Lebensmittelverschwendung - warum betrifft mich das?
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(ots) - Eigentlich sind sich alle einig: Lebensmittel gehören nicht in die Tonne. Denn das ist eine Verschwendung von wertvollen Ressourcen. Wasser, Energie oder auch Ackerfläche wurden umsonst genutzt. Dennoch wirft jede/r von uns jährlich im Schnitt 74,5 Kilogramm an Lebensmitteln weg. Darunter sind zwar auch nicht zum Verzehr geeignete Bestandteile wie zum Beispiel Bananenschalen, Aprikosenkerne oder Kaffeesatz. Aber vieles andere, was im Abfall landet, wäre vermeidbar - durch eine gute Planung und passende Lagerung.
Den eigenen Lebensmittelabfällen auf der Spur
Nur sehr wenigen gelingt es, tatsächlich keine Lebensmittel wegzuwerfen. Viel zu häufig verschimmelt das Brot zu schnell, man vergisst den angebrochenen Joghurt ganz hinten im Kühlschrank oder gibt nicht verwertete Gemüsereste auf den Kompost. Auch die Essensreste von gestern sind schnell entsorgt, um ganz sicher zu gehen, nichts Verdorbenes zu essen. Dabei sind sie meistens noch genießbar. Um unnötige Abfälle zu vermeiden, hilft es, seine Vorräte im Blick zu behalten, Lebensmittel rechtzeitig zu verzehren, bevor sie verderben, und auch Reste noch sinnvoll zu verwerten.
Mit diesen Tipps ist es ganz einfach, weniger Lebensmittel zu verschwenden:
Tipp Nr. 1: Vorausschauend planen
Überlegen Sie sich vor dem Einkauf, welche Lebensmittel Sie benötigen. Ein Menüplan und eine Einkaufsliste helfen, Spontankäufe zu vermeiden und nur so viel wie nötig mitzunehmen.
Tipp Nr. 2: Lebensmittel richtig aufbewahren
Wer Lebensmittel passend lagert und zum Beispiel nach Kühlschrankzonen sortiert oder Obst richtig voneinander trennt, verlängert ihre Haltbarkeit und verhindert Verderb. So hält sich frisches Fleisch am längsten auf der Glasplatte über dem Gemüsefach und die Banane reift langsamer ohne einen Apfel in der Nähe.
Tipp Nr. 3: Reste kreativ verwerten statt wegwerfen
Viele Reste lassen sich gut weiterverwenden, zum Beispiel als Zutaten für einen Auflauf, eine Suppe oder als Croutons. Anregungen und einfache Rezepte bietet die kostenlose Zu gut für die Tonne!-App.
Extra-Tipp:
Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist kein Wegwerfdatum. Oft sind Lebensmittel auch nach Ablauf des MHD noch gut. Vertrauen Sie also ihren Sinnen und prüfen Sie erst, ob ein Lebensmittel noch gut aussieht, riecht und schmeckt. Erst wenn hier etwas nicht mehr stimmt, gehört es in die Tonne.
Gemeinsam gegen Verschwendung
Wer rausfinden möchte wie viele Lebensmittelabfälle im eigenen Haushalt anfallen, kann dies mit dem Küchentagebuch in der Zu gut für die Tonne!-App selbst testen. Wer sein eigenes Verhalten beobachtet, erkennt oft überraschende Einsparpotenziale. Schon kleine Änderungen im Alltag können viel bewirken: Sie schonen wertvolle Ressourcen und gleichzeitig auch noch den eigenen Geldbeutel.
Auf der Website Zu gut für die Tonne! finden sich neben der kostenlosen App auch zahlreiche praktische Tipps, von richtiger Lagerung über Einkaufsplanung bis hin zu Rezeptideen für übrig gebliebene Lebensmittel.
Hintergrund
Zu gut für die Tonne!
Jährlich fallen in Deutschland entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette circa elf Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an, rund 60 Prozent davon allein in Privathaushalten. Dazu zählt auch Unvermeidbares wie z. B. Obst- und Nussschalen, Kaffeesatz und Knochen. Wie Verbraucherinnen und Verbraucher die Lebensmittelverschwendung reduzieren können, zeigt Zu gut für die Tonne! bereits seit 2012.
Mit der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung adressiert das BMLEH neben den privaten Haushalten auch die Sektoren Primärproduktion, Verarbeitung, Groß- und Einzelhandel sowie Außer-Haus-Verpflegung. Ein Pakt gegen Lebensmittelverschwendung mit dem Handel und eine Zielvereinbarung für die Außer-Haus-Verpflegung wurden bereits geschlossen. Anfang 2025 wurde die sektorenübergreifende Kompetenzstelle zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen und -verlusten (KLAV) bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) eingerichtet. Sie wird praxisnahe Informations- und Schulungsangebote besonders für Unternehmen am Anfang der Lebensmittelversorgungskette anbieten sowie den Dialog an den Schnittstellen zwischen den Sektoren verstetigen.
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Datum: 06.08.2025 - 09:45 Uhr
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