Schrumpfende Raucherzahlen: Was Deutschland von Schweden lernen kann
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Die Daten machen auch deutlich, welche Folgen ein pauschales Verbot hätte. Ein Drittel der Nutzer würde nach eigenen Angaben zur Zigarette zurückkehren, ein weiteres Drittel würde versuchen, sich über Online-Kanäle oder Auslandskäufe zu versorgen. Nur eine sehr kleine Minderheit von sechs Prozent würde ganz auf Nikotin verzichten. Solche Maßnahmen würden also nicht den Konsum beenden, sondern ihn zurück in schädlichere oder unregulierte Bereiche treiben.
In Deutschland gibt es bislang keine klare gesetzliche Regelung für Nikotinbeutel. Der Verkauf erfolgt über den sogenannten grauen Markt - Produkte sind verfügbar, bewegen sich aber in einer rechtlichen Grauzone. Diese Situation ist unbefriedigend für Konsumenten, Händler und den Gesundheitsschutz gleichermaßen. Ohne klare Regeln gibt es keine Qualitätssicherung, keine klare Alterskontrolle und keine zuverlässige Information für Verbraucher.
Was es dringend braucht, ist eine pragmatische Regulierung, die erwachsenen Rauchern einen legalen, sicheren Zugang zu Nikotinbeuteln ermöglicht - unter Einhaltung von Altersgrenzen, Produktsicherheit und sachlicher Aufklärung. Solche Maßnahmen funktionieren bereits in Ländern wie Schweden, das kurz davorsteht, Europas erste rauchfreie Nation zu werden. Dort liegt die Raucherquote bei nur noch etwa sechs Prozent - so niedrig wie in keinem anderen EU-Land. Entscheidend für diesen Erfolg ist der breite Zugang zu schadstoffarmen Nikotinprodukten wie Snus und Nikotinbeuteln.
Wenn wir den Tabakkonsum in der Bevölkerung wirklich reduzieren wollen, müssen wir auf Aufklärung und harm reduction setzen - nicht auf pauschale Verbote oder regulatorisches Wegsehen. Denn wer das verdrängt, was wirkt, hilft nicht. Er schadet.
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Fred Roeder
Managing Director
Consumer Choice Center
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Datum: 25.06.2025 - 06:55 Uhr
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