Neuer europäischer Glanz im Golfsport
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Turniere wie die BMW International Open werden immer bedeutsamer

(PresseBox) - Es sind großartige Zeiten für das europäische Golf. Vorigen Sonntag gewann mit dem Nordiren Graeme McDowell erstmals seit 40 Jahren ein Spieler vom Alten Kontinent die Offenen Meisterschaften von Amerika, die US Open. Auch die beiden bisherigen Turniere der Weltserie World Golf Championship wurden 2010 von Profis der European Tour gewonnen. Und in der Weltrangliste stehen fünf europäische Profis unter den besten Zehn - erstmals in der Geschichte ist Europa damit stärker vertreten als die USA.
Noch vor exakt zwei Jahren fanden sich gerade einmal zwei Europäer in den Top Ten. Noch vor drei Jahren hatte kein Europäer im laufenden Millennium ein Majorturnier gewonnen. Es war die Rede von ewigen Talenten und von einer hoffnungslosen Unterlegenheit gegenüber den USA - was die Spieler anging wie auch die Turniere. Mit der US PGA Tour und ihrem attraktiven Markt im golfverrückten Amerika schien Europa nicht mithalten zu können.
Heute präsentiert sich die Situation sehr viel anders. Bei der BMW International Open 2010 sind dieses Wochenende genau so viele Weltranglistenpunkte zu erobern wie bei der parallel stattfindenden Travellers Championship in den USA - ein 100-prozentiger Indikator für die Stärke des Starterfeldes. Denn wie viele Zähler bei einem Turnier vergeben werden, richtet sich nach den Weltranglistenpositionen der teilnehmenden Spieler.
"Die European Tour ist unglaublich stark im Moment", sagt Ernie Els. Der Weltranglisten-Sechste ist zwar Südafrikaner, lebt aber hauptsächlich in Wentworth (England) und ist seit 1992 treues Mitglied der European Tour. "Wir können hier viele Punkte sammeln und deshalb haben wir auch so viele Spieler unter den Top Ten, Top 20, Top 30 der Weltrangliste."
Wie stark und ausgeglichen die European Tour geworden ist, musste Superstar Els in Eichenried am eigenen Leib erfahren. Mit 142 Schlägen (zwei unter Par) verpasste er den Cut. Er wird sich jetzt auf die British Open vorbereiten, das nächste Majorturnier in drei Wochen in St. Andrews. Auch dort kommen die Favoriten dieses Jahr aus Europa. "Ich bin fest davon überzeugt, dass ein Europäer dieses Jahr die Open gewinnen wird", sagt der Engländer Nick Dougherty, Sieger der BMW International Open 2009.
Für die European Tour zahlt sich momentan auch ihre langfristige Strategie aus. Seit Jahren kooperiert sie den Touren anderer Kontinente und trägt einen großen Teil ihrer Turniere in Asien, Südafrika oder Australien aus. Sie ist damit eine weltweit operierende Serie.
BMW unterstützt sie dabei wie kein anderes Unternehmen - als Official Car der European Tour sowie als Titelpartner und Mitveranstalter der BMW International Open, der BMW PGA Championship und der BMW Italian Open. Die Partnerschaften mit der Tour, der BMW International Open, der BMW PGA Championship wurden gerade erst um weitere vier Jahre bis 2014 verlängert. "Das gibt uns großes Selbstbewusstsein auf dem Weg in die Zukunft", sagte George O'Grady, Chief Executive der European Tour, dieser Tage in Eichenried.
Auch die Partnerschaft von BMW mit dem Ryder Cup wurde jüngst bis 2014 festgeschrieben. Beim alle zwei Jahre ausgetragenen Kontinentalwettkampf präsentieren sich die europäischen Golfer traditionell besonders stark. Von bislang vier Ausgaben in diesem Jahrtausend gewannen sie drei - obwohl sie oft nur als Außenseiter antraten.
Doch mit der Underdog-Rolle ist es ja inzwischen vorbei. Dieses Jahr vom 1. bis zum 3. Oktober in Celtic Manor (Wales) gehen Europas Profis unter ihrem schottischen Kapitän Colin Montgomerie als hohe Favoriten in den Ryder Cup.
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Datum: 27.06.2010 - 07:54 Uhr
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