Topell Energy und RWE Innogy bauen Anlage zur Herstellung von Biokohlepellets
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Topell Energy und RWE Innogy bauen Anlage zur Herstellung von Biokohlepellets
- Feierliche Grundsteinlegung für erste Anlage im industriellen Maßstab
- Produktionskapazität von 60.000 Tonnen im Jahr
- Einsatz der Biokohlepellets in niederländischen Kohlekraftwerken des Konzerns
- Weiterer Meilenstein für die erfolgreiche Entwicklung des Venture Capital-Engagements bei Topell Energy
Begleitet werden die Feierlichkeiten von der niederländischen Wirtschaftsministerin, Maria van der Hoeven, sowie Dr. Leonhard Birnbaum, Mitglied des Vorstandes der RWE AG, Ewout Maaskant, CEO von Topell Energy und Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der Essent N.V..
Dr. Leonhard Birnbaum, Mitglied des Vorstandes der RWE AG: "Heute zeigt sich, dass unsere Venture Capital Investition bei Topell absolut richtig war. Es war unser Ziel, ein neues Verfahren zur Herstellung effizienter Biokohle zu kommerzialisieren, das die Einsatzmöglichkeiten von Biomasse maßgeblich verbessert und erweitert. Wir stellen unseren Kraftwerkspark in den nächsten Jahren auf CO2-arme Stromerzeugung um. Die Anlage, deren Grundstein wir heute legen, ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung."
Das von Topell entwickelte Verfahren ermöglicht die kontinuierliche Produktion von Biokohlepellets im industriellen Maßstab. Das Herstellungsverfahren gewährt hohe Flexibilität beim Rohstoffeinsatz. Die Biokohle ist leicht zu transportieren. Bei einer kombinierten Verfeuerung mit herkömmlicher Kohle sind keine weiteren Infrastrukturmaßnahmen, wie z. B. die gesonderte Lagerung und Zerkleinerung notwendig. Als erstes Unternehmen wird die niederländische RWE-Tochter Essent für fünf Jahre die Biokohlepellets zur Verfeuerung in den Amer-Kohlekraftwerken abnehmen. Durch den Ersatz von fossilen Energieträgern durch Biomasse können signifikante CO2-Einsparungen erzielt werden.
Prof. Fritz Vahrenholt, Leiter der Geschäftsführung von RWE Innogy: "Mit der Torrefizierung von Biomasse lösen wir gleich drei Probleme, mit denen die Biomasse derzeit noch zu kämpfen hat: Im Gegensatz zu herkömmlich verfeuerten Holzhackschnitzeln verfügen die Biokohlepellets über eine deutlich höhere Energiedichte und wesentlich gleichmäßigere Verbrennungseigenschaften. Deshalb können sie ideal mit Kohle transportiert, gelagert und verbrannt werden. Damit kann eine bereits bestehende Infrastruktur dekarbonisiert werden."
Ewout Maaskant, Geschäftsführung von Topell Energy, betont: "Torrefizierung ist ein Schlüsselprozess zur Veredlung von Biomasse und ihrem Einsatz als Brennstoff in Kohlekraftwerken. Das hier in Duiven entstehende Werk wird eine der größten und modernsten Torrefizierungsanlagen der Welt sein. Ihr Baustart markiert einen wichtigen Meilenstein auf unserem Weg einer der führenden Anbieter für diese spezielle Veredlungstechnologie in einem schnell wachsenden Markt zu werden. Zugute kommt uns dabei die von uns angewandte und erprobte Reaktortechnologie zur Torrefizierung und ihre große Anwendbarkeit und Ausbaufähigkeit."
Über die Venture Capital Investition in Topell Energy hinaus investiert RWE Innogy in die Sicherung der Rohstoffbasis für den wachsenden Biomasse-Markt in Europa. So errichtet das Unternehmen derzeit im US-Staat Georgia für rund 120 Millionen Euro eine der weltweit größten Anlagen zur Herstellung von Biomassepellets mit einer Produktionskapazität von jährlich 750.000 Tonnen. Diese Pellets sollen sowohl in reinen Biomassekraftwerken als auch in Kohlekraftwerken von RWE in Europa zum Einsatz kommen. Durch ihren Einsatz können im Jahr im Vergleich zu einem konventionellen Steinkohlekraftwerk in Deutschland rund eine Million Tonnen CO2 eingespart werden. Die Inbetriebnahme des Produktionsstandortes ist für 2011 geplant.
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Datum: 28.06.2010 - 11:47 Uhr
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