Angriffe auf humanitäre Helfer innerhalb von zwei Jahren mehr als verdoppelt / SOS-Kinderdörfer zum Welttag der humanitären Hilfe am 19. August
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(ots) - Schwerwiegende Angriffe auf humanitäre Helfer haben sich in den letzten zwei Jahren mehr als verdoppelt. Darauf weisen die SOS-Kinderdörfer zum Welttag der humanitären Hilfe am 19. August hin und fordern mehr Schutzmaßnahmen für Helfer. In Konfliktgebieten werden Mitarbeitende von Hilfsorganisationen immer öfter attackiert. Sie müssen zunehmend um Leib und Leben fürchten. Die Bedrohungslage hat auch zur Folge, dass notleidende Menschen nicht mehr angemessen versorgt werden können. "Gewalt gegen Helfer wird immer skrupelloser ausgeübt und die kriegsführenden Parteien kommen ihrer Rechenschaftspflicht immer weniger nach. Das ist eine Katastrophe und ein klarer Bruch mit dem Völkerrecht", sagt Boris Breyer, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit.
Eklatante Missachtung des humanitären Völkerrechts
Weltweit sind mehr als 364 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, dazu gehören etwa 200 Millionen Kinder und Jugendliche. Hunderttausende von Helfern, darunter Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, medizinisches Personal und Fahrer, lindern die Not dieser Menschen oft unter körperlich wie psychisch größten Herausforderungen. Laut der Initiative ,Protect Aid Workers' sind alleine im ersten Halbjahr 2025 bereits 134 Helfer getötet, 95 verletzt und 73 entführt worden. Besonders gefährdet sind einheimische Helfer.
Konfliktgebiete mit großem Gefahrenpotential
- In Gaza sind laut den Vereinten Nationen zwischen Oktober 2023 und November 2024 mindestens 333 humanitäre Helfer ums Leben gekommen, so viele wie nirgendwo sonst. Die meisten von ihnen waren nationale Mitarbeitende von UN-Agenturen und Nichtregierungsorganisationen.
- Im Sudan haben die Angriffe auf Helfer 2024 einen neuen Höchststand erreicht. Gemäß der ,Aid Worker Security Database' gilt das insbesondere für Angriffe auf Standorte von Hilfsorganisationen und Essensausgaben. Zudem werden immer mehr Helfer im Sudan Opfer von Entführungen.
- In der Ukraine werden zunehmend auch humanitäre Verteilungszentren durch Drohnenangriffe und Bombardierungen des russischen Militärs attackiert. Laut den Vereinten Nationen sind 2024 dabei rund 50 Helfer getötet oder verletzt worden, vorwiegend in der Region um Cherson.
Die Helfer der SOS-Kinderdörfer:
Die Hilfsorganisation zählt weltweit rund 40.200 Mitarbeitende, viele von ihnen befinden sich täglich in gefahrvollen Situationen. Insgesamt 19.490 Mitarbeitende, darunter Sozialarbeitende, Psychologen und Fachleute aus den Bereichen Medizin und humanitäre Hilfe, sind für Kinder und Familien in Not im Einsatz - während und nach bewaffneten Konflikten, Naturkatastrophen und Krankheitsausbrüchen. Die 7990 SOS-Kinderdorf-Mütter tragen während Bedrohungslagen Sorge für den Schutz der Kinder und Jugendlichen. 2024 leisteten die SOS-Kinderdörfer für rund 2,2 Millionen Menschen humanitäre Hilfe.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 - 984 723 45
E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de
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Datum: 17.08.2025 - 10:00 Uhr
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