Multitasking ist ein Geschlechtermythos / Warum auch Frauen ihre Pausen nicht erst verdienen müssen

Multitasking ist ein Geschlechtermythos / Warum auch Frauen ihre Pausen nicht erst verdienen müssen

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(ots) - "Lass Dich nicht stressen!" Was sich so leicht sagt, ist gerade für Frauen oft eine echte Herausforderung, denn sie übernehmen in unserer Gesellschaft die Care-Arbeit. In der Beziehung, Familie, im Beruf - überall sind Frauen die Feel-Good-Managerinnen, die mit Aufmerksamkeit, Fürsorge, Struktur und Engagement alles am Laufen halten. Doch die vermeintliche Multitasking-Fähigkeit ist ein Mythos. In Wirklichkeit kostet es viel Energie, ständig zwischen tausend Themen zu switchen. Ohne ausreichende Pausen leiden Körper und Psyche unter dieser permanenten Herausforderung. "Zeit umzudenken!", haben sich die Stressexpertinnen Sue Fengler (Stresscoach) und Doreen Buceta-Hager (Ernährungsberaterin, Stress- und Schlafcoach) gedacht und darin eine klare Mission erkannt: Frauen zu unterstützen, dem täglichen Druck bewusster und gelassener zu begegnen. Mit fundiertem Know-how und frischen Impulsen zeigen sie Wege auf, wie sich Stressfaktoren entschärfen und neue Energiequellen erschließen lassen - alltagstauglich, nachhaltig und mit viel Empathie.

Warum Frauen mehr Stress erleben

Frauen fühlen sich häufiger gestresst als Männer. Das ist das Ergebnis einer großen Forsa-Umfrage aus dem Mai 2023, bei der 1004 Erwachsene in Deutschland befragt wurden. Ihr zufolge gab jede zweite Frau an, häufig oder sehr häufig unter Druck zu stehen, während das nur bei 37 Prozent der Männer der Fall war. Zudem hatte der Stress in den vergangenen ein bis zwei Jahren zugenommen.[1] Noch ein geschlechterspezifischer Unterschied sind die hohen Ansprüche an sich selbst, die Frauen viel häufiger als Stressauslöser benannten als Männer. Erschwerend hinzu kommen gesellschaftliche Unterschiede, die es auch in Deutschland noch immer gibt: namentlich der Gender-Care-Gap. Und dazu gehört nicht nur die Pflege von Babys und Kleinkindern - vielmehr sind es unzählige "unsichtbare" Aufgaben, die frau ganz automatisch übernimmt: Haushalts-, Familien- und Beziehungsmanagement. Die Blumen und Karten zum Geburtstag von Mitarbeitenden, Nachbarn und Bekannten, die Kleinigkeiten, die "man" aus dem Drogeriemarkt benötigt, der soziale Austausch mit der Kindergärtnerin, dem Briefträger oder Handwerker - mal ehrlich: Wer denkt an all diese Kleinigkeiten, die zusammen eben doch einen ganz schönen Workload bedeuten? Frauen sind - zumindest überwiegend - für die Sorgearbeit zuständig. Die Arbeit, die man nicht sieht, die selten bezahlt wird und die doch nicht spur- und folgenlos bleibt.



Was mentaler Stress für den Körper bedeutet

Stress passiert vor allem im Kopf - könnte man meinen. Doch alle, die schon einmal im Straßenverkehr eine Gefahr erst im letzten Moment bemerkt haben, wissen: Stress macht ganz schnell ganz viel im Körper. Die Körperreaktionen sind dieselben, wie bei drohender Gefahr. Das Herz rast, wir bekommen ein beklemmendes Gefühl in der Brust, uns bricht der kalte Schweiß aus. Einige Minuten später werden wir zittrig, bekommen weiche Knie und benötigen dringend ein Glas Wasser und einen Snack. Denn bei Gefahr reagiert unser Nervensystem blitzschnell: Adrenalin wird ausgeschüttet und sorgt dafür, dass wir hellwach und hoch aufmerksam sind, uns im Notfall verteidigen oder weglaufen können. Ist die Gefahr gebannt, müssen die verbrauchten Reserven, die der Körper in Windeseile bereitgestellt hat, wieder aufgefüllt werden. Der Blutzucker sinkt und wir benötigen Flüssigkeit. Das heißt: Unser Körper reagiert auf Stress noch immer so, wie es in der Urzeit nötig war, als wir der Gefahr durch wilde Tiere ausgesetzt waren. Nur sind die Gefahren und Stressoren in der heutigen Zeit andere - und die Körperreaktionen sind dafür nicht immer hilfreich.

Ein Buch für Menschen, die keine Zeit zum Lesen haben

Was in unserem Körper passiert, wenn Stress chronisch wird, und welche Rolle Magnesium für unser Nervensystem spielt, wissen Stresscoach Sue Fengler (Autorin von "Less stress in your 30s") und Ernährungsberaterin Doreen Buceta-Hager, die ihren Klientinnen und Klienten mit alltagstauglichen Tipps helfen, sowohl entspannt als auch mit mehr Energie durch den Tag zu kommen. In ihre Beratung kommen häufig Frauen, die schier erdrückt werden von ihrem eigenen Mental Load: "Gleichzeitig soll man im Job erfolgreich sein und Haushalt, Familien- und Beziehungs-Management bewältigen und dabei entspannt sein." Die Bereiche neu aufzuteilen und umzudenken ist eine Mammut-Aufgabe für die gesamte Gesellschaft, findet Sue Fengler.

Ihre Klientinnen spüren den Stress nicht nur mental, sondern vor allem auch körperlich. "Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Erschöpfungssymptome, Schlafstörungen", benennt Doreen Buceta-Hager die klassischen körperlichen Beschwerden, mit denen Frauen zu ihr in die Praxis kommen. "Sie bringen das meist gar nicht direkt mit dem Stress in Verbindung", sagt sie und findet in ihrer Anamnese dann häufig doch vieles, was dafürspricht, dass alles zu viel ist.

Stress beeinflusst den Schlaf- und Nährstoffbedarf

Wer kennt es nicht: Wenn wir so richtig unter Druck stehen, wünschen wir uns nichts sehnlicher, als einmal in Ruhe ausschlafen zu können. Tatsächlich ist erholsamer Schlaf so eine Art Geheimwaffe gegen die Anspannung. Die Schwierigkeit dabei: Stress stört den Schlaf. Müdigkeit, Muskelzucken, Ein- und Durchschlafprobleme, sowie mitunter nächtliches Zähneknirschen und Wadenkrämpfe sind die Folge. Für Doreen Hager ist vor allem Letzteres ein guter Indikator für einen Magnesiummangel. "Magnesium ist neben den B-Vitaminen das absolute Antistressmineral, weil es sich beruhigend auf die Muskulatur und - gerade in Kombination mit B-Vitaminen - die Nerven auswirkt." Eine vollwertige, gesunde Ernährung ist gut und wichtig, doch ein Magnesiumbedarf von etwa 400 mg am Tag ist, selbst mit sehr viel Haferflocken, Bananen und Nüssen, schwer zu decken. Um die innere Unruhe abzubauen und gut in den Schlaf zu finden, bietet sich eine gezielte Magnesium-Einnahme, z.B. Magnesium-Diasporal® (Apotheke), am Abend an - am besten direkt zusammen mit B-Vitaminen. Außerdem empfiehlt Doreen Hager die Bildschirmzeit am Abend zu begrenzen, um die Produktion des Schlafhormons Melatonin nicht zu behindern, das Schlafzimmer zur handyfreien Zone zu erklären und ein Einschlafritual zu etablieren.

Pausen sind kein Luxus, sondern ein Grundbedürfnis

Trotz anderslautender Klischees: Der Mensch ist nicht Multitasking-fähig. Wir können uns nur auf eine Sache zurzeit wirklich konzentrieren. Permanent mit der Aufmerksamkeit zwischen vielen verschiedenen Aufgaben zu wechseln, führt zum sogenannten Switch-Cost-Effekt: Jeder Wechsel kostet wertvolle Energie, die uns dann für jede einzelne Tätigkeit fehlt. Wir verzetteln uns und haben das Gefühl vergesslich zu sein. Was dagegen hilft ist: sich eine echte Pause zu gönnen. Sich kurz auf seine Yogamatte legen, rausgehen oder das Haustier kraulen und wirklich innehalten. Das ist kein Luxus und muss auch nicht erst verdient werden - im Gegenteil: Es ist die Voraussetzung dafür, dass wir anschließend wieder mit ganzem Herzen und voller Konzentration bei der Sache sind. Stresscoach Sue Fengler rät, sich darauf zu besinnen, wo wir die Spannung im Körper spüren. Haben wir die Schultern hochgezogen, können wir sie bewusst fallen lassen. Sitzt die Spannung im Bauch, helfen Atemübungen. Die Zeit dafür sollten wir uns nehmen. Ganz kleine Routinen sind: ein Glas Wasser zu trinken, uns mit anderen Menschen zu treffen oder einfach den Platz zu wechseln - es muss nicht immer das Schaumbad sein. Auch eine gute Idee: uns bewusst zu werden, dass wir nicht immer funktionieren müssen.

Fazit: Gesundheit ist eine Entscheidung, die wir jeden Tag treffen können, mit ganz kleinen Schritten, die häufig Großes bewirken können.

Das Gespräch zum Thema Stressmanagement der Expertinnen Doreen Buceta-Hager und Sue Fengler im Youtube-Videopodcast "Klartext Frauengesundheit" @magnsesiumdiasporal (https://www.youtube.com/watch?v=5poJBxqEJ8M&list=PLPE6sQPsFMflSOzt8-OTJmXb_L3-o9OHl&index=3)

Weitere Informationen: www.diasporal.com

[1] Quelle aerzteblatt.de: https://ots.de/HoDIjr

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