Klassische Sparmodelle vor dem Ende? Finanzexperte Thorsten Wittmann verrät, wo sich heute wirklich

Klassische Sparmodelle vor dem Ende? Finanzexperte Thorsten Wittmann verrät, wo sich heute wirklich noch Rendite generieren lässt

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(ots) - Lange der Inbegriff von Sicherheit, mittlerweile ein tückisches Verlustgeschäft: Die meiste Zeit haben wir alle blind auf typische Sparmodellklassiker vertraut. Schließlich hat auch im Bekanntenkreis jeder darauf geschworen, viel falsch machen konnte man augenscheinlich nicht. Und mal Hand aufs Herz: Wer lässt sich nicht immer noch vom Bankberater des Vertrauens für Sparbuch, Tagesgeldkonto und Co. begeistern oder zieht sie zumindest in Betracht? Dennoch ist klar: Uneingeschränktes Vertrauen genießen entsprechende Modelle längst nicht mehr, Kritik daran wird lauter – ob in den Medien, aus Fachkreisen oder auf Social Media.

"Wer sie hat, ist immer häufiger enttäuscht, wer sie nicht hat, hört zunehmend Schlechtes. Den Leuten ist mittlerweile sehr wohl klar, dass sie ihr Vermögen mit klassischen Sparmodellen alleine weder schützen noch vermehren können", berichtet Thorsten Wittmann. "Für alternative Strategien fehlt es aber nicht selten an Wissen und Mut." Alternativen, die den gewünschten Erfolg durchaus versprächen, wie der Finanzexperte aus eigener Erfahrung weiß: Nach zahlreichen Eigenversuchen und Fehlschlägen baute er sich mehr passives Einkommen auf, als er zum Leben benötigt. Seine wichtigsten Erkenntnisse und Tipps aus der Praxis? Dieser Artikel liefert alle Einblicke dazu.

Unsere Illusion von Sicherheit: Warum klassische Sparmodelle versagen

Bei aller Kritik, trotz jeglichem Misstrauen – ein Blick auf die blanken Zahlen verrät: Nach wie vor parken die Deutschen ihr Geld besonders gerne auf Tagesgeldkonten, Sparbüchern und ähnlichen Optionen. So zeigte im Jahr 2024 etwa eine repräsentative Ipsos-Studie im Auftrag der Commerzbank, dass derart konservative Sparformen noch immer die beliebtesten sind. [1]

Warum aber ist das so? Für besonders renditestark hält sie schließlich kaum jemand. Doch sie vermitteln uns etwas, das uns speziell beim Thema Geld wichtig ist: die nötige Vertrautheit und damit ein gewisses Gefühl von Sicherheit. Das bestätigt auch eine Meinungsumfrage des Bankenverbands für das Jahr 2025: Bei Anlagevorhaben jeder Art soll es für 43 Prozent der Befragten nach wie vor vorzugsweise das Tagesgeldkonto sein – populärer sind nur Immobilien (47 Prozent). [2]



Doch die Wahrheit ist: So verständlich unsere Motive auch sein mögen, der Schein trügt. Nicht nur werfen klassische Sparmodelle kaum etwas ab, sie verbrennen unser hart verdientes Geld regelrecht. So führt insbesondere die weiterhin hohe reale Inflation gegenüber der grundsätzlich geringen Verzinsung zu ständigem Verlust. Und damit nicht genug: Die Geldwerte entsprechender Anlagemodelle haben keinen echten, inneren Wert, sondern verbriefen lediglich einen Anspruch gegenüber der Bank. Damit könnten die Guthaben bei einer möglichen Währungsreform wie auch schon 1948 stark entwertet werden. Sicherheit? Fehlanzeige!

Verlässliche Alternativen mit Perspektive: Worauf Sparer heute noch bauen können

"All das muss gewiss nicht heißen, dass rentable Geldanlage heute gar nicht mehr möglich ist. Im Gegenteil: Wer sich von Altbekanntem löst, sich möglichen Alternativen öffnet und dabei nicht alle Eier in einen Korb legt, kann sein Kapital nicht nur vor dem immer rascheren Wertverlust schützen. Vielmehr lässt sich mit den richtigen Ansätzen ein wahres Vermögen erwirtschaften", betont Thorsten Wittmann. An Möglichkeiten mangelt es hierbei nicht: Sachwerte, Edelmetalle, ETFs – sie alle haben sich längst bewährt.

Die vielversprechendsten Alternativen im Überblick:


- Edelmetalle wie Gold und Silber bieten sich auf zweierlei Art an: zum einen in kleineren Mengen als Handbestand für zu Hause. Zum anderen bei mehreren seriösen Edelmetall-Anbietern, welche die Möglichkeit anbieten, weltweit größere Bestände an unterschiedlichen Zollfreilager-Standorten zu halten.
- Ebenso lohnenswert sind Staatsanleihen von Ländern außerhalb der EU, sofern sie über eine stabile Währung verfügen und auch wirtschaftlich gut dastehen. Infrage kommen hierfür allgemeingültig vertrauensvolle Finanzstandorte wie Singapur oder rohstoffreiche Länder mit gewinnbringenden Exporten wie Norwegen oder Australien.
- ETFs bestechen nicht nur mit ihrer stabilen Performance-Entwicklung, die in der Nachbetrachtung häufig besser ausfällt als bei herkömmlichen Investmentfonds. Denn darüber hinaus verzichten sie auf ein aktives, teures Fondsmanagement und punkten demnach mit vergleichsweise geringen Kosten von durchschnittlich nur 0,5 Prozent pro Jahr.
- Echte Sicherheit bieten unterdessen auch Immobilien, insbesondere solche außerhalb der EU: Sie unterliegen im Gegensatz zu inländischen Objekten kaum staatlichen Vorschriften wie dem Sanierungs- und Heizungszwang, dem EEG sowie hohen Grundsteuern und weisen damit ein weitaus besseres Kosten-Ertrags-Verhältnis auf.
- Als von den normalen Marktgegebenheiten unabhängige Alternative machen zudem verschiedenste dezentrale Anlageoptionen auf sich aufmerksam. Dazu zählen neben Kunst und Edelsteinen auch Whisky, Wein, Luxusuhren und zu einem gewissen Grad auch Kryptoinvestments, die jedoch eine hohe fachliche Expertise erfordern.

Echtes Verständnis, unabhängige Entscheidungen: Darauf kommt es bei der Geldanlage außerdem an

Bei aller Fülle an Möglichkeiten gilt aber: Jede Anlageentscheidung will wohlüberlegt getroffen werden. Wahllos zugreifen? Selten von Erfolg geprägt! Ein Umstand, den viele von uns bereits am eigenen Leib erfahren mussten. Denn im Rahmen der Ipsos-Studie von 2024 gab die Mehrheit der Befragten an, keine Anlagestrategie zu haben – ein Zehntel wisse nicht einmal, was eine Anlagestrategie ist. [1]

Um sich also von Banken, Versicherungen, Bausparkassen und Co. unabhängig machen und teure Fehlentscheidungen vermeiden zu können, sollte sich jeder von uns das nötige Wissen selbst aneignen. Das erfordert zwar einen nicht unerheblichen Zeiteinsatz. Dafür benötigt man danach niemanden mehr, um riskante oder gar unseriöse von gewinnbringenden Angeboten unterscheiden zu können. Im Grunde ist es dabei wie mit dem Fitnesstraining: Trainiert man regelmäßig, wachsen die Muskeln und bleiben nachhaltig bestehen. Fordern wir also auch unseren "Finanzmuskel" täglich, werden wir stetig sicherer und treffen so im Laufe der Zeit immer bessere finanzielle Entscheidungen.

Wie wir dabei vorgehen sollten? Nun, das nötige Know-how, die sogenannte "finanzielle Intelligenz", lässt sich mittlerweile uneingeschränkt über entsprechende Fachkurse und Finanzcoachings mit umfassender Betreuung erwerben. So können auf Basis grundlegenden Wissens, zukunftsfähiger Anlageformen und möglichst großer Streuung zur Vermeidung von Klumpenrisiken selbst Laien rentable Anlagestrategien ausarbeiten – völlig unabhängig von vermeintlich selbstlosen Beratern.

Quellen:

[1] www.commerzbank.de | Die meisten Deutschen sparen zu viel und investieren zu wenig | https://www.commerzbank.de/konzern/was-uns-bewegt/commerzbank-als-unternehmen/20240228-anlagestudie.html (Stand: 27.02.2024)

[2] www.bankenverband.de | Präferenzen der Deutschen bei der Geldanlage 2024/2025 | https://bankenverband.de/wirtschaft/praeferenzen-der-deutschen-bei-der-geldanlage-20242025 (Stand: 08.01.2025)

Über Thorsten Wittmann:

Thorsten Wittmann ist internationaler Finanzautor, Speaker und hat über 20 Jahre Markterfahrung. Er unterstützt Menschen dabei, ihr Vermögen zu schützen und nachhaltig zu vermehren. Mit seinem internationalen 30-köpfigen Team klärt er Menschen in seinen Coachings über finanzielle Themen auf und gibt ihnen erprobte Praxisstrategien für Geldsicherheit und Vermögensaufbau an die Hand. Mehr Informationen unter: https://thorstenwittmann.com

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