Wenn Pflanzen mit Bakterien kooperieren / Wie Hülsenfrüchte Boden und Ernährung stärken
ID: 2189779

(ots) - Wurzeln, die mit Bakterien zusammenarbeiten, Früchte, die Eiweiß speichern und Blüten, die sich nur für Hummeln öffnen: Hülsenfrüchte wie Ackerbohne, Sojabohne, Körnererbse und Süßlupine zeigen, wie eng Natur und Nachhaltigkeit verbunden sind. Was unter der Erde beginnt, bringt Nährstoffe auf den Teller und neue Fruchtbarkeit aufs Feld.
Hülsenfrüchte gehen eine besondere Symbiose ein: Ihre Wurzeln arbeiten mit sogenannten Knöllchenbakterien zusammen. Diese Mikroorganismen sind in der Lage, Stickstoff aus der Bodenluft zu binden und den Pflanzen bereitzustellen. Im Gegenzug versorgt die Pflanze die Bakterien mit Nährstoffen. Durch diese Zusammenarbeit wird der Boden auf natürliche Weise gedüngt, Landwirtinnen und Landwirte können dafür auf mineralischen Stickstoffdünger verzichten. Das schont das Grundwasser, spart Kosten ein und fördert die Bodengesundheit.
Auch nach der Ernte bleibt der Effekt erhalten. Die stickstoffreichen Pflanzenreste versorgen die nachfolgende Kultur und tragen so zur nachhaltigen Fruchtfolge bei.
Eiweiß aus der Hülse - vielseitig, pflanzlich, wertvoll
Die Bezeichnung "Hülsenfrüchte" geht auf eine Besonderheit ihrer Fruchtform zurück. Die längliche Hülse schützt die Samen, bis sie reif sind, ähnlich wie eine natürliche Vorratskammer. Erst beim Dreschen öffnet sie sich und gibt ihren wertvollen Inhalt frei.
Die Samen im Inneren haben es in sich: Sie gehören zu den eiweißreichsten pflanzlichen Lebensmitteln. Sojabohnen liefern bis zu 38 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm, Süßlupinen rund 32 Gramm. Damit sind sie wichtige Bausteine einer ausgewogenen und nachhaltigen Ernährung.
Auch in ihrer Blüte zeigen Hülsenfrüchte eine ausgeklügelte Strategie: Die typischen Blüten, bestehend aus Fahne, Flügeln und Schiffchen, öffnen sich erst, wenn Bienen oder andere Insekten sie besuchen. Bei der Ackerbohne gelingt das zunächst nur kräftigen Hummeln. Erst danach erhalten auch kleinere Arten Zugang zu Nektar und Pollen - ein präzise abgestimmtes Zusammenspiel zwischen Pflanze und Bestäuber.
Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für die Forschung (REA) wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können dafür verantwortlich gemacht werden.
Über "DIE VIER VON HIER!":
"DIE VIER VON HIER! Körnerleguminosen aus Europa für eine nachhaltige Ernährung" ist eine Absatzförderkampagne, die von der Europäischen Union finanziert wird mit den Zielen, Wissen über europäische Körnerleguminosen zu vermitteln, deren Image zu verbessern und damit Verhaltensänderungen bei den Konsumentinnen und Konsumenten hin zu einer ausgewogenen und nachhaltigen Ernährung anzustoßen. Diese Kampagne wird von der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. von Februar 2024 bis Januar 2027 in Deutschland und Österreich durchgeführt.
Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP):
Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.
Aktuelle Ernährungsempfehlungen zu Körnerleguminosen (Hülsenfrüchte):
Deutschland: https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/gut-essen-und-trinken/dge-empfehlungen/
Österreich: https://www.oege.at/wissenschaft/10-ernaehrungsregeln-der-oege/
Pressekontakt:
Anja Gründer
Kampagnenbüro DIE VIER VON HIER!
c/o WPR COMMUNICATION GmbH & Co. KG
Schulstr. 25
53757 St. Augustin
Tel. 02241 / 23 40 7-0
E-Mail: gruender@wprc.de
Original-Content von: Die Vier von hier, übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 07.08.2025 - 09:38 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2189779
Anzahl Zeichen: 4475
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 283 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Wenn Pflanzen mit Bakterien kooperieren / Wie Hülsenfrüchte Boden und Ernährung stärken"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Die Vier von hier (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Ballaststoffe erleben derzeit ein Comeback. Unter dem Schlagwort "Fibermaxxing" zeigen Influencerinnen und Influencer auf TikTok, Instagram und anderen sozialen Netzwerken, wie sie ballaststoffreiche Lebensmittel gezielt in ihren Alltag integrieren. Hinter dem Trend verbirgt sich die Idee,
Für mehr Insekten reicht ein Blühstreifen allein nicht / Warum ausgerechnet Körnererbsen und Ackerbohnen Hoffnung machen ...
Ackerbohnen stehen derzeit vielerorts in voller Blüte. Für Hummeln und Wildbienen ist das ein Glücksfall. Zusammen mit Körnererbsen und Süßlupinen sorgen sie dafür, dass Insekten über einen längeren Zeitraum Nahrung finden. Weil die Kulturen zudem unterschiedliche Ansprüche an Boden und Kl
Nachhaltig einkaufen beginnt beim Anbau / World Pulses Day lenkt den Blick auf Körnerleguminosen ...
Ausgewogene Ernährung, Nachhaltigkeit und Klimaschutz spielen beim Lebensmitteleinkauf für viele Menschen eine wachsende Rolle. Weniger bekannt ist, dass diese Ziele bereits beim Anbau beginnen. Körnerleguminosen wie Ackerbohnen, Körnererbsen, Sojabohnen und Süßlupinen verbinden ernährungsphy
Weitere Mitteilungen von Die Vier von hier
"nd.DerTag": Ein wichtiges Signal, mehr nicht - Kommentar zum Gesetzentwurf der Bundesregierung für ein Tariftreuegesetz ...
Wirtschaftsverbände laufen Sturm gegen das auf den Weg gebrachte Tariftreuegesetz. Zu viel Bürokratie, moniert die Industrie- und Handelskammer, und der Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände Rainer Dulger spricht von "staatlichem Zwang". Der Aufschrei war angesichts
Das schwarz-rote Rentengesetz ist teuer und rückwärtsgewandt ...
Es ist ihr erster Gesetzentwurf, und der hat es gleich in sich. Bärbel Bass (SPD), Ministerin für Arbeit und Soziales, hat sich mit der Rente befasst. Dabei herausgekommen ist ein Papier, das alldem widerspricht, was angesichts der Problematik in Sachen Altersversorgung notwendig wäre. Es ist teu
Alois Rainer setzt um, was seine Partei versprochen hat ...
Eines kann man dem neuen Bundesagrarminister nicht vorwerfen: mangelndes Tempo. Der niederbayerische CSU-Politiker Alois Rainer hat in weniger als 100 Tagen bereits die bei den Landwirten als Bürokratiemonster verhasste Stoffstrombilanz abgeschafft, die Aufnahme des Wolfs in Jagdrecht vorbereitet u
Endlich fair investieren ...
Die Bundesrepublik will gewaltige Summen investieren. Straßen, Brücken und Schienen werden gebaut, Gebäude energetisch saniert. Das 500-Milliarden-Sondervermögen macht es möglich. Umso wichtiger ist, dass der Staat keine Aufträge an Firmen vergibt, die Dumpinglöhne zahlen und Beschäftigte a




