Plan International Deutschland warnt: Israels Umsiedlungspläne für Gaza sind ein Tabubruch
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(ots) - Plan International Deutschland verurteilt die Pläne des israelischen Verteidigungsministers, im Süden des Gazastreifens eine sogenannte "humanitäre Stadt" zu errichten, und sieht darin Anlass zu größter Sorge. Was der Minister als Schutzmaßnahme bezeichnet, würde in Wahrheit die gewaltsame Vertreibung Hunderttausender Palästinenser:innen bedeuten. Das Recht auf ein sicheres, würdevolles Leben und Bewegungsfreiheit muss für Kinder und ihre Familien im ganzen Gazastreifen und dem Westjordanland uneingeschränkt gelten. Plan International weist die Pläne in seiner Gänze entschieden zurück. Die geplante Maßnahme ist weder humanitär noch legal, sondern zutiefst unmenschlich - und sie widerspricht den Grundprinzipien des humanitären Völkerrechts.
Petra Berner, Vorstandsvorsitzende von Plan International Deutschland: "Dieser Plan löst kein einziges Problem - er verschärft eine humanitäre Katastrophe nur noch weiter. Seit bald zwei Jahren leben Kinder im Gazastreifen unter Dauerbeschuss, hungern, haben kaum Zugang zu medizinischer Versorgung und viele von ihnen sind von ihren Familien getrennt. Was sie jetzt brauchen, ist Schutz, Nahrung, psychosoziale Unterstützung, medizinische Hilfe und vor allem Frieden. Stattdessen sollen sie hinter Zäune gebracht und aus ihrer Heimat verdrängt werden. Das ist keine humanitäre Maßnahme - das ist eine gewaltsame Vertreibung unter militärischer Kontrolle. Wer so handelt, baut keine Zukunft, sondern erzeugt neues Leid."
Für die Verbesserung der humanitären Lage im Gazastreifen ist der ungehinderte Zugang der Vereinten Nationen und ihrer Partner erforderlich - sie sind die einzigen legitimen und prinzipientreuen humanitären Akteure, die über die notwendige Erfahrung und Kapazität verfügen, um Hilfe wirksam und bedarfsgerecht zu leisten. Plan International steht gemeinsam mit den Partnern vor Ort in Gaza bereit, um sofort Hilfe zu leisten und psychosoziale Unterstützung anzubieten.
Um das Leid zu beenden, braucht es jetzt einen sofortigen und dauerhaften Waffenstillstand, ein sofortiges Ende der Blockade für humanitäre Hilfe, den Schutz der Zivilbevölkerung insbesondere von Kindern und die Freilassung aller Geiseln.
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Plan International Deutschland e.V., Kommunikation, Bramfelder Str. 70, 22305 Hamburg Sabine Grüngreiff, Abteilungsleiterin Kommunikation, Tel. 040 607716-429;
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Datum: 18.07.2025 - 13:32 Uhr
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