„Das geheime Stockwerk“ überzeugt die Kinderjury: Zwei „Goldene Spatzen“ für internationale Kino-Koproduktion unter Federführung des MDR
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(ots) - Der internationale Kinder- und Jugendfilm „Das geheime Stockwerk“ (MDR/BR/SWR/HR/ORF) hat in der Kategorie Fiktion Langfilm das 33. Deutsche Kinder Medien Festival „Goldener Spatz“ gewonnen. Eine weitere Trophäe ging an „Das geheime Stockwerk“ für Maximilian Reinwald als „Bester Hauptdarsteller“. Das KiKA-Doku-Format „Schau in meine Welt!“ erhielt ebenfalls eine Auszeichnung
Anke Lindemann, MDR-Redaktionsleiterin Kinder und Jugend:
„Mit dem ‚Geheimen Stockwerk‘ gehen wir auf Zeitreise in das dunkle Kapitel des Holocausts. Durch einen Kriminalfall und eine sich entwickelnde Freundschaft zwischen Karli aus dem Heute und Hanna aus dem Damals, finden auch Kinder einen Zugang zum Thema und nehmen erste Anregungen mit, um das Gespräch zu suchen zu Eltern, Großeltern und allen mit denen sie Zeit verbringen. Dieser Film fordert auf zum miteinander reden! Herzlichen Glückwunsch an das ganze Team hinter diesem relevanten Film!“
Zum Inhalt des Films:
Karli wollte eigentlich nur mit einem alten Hotelfahrstuhl fahren – und findet sich plötzlich im Jahr 1938 wieder. In der Vergangenheit lernt er Hannah und Georg kennen. Als Georg des Diebstahls beschuldigt wird, beginnt für die drei eine gefährliche Spurensuche. Doch je tiefer Karli in die Vergangenheit eintaucht, desto mehr erkennt er, dass es um mehr geht als um einen Kriminalfall.
Die Jurybegründung: „‘Das geheime Stockwerk‘ hat den „Goldenen Spatz“ verdient, da man durch gute Schauspieler, Kleidung und gut angepasste Requisiten viel über die Vergangenheit lernen konnte. Die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg ist perfekt für diesen wunderbaren Film. Es ist eine mutige Entscheidung, ein solch schwieriges, aber dennoch wichtiges Thema kreativ und fantasievoll zu verfilmen. Die Geschichte war ernsthaft, aber dennoch kindgerecht erzählt, wodurch das Thema Nationalsozialismus langsam und verständlich an die Zuschauer herangeführt wurde. Ein Fahrstuhl als Zeitreisemaschine wurde gut gewählt, und auch die Grundregel des Zeitreisens wurde eingehalten. Diese besagt, dass man die Vergangenheit nicht verändern darf. Abschließend kann man sagen, dass es ein sehr abwechslungsreicher Fantasyfilm mit Krimiatmosphäre und einer Vielzahl an Informationen über den Nationalsozialismus ist. Aus diesen Gründen ist der Film der Gewinner in dieser Kategorie.
Geplanter Kinostart ist voraussichtlich März 2026. Bei KiKA wird der Film voraussichtlich 2027 gezeigt.
„Das geheime Stockwerk“ wird von der Kevin Lee Film zusammen mit AMOUR FOU Vienna und AMOUR FOU Luxembourg produziert. Drehbuch und Idee stammen von Antonia Rothe-Liermann und Katrin Milhahn. Als koproduzierende Sender sind unter Federführung des MDR auch BR, SWR, HR und ORF beteiligt. Gefördert wird das Projekt vom Film Fund Luxemburg, dem Österreichischen Filminstitut (ÖFI), der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), dem Deutschen Filmförderfonds (DFFF), der Nordmedia, der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) und weiteren.
Der „Goldene Spatz“ für den besten Langfilm ist mit dem 1.500 Euro dotierten Sonderpreis des Thüringer Ministerpräsidenten verbunden, der an den Regisseur Norbert Lechner für „Das geheime Stockwerk“ geht.
Einen „Goldenen Spatz in der Kategorie „Beste:r Darsteller:in“ erhielt Maximilian Reinwald in seiner Rolle als Georg in „Das geheime Stockwerk“.
Die Jury begründet die Vergabe wie folgt: „Wir finden, dass Maximilian Reinwald die Rolle als Schuhputzer Georg im Film ‚Das geheime Stockwerk‘ gut darstellt. Er hat die Gefühle so rübergebracht, dass wir gut mitfühlen konnten. Sein Akzent hat zu der Rolle gepasst. Er hat die Rolle mit Leben gefüllt und hat uns in die Vergangenheit mitgenommen. Außerdem hat er seine Rolle sympathisch und glaubwürdig auf die Leinwand gebracht. Aus diesem Grund hat er den Goldenen Spatz als bester Darsteller verdient.“
Eine weitere Auszeichnung durch die Kinderjury erhielt „Loreley wird Fußballschiedsrichterin“ (rbb) aus dem KiKA-Doku-Format „Schau in meine Welt!“ (rbb/KiKA/Radio Bremen/SWR/MDR/hr). Die Dokumentation begleitet die elfjährige Loreley, die eine Ausbildung zur Schiedsrichterin absolviert und sich dabei gegen Jungs, Trainer und Fans am Spielfeldrand durchsetzt. Die Produktion von house of media im Auftrag des rbb (Redaktion: Anke Pelzer) überzeugte die Kinderjury in der Kategorie Non-Fiktion Kurzfilm.
Begründung der Jury: „Uns hat gefallen, dass gezeigt wurde, dass auch Mädchen Fußball spielen können. Der Film wurde gut und verständlich erzählt. Außerdem gab es gute Einblicke in Loreleys Leben. Es war schön zu sehen, dass ein so junges Mädchen so große Ziele hat und erreicht. Auch gut war, dass Loreley die Kamera nicht wahrgenommen hat und sich natürlich verhielt. Ein anderer guter Punkt war, dass man das Spiel auch aus der Sicht der Schiedsrichterin gesehen hat. Außerdem war schön zu sehen, dass ihr Bruder sie unterstützt hat und sie eine nette Begleitperson hatte. Wir gratulieren herzlich zum Gewinn des Goldenen Spatz!“
Nominiert war der MDR auch für den besonderen Kinderfilm „Der Prank – April, April!“ (KiKA/MDR/BR/HR) und die Dokumentation „Zirkuskind“ (Flare Film, HR, MDR, SWR).
Aus dem KiKA-Angebot waren viele weitere Formate nominiert: „Lenas Hof – Das mutterlose Ei“ (ZDF), „SAÏD & ANNA: Patient“ (SWR), „Zirkuskind“ (hr/MDR/SWR), „Schau in meine Welt!: Heavy Metal Dreams – Der erste eigene Song“ (hr), „Ich bin Ich: Elise mag Spinnen“ (rbb), „Das Camp in der Wildnis: Alles Nass!“ (BR), „Dunking Girls – Saisonstart“ (rbb/NDR) und „PUR+: Ich brauch‘ dein Blut!“ (ZDF).
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Datum: 06.06.2025 - 18:00 Uhr
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