Kirschenernte 2025 voraussichtlich deutlich über dem Zehnjahresdurchschnitt

Kirschenernte 2025 voraussichtlich deutlich über dem Zehnjahresdurchschnitt

ID: 2181153

(ots) -
- Voraussichtlich 10,4 % mehr Kirschen als in den vergangenen zehn Jahren und 41,0 % höhere Ernte als im ernteschwachen Vorjahr
- Erwartete Süßkirschenernte übertrifft Zehnjahresdurchschnitt um 16,0 %,
- Sauerkirschenernte 4,5 % unter Zehnjahresdurchschnitt

Die deutschen Obstbaubetriebe erwarten in diesem Sommer eine höhere Kirschenernte als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach einer ersten Ernteschätzung zum Stichtag 10. Juni 2025 mitteilt, gehen die Betriebe für das Jahr 2025 von einer Gesamterntemenge für Süß- und Sauerkirschen von 49 900 Tonnen aus. Damit wird die Kirschenernte voraussichtlich um 41,0 % höher ausfallen als im ernteschwachen Vorjahr (35 400 Tonnen) sowie um 10,4 % über dem Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2024 (45 200 Tonnen) liegen.

Süßkirschenernte voraussichtlich 36,8 % über dem niedrigen Vorjahresniveau

Die bundesweite Süßkirschenernte wird 2025 nach ersten Schätzungen mit 38 200 Tonnen deutlich über dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre liegen (+16,0 %). Verglichen mit dem besonders ertragsschwachen Erntejahr 2024 wird eine um 36,8 % höhere Süßkirschenernte erwartet.

Die diesjährige Ernteschätzung für die Süßkirschen fällt bundesweit durchweg positiv aus. In allen Bundesländern werden deutlich höhere Erträge erwartet als im Vorjahr. Grund für die höheren Ernteerwartungen im Sommer 2025 sind mildere Witterungsbedingungen zur Blütezeit, etwa das Ausbleiben von Spätfrösten und starken Niederschlägen. Von diesen Einflussfaktoren waren einzelne Regionen jedoch sehr unterschiedlich betroffen: In Baden-Württemberg, dem bedeutendsten Bundesland für den Süßkirschenanbau, werden dieses Jahr auf einer Anbaufläche von 2 600 Hektar voraussichtlich 18 900 Tonnen Süßkirschen (+6,2 % zum Vorjahr) geerntet. Die Obstbaubetriebe in Niedersachsen erwarten auf 500 Hektar Anbaufläche mit 3 700 Tonnen eine deutlich höhere (+24,1 %) Erntemenge gegenüber dem Vorjahr. Rheinland-Pfalz liegt bezogen auf die geschätzte Erntemenge mit 3 600 Tonnen (+72,3 %) und 700 Hektar Anbaufläche aktuell auf Platz 3 der bedeutendsten Bundesländer für den heimischen Süßkirschenanbau. Insgesamt werden in Deutschland auf 5 700 Hektar Süßkirschen angebaut.



Erwartete Sauerkirschenernte um 56,6 % höher als im ernteschwachen Vorjahr

Nach ersten Schätzungen werden 2025 etwa 11 700 Tonnen Sauerkirschen geerntet. Die Erntemenge fällt damit im Vergleich zum zehnjährigen Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2024 voraussichtlich um 550 Tonnen (-4,5 %) geringer aus. Verglichen mit dem besonders ertragsschwachen Erntejahr 2024 wird eine um 56,6 % höhere Sauerkirschenernte erwartet. Ursache für die positiven Ernteerwartungen sind auch im Sauerkirschenanbau die guten Wetterbedingungen im Frühjahr.

Zwei Drittel der gesamten Anbaufläche für Sauerkirschen (1 500 Hektar) befinden sich in drei Bundesländern. Die größte Anbaufläche liegt mit 460 Hektar in Rheinland-Pfalz, gefolgt von Sachsen mit 300 Hektar und Baden-Württemberg mit 240 Hektar. Die Ernteentwicklung zeigt bei Sauerkirschen im Vergleich zum Vorjahr deutliche regionale Unterschiede: in Rheinland-Pfalz werden mit 3 700 Tonnen fast doppelt so viele Sauerkirschen erwartet wie 2024 (1 900 Tonnen; +91,9 %), während die diesjährige Erntemenge in Baden-Württemberg mit 2 700 Tonnen um knapp ein Drittel (-31,6 %) geringer als 2024 (3 900 Tonnen) eingeschätzt wird. In Sachsen, wo die Ernte im Vorjahr fast komplett ausgefallen war (100 Tonnen), werden 2025 voraussichtlich 1 800 Tonnen Sauerkirschen erwartet.

Methodische Hinweise:

Die Flächenangaben der aktuellen Kirschenernteschätzung im Marktobstbau basieren auf der letzten Baumobstanbauerhebung 2022 mit geringfügigen Anpassungen.

Weitere Informationen:

Detaillierte Ergebnisse zum Baumobst sind in der Datenbank GENESIS-Online über die Tabellen 41243 abrufbar.

Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.

Weitere Auskünfte:
Baumobstanbau und -ernte,
Telefon: +49 611 75 8660
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