Innovative Kooperation bringt mehr Klarheit in Sachen Mikroplastik

Innovative Kooperation bringt mehr Klarheit in Sachen Mikroplastik

ID: 2199443

Erste umfassende Mikroplastik-Analyse in Wiesbaden-Biebrich zeigt Handlungsbedarf und Lösungsansätze auf




(PresseBox) - In einer wegweisenden Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen und der Forschung hat die Wasser 3.0 gGmbH unter der Leitung von Dr. Katrin Schuhen erstmals eine systematische Mikroplastik-Analyse der regionalen Gewässer in Wiesbaden-Biebrich durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in einem interaktiven Vortrag mit Schülerinnen und Schülern diskutiert und zeigen sowohl die Herausforderungen als auch innovative Lösungswege für sauberes Wasser auf.

Konkrete Messwerte schaffen Bewusstsein

Die Untersuchungen in verschiedenen Gewässerbereichen im Einzugsgebiet Biebrich ergaben Mikroplastik-Konzentrationen zwischen 0 und 334 Mikroplastik-Partikeln pro Liter. "Diese Schwankungsbreite zeigt deutlich, wie unterschiedlich die Belastung je nach Standort ausfällt", erklärt Dr. Katrin Schuhen. "Während einige Messstellen am Tag der Probennahme keine Belastung aufwiesen, dokumentieren andere Werte von bis zu 334 MP/L. Diese Varianz zeigt einmal mehr, dass Einzelmessungen nicht ausreichend sind, sondern dass nur eine flächendeckende und engmaschige Beprobung und schnelle Mikroplastik-Analytik das wahre Problem aufzeigen kann und die Hotspotidentifikation möglich macht."

Mikroplastik: Ein globales Problem mit lokalen Auswirkungen

Die Gesamtmenge an Mikroplastik umfasst alle synthetischen Polymere in der Umwelt, die eine Größe kleiner als 5 Millimeter haben. Als häufigste Mikroplastik-Formen finden sich Partikel, mit einem Anteil von 59 %. Fragmente und Fasern machen laut wissenschaftlichen Studien rund 33 % aus. Dazu kommen noch Folien (5%), Schaumstoff (2%) und Pellets (1%). Mikroplastik entsteht sowohl durch direkte Freisetzung (primäres Mikroplastik) als auch durch den Zerfall größerer Plastikgegenstände (sekundäres Mikroplastik). Die häufigsten, in der Umwelt nachgewiesenen Kunststoffarten sind PET, PE, PVC, PP, PS und PA, die aus Verpackungen, Textilien und Haushaltsgegenständen stammen.



Bildung als Schlüssel zum Wandel

"Die Resonanz und das Interesse der Schülerinnen und Schüler war wunderbar", berichtet Dr. Schuhen. "Durch die Verbindung von wissenschaftlichen Daten mit praktischen Lösungsansätzen konnten wir nicht nur Bewusstsein schaffen, sondern auch zeigen, dass jeder Einzelne durch einfache Maßnahmen einen Beitrag leisten kann." Zum Beispiel erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass bereits die Reduzierung der Waschtemperatur und der Schleuderzahl bei Synthetikkleidung und gleichzeitige angepasste Dosierung des Waschmittels die Mikroplastik-Freisetzung um bis zu 70 % reduzieren kann.

Innovative Technologien für sauberes Wasser

Auch die Lösungsansätze für Mikroplastik-Belastungen an Hotspots wie der Industrie oder kommunalen Kläranlage wurden vorgestellt. Hier hat die Wasser 3.0 gGmbH ein ganzheitliches System zur Mikroplastik-Entfernung entwickelt, das auf drei Säulen basiert: detect (Nachweis), remove (Entfernung) und reuse (Wiederverwertung). "Unsere Technologie erreicht eine Entfernungseffizienz von über 95 % bei gleichzeitiger Wiederverwendung von 90 % des Wassers und der Chemikalien in industriellen und kommunalen Prozesswasser- und Abwasserströmen", so Dr. Schuhen. "Dabei reduzieren wir den CO?-Fußabdruck und Energiebedarf um 50 % sowie die Betriebskosten um 75 %."

Globale Kartierung als Grundlage für lokales Handeln

Die Untersuchung in Wiesbaden-Biebrich ist Teil der "Global Map of Microplastics"-Initiative, die weltweite Mikroplastik-Belastungen dokumentiert und Vergleichswerte schafft. Gleichzeitig liefern die Daten wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung sinnstiftender Lösungen zur Vermeidung von Mikroplastik-Einträgen in die Umwelt.

Kooperation als Motor für Innovation

"Diese Zusammenarbeit zeigt exemplarisch, was möglich wird, wenn Wissenschaft, Bildung und Gesellschaft gemeinsam an einem Strang ziehen", betont Dr. Schuhen. "Die Erkenntnisse aus Biebrich werden nicht nur in unsere weitere Forschung einfließen, sondern auch anderen Kommunen als Blaupause für eigene Untersuchungen dienen."

Die Wasser 3.0 gGmbH ist ein im Mai 2020 gegründetes non-profit Unternehmen, das durch die Verknüpfung von high-tech Materialien und low-tech Verfahren in Verbindung mit systemischer Perspektive neue Wege für den Umwelt- und Gesundheitsschutz in der (Ab-)Wasserreinigung aufzeigt. Im Fokus stehen flexible, kosten- und energieeffiziente Lösungen für die Entfernung von Mikroplastik und Mikroschadstoffen aus Wässern. Dazu gehören zum ersten Mal auch Detektionsverfahren und Weiterverwendungskonzepte. Entsprechend des Selbstverständnisses als Sustainability Entrepreneur handelt die Wasser 3.0 gGmbH Sektoren-übergreifend mit dem Ziel, messbare Beiträge zu den UN-Nachhaltigkeitszielen in den Bereichen verantwortungsbewusste Forschung, Green Innovation und nachhaltige Bildung zu leisten.

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Die Wasser 3.0 gGmbH ist ein im Mai 2020 gegründetes non-profit Unternehmen, das durch die Verknüpfung von high-tech Materialien und low-tech Verfahren in Verbindung mit systemischer Perspektive neue Wege für den Umwelt- und Gesundheitsschutz in der (Ab-)Wasserreinigung aufzeigt. Im Fokus stehen flexible, kosten- und energieeffiziente Lösungen für die Entfernung von Mikroplastik und Mikroschadstoffen aus Wässern. Dazu gehören zum ersten Mal auch Detektionsverfahren und Weiterverwendungskonzepte. Entsprechend des Selbstverständnisses als Sustainability Entrepreneur handelt die Wasser 3.0 gGmbH Sektoren-übergreifend mit dem Ziel, messbare Beiträge zu den UN-Nachhaltigkeitszielen in den Bereichen verantwortungsbewusste Forschung, Green Innovation und nachhaltige Bildung zu leisten.



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Datum: 20.09.2025 - 08:00 Uhr
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Kategorie:

Energie & Umwelt



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