Digital Networks Act wird das Fundament des digitalen Binnenmarktes
Wettbewerbsorientierter Rahmen ist Grundpfeiler einer zukunftsfähigen Telekommunikationslandschaft
Der DNA, der den Europäischen Kodex für elektronische Kommunikation (EECC) ablösen soll, ist eine riesige Chance, um Europa und Deutschland digital fit zu machen. Neben einer Vereinfachung des Rechtsrahmens, dem Abbau bürokratischer Hürden und der Ergänzung weiterer Instrumente zur Beschleunigung des Ausbaus von 5G- und Glasfasernetzen muss dabei ganz klar die Absicherung und Förderung eines dynamischen Wettbewerbs im Telekommunikationsmarkt im Vordergrund stehen. Nur damit lassen sich die zu Recht ambitionierten Digitalziele der Kommission realisieren und langfristig absichern. Der Anspruch der Kommission, bahnbrechende Veränderungen auf den Weg zu bringen, darf jedoch dem digitalen Binnenmarkt nicht die Basis entziehen.
“Der digitale Binnenmarkt ist bunt und vielfältig und existiert nur aufgrund der vielen Unternehmen im Markt, die seit der Liberalisierung der Telekommunikationsmärkte für Anbietervielfalt, Innovationen und Verbraucherwohlfahrt gesorgt haben,” mahnt der Geschäftsführer. “Wenn nun im Zuge des Bürokratieabbaus die Deregulierung marktbeherrschender Unternehmen forciert werden soll, riskiert man jegliche Chance auf internationale Wettbewerbsfähigkeit.”
Dort, wo der Wettbewerb ohne Regulierung nicht funktioniert – in Deutschland werden weiterhin fast 70 Prozent aller Breitbandanschlüsse über das Netz der Deutschen Telekom realisiert - müssen weiterhin effektive Eingriffsinstrumente für die Marktaufsicht verfügbar sein.
Milliardenschwere Investitionen in die digitale Infrastruktur und ein intensiver Wettbewerb um die vielen Millionen Privat- und Geschäftskunden benötigen Planungssicherheit und effektiven Schutz vor Marktmachtmachtmissbrauch. Ein schlanker, zukunftsfähiger und moderner Rechtsrahmen funktioniert daher nur dann, wenn auch eine Vielzahl von Unternehmen vor-handen ist, die von ihm profitieren. Die Europäische Kommission und besonders die Bundesregierung müssen sich im weiteren Konsultationsprozess daher klar zu einem wettbewerbsbasierten Regulierungsrahmen bekennen.
Ein konkretes Risiko wäre die Rücknahme von Zugangspflichten auf Basis signifikanter Marktmacht (SMP). Eine solche Entwicklung würde den Verbraucherinnen und Verbrauchern, aber auch den vielen Unternehmen massiv schaden, Wettbewerb gefährden und eine Remonopolisierung des Marktes begünstigen.
„Wer Europas digitale Zukunft wirklich sichern will“, so Dr. Ufer, „darf nicht die Instrumente abschaffen, die den Aufbau eines wettbewerblichen Telekommunikationsmarktes über
Jahrzehnte erst ermöglicht haben. Sie sind unverzichtbar für Innovation, Investitionen und fairen Zugang.“
Nur ein klar definierter und auf SMP-Regulierung basierender Rahmen könne Investitionssicherheit, Innovationskraft und Wahlfreiheit der Verbraucher dauerhaft sichern.
Dem VATM gehören die größten deutschen Telekommunikationsunternehmen an, insgesamt rund 180 auch regional anbietende Netzbetreiber, Diensteanbieter aber auch Zulieferunternehmen. Zudem steht der Verband für wichtige Investoren, die den Glasfaserausbau in Deutschland deutlich voranbringen werden. Die VATM-Mitgliedsunternehmen versorgen 80 Prozent aller Festnetzkunden und nahezu alle Mobilfunkkunden außerhalb der Telekom. Seit der Marktöffnung im Jahr 1998 haben die Wettbewerber im Festnetz- und Mobilfunkbereich Investitionen in Höhe von rund 127 Milliarden Euro vorgenommen. Sie investieren auch am stärksten in den zukunftssicheren Glasfaserausbau direkt bis in die Häuser. 86 Prozent der Haushalte, die gigabitfähige Anschlüsse nutzen, sind Kunden der Wettbewerber.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Dem VATM gehören die größten deutschen Telekommunikationsunternehmen an, insgesamt rund 180 auch regional anbietende Netzbetreiber, Diensteanbieter aber auch Zulieferunternehmen. Zudem steht der Verband für wichtige Investoren, die den Glasfaserausbau in Deutschland deutlich voranbringen werden. Die VATM-Mitgliedsunternehmen versorgen 80 Prozent aller Festnetzkunden und nahezu alle Mobilfunkkunden außerhalb der Telekom. Seit der Marktöffnung im Jahr 1998 haben die Wettbewerber im Festnetz- und Mobilfunkbereich Investitionen in Höhe von rund 127 Milliarden Euro vorgenommen. Sie investieren auch am stärksten in den zukunftssicheren Glasfaserausbau direkt bis in die Häuser. 86 Prozent der Haushalte, die gigabitfähige Anschlüsse nutzen, sind Kunden der Wettbewerber.
Datum: 06.06.2025 - 13:38 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2176975
Anzahl Zeichen: 4218
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Maria SchlechterThomas Peter
Stadt:
Berlin/Brüssel
Telefon: +49 (221) 37677-18+49 (221) 37677-23
Kategorie:
Information & TK
Diese Pressemitteilung wurde bisher 291 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Digital Networks Act wird das Fundament des digitalen Binnenmarktes"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e. V. (VATM) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die jüngsten Äußerungen der Deutschen Telekom in Stellungnahmen oder im Rahmen des Stakeholder-Dialogs zeigen deutlich: Wenn es nach dem Willen des Ex-Monopolisten geht, wird es so schnell keine flächendeckende Versorgung mit Glasfaser geben. An die Stelle eines wettbewerblich ausgelösten Inves
Monopolkommission warnt vor neuer Marktdominanz– VATM fordert entschlossenes Handeln der Bundesnetzagentur ...
Entschlossene regulatorische und politische Maßnahmen zur Stärkung des Wettbewerbs auf dem TK-Markt fordert der VATM anlässlich des heute vorgestellten Sektorgutachtens Telekommunikation der Monopolkommission. „Die Kommission hat heute explizit davor gewarnt, dass die Deutsche Telekom ihre Mark
VATM begrüßt Eckpunktepapier der Bundesnetzagentur zum Geschäftskundenmarkt: wichtiger Schritt für mehr Wettbewerb im Geschäftskundenmarkt ...
Weitreichende Vorschläge für eine Neujustierung der regulatorischen Rahmenbedingungen auf dem Geschäftskundenmarkt hat die Bonner Regulierungsbehörde in einem jetzt vorgelegten Eckpunkte- und Diskussionspapier gemacht. „Die Bundesnetzagentur kommt zu der Erkenntnis, dass sich die bisherige Reg
Weitere Mitteilungen von Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e. V. (VATM)
Bis in jede Mietwohnung: So sieht es mit Glasfaser in Deutschlands Häusern aus – Untersuchung zeigt Erfolge und Herausforderungen beim Highspeed-Internet ...
Flächendeckend Glasfaser bis in jede (Miet-)Wohnung, das ist das Ziel der neuen Bundesregierung. Doch wie weit ist Deutschland bislang, wenn es um die Versorgung der Wohnungen mit hochleistungsfähiger Infrastruktur geht? Die beiden Wettbewerber-Verbände ANGA und VATM haben jetzt erstmals eine Stu
Das Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol schreitet digital in die Zukunft ...
Das Wegeleitsystem des Bezirkskrankenhauses St. Johann in Tirol war über die Jahre aufgrund stetig neu hinzukommender Abteilungen zu einem Schilderwald angewachsen. Dazu kam die Sonderanforderungen, dass in einem Krankenhaus nicht immer alle Abteilungen geöffnet haben. Die statische Beschilderung
Mobile Geräte im Griff – mit COSYS und SOTI MobiControl ...
In vielen Unternehmen gehören mobile Endgeräte längst zum Arbeitsalltag. Ob Smartphones, Tablets oder MDE-Geräte – sie sind aus Vertrieb, Logistik, Lager und Außendienst nicht mehr wegzudenken. Doch mit der steigenden Anzahl an Geräten wächst auch die Herausforderung: Geräteausfälle, unei
Rückschau: Controlware auf dem Europäischen Polizeikongress 2025 in Berlin ...
Dietzenbach, 03. Juni 2025 - Controlware informierte auf dem Europäischen Polizeikongress 2025 in Berlin über die Realisierung sicherer und leistungsfähiger IT-Infrastrukturen, die passgenau auf die Anforderungen von Sicherheitsbehörden zugeschnitten sind. Auf einer der größten internationalen




