sondern auch durch zufriedenere Fahrer und geringere Fluktuation auszahlen", erklärt Evan Welbourne, Head of AI & Data bei Samsara. "Die Kombination aus KI-gestützter Prävention, positiver Verstärkung und gezieltem Coaching verändert den Alltag auf der Straße und bringt echten Mehrwert für Fahrer, Unternehmen und Gesellschaft."
Politische Perspektive: Forderung nach klaren Vorgaben
Ein Großteil der Fahrer wünscht sich zudem regulatorische Unterstützung. So befürworten 58 Prozent verpflichtende Sicherheitsfeatures wie Warnsysteme in der Kabine. Die Politik sei gefragt, klare Standards zu schaffen, um die flächendeckende Einführung sicherheitsrelevanter Technologien voranzutreiben.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Über den Bericht
Der vollständige Report "Hinter dem Lenkrad - Ablenkung in physischen Betriebstätigkeiten" ist ab sofort verfügbar und liefert detaillierte Einblicke, Handlungsempfehlungen sowie internationale Vergleichsdaten. Weitere Informationen finden Sie hier.
Über Samsara
Samsara (NYSE: IOT) ist der führende Anbieter der Connected Operations® Plattform. Das Unternehmen unterstützt Betriebe mit physischen Betriebsabläufen dabei, durch die intelligente Nutzung von IoT-Daten ihre Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit zu verbessern. Mit Zehntausenden Kunden in Nordamerika und Europa gehört Samsara zu den Technologieführern in Branchen wie Transport, Bau, Logistik, Einzelhandel und öffentlicher Dienst.
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Datum: 28.05.2025 - 12:00 Uhr
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