Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: "Ein wichtiger Schritt für die Behandlung schwerstkranker Kinder
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Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: "Ein wichtiger Schritt für die Behandlung schwerstkranker Kinder"
Einigung bei Verträgen für Kinder-Palliativversorgung
Düsseldorf, 28.06.2010
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:
Die Krankenkassen und die Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln haben sich jetzt auf einen Vertrag zur häuslichen palliativmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen geeinigt. Ein inhaltsgleicher Vertrag soll mit der Uniklinik Münster geschlossen werden. Im Rheinland stehen entsprechende Verträge mit den Unikliniken Bonn und Düsseldorf ebenfalls vor dem Abschluss. "Damit sind wir bei der Versorgung schwerstkranker Kinder einen großen Schritt weiter. Mit den Verträgen wird die Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung unserer Landesinitiative zur ambulanten Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen im medizinischen und pflegerischen Bereich geschaffen", begrüßte Gesundheitsminister Laumann heute (28. Juni) in Düsseldorf die erzielte Einigung.
Rund 3.600 schwerstkranke Kinder und Jugendliche leben in Nordrhein-Westfalen ? etwa 360 von ihnen sterben jedes Jahr. "Wir wollen für die Betroffenen und ihre Angehörigen Rahmenbedingungen schaffen, damit die Kinder so lange wie möglich würdevoll und schmerzfrei leben können", erklärte Laumann.
Die ambulante pädiatrische Versorgung wird durch eine umfassende psychosoziale Betreuung und Begleitung der Angehörigen ergänzt. "Diese positive Entwicklung ist wegweisend für die Realisierung einer flächendeckenden Versorgung der betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie deren Angehörigen in Nordrhein-Westfalen", sagte der Minister. "Rund zehn Prozent der kranken Kinder und Jugendlichen benötigen jeden Tag spezialisierte Betreuung. Genau das steckt bundesweit noch in den Anfängen", erklärte Laumann.
"Wir haben in Nordrhein-Westfalen bereits sehr viele Versorgungsangebote ? aber sie arbeiten meist unkoordiniert nebeneinander. Vor allem fehlt es an spezialisierten pädiatrischen Fachkräften", sagte der Minister. Eltern fühlten sich oftmals alleine gelassen mit ihren Sorgen und wüssten wegen des unübersichtlichen Hilfsangebotes häufig nicht, an wen sie sich wenden können oder was für ihr Kind am Besten ist. "Oft sind dann psychische und physische Überforderung, begleitet von Ohnmachtsgefühlen, Aggressionen, Eheproblemen und sozialer Isolation die Folge", so der Minister. "Deshalb freut es mich sehr, dass wir mit den jetzt anstehenden Vertragsabschlüssen einen weiteren, wichtigen Schritt in Richtung einer flächendeckenden Versorgung getan haben", so Laumann.
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Datum: 28.06.2010 - 17:17 Uhr
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