Irland vor der Wahl: Präsidentschaft in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten

Irland vor der Wahl: Präsidentschaft in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten

ID: 2206878

(ots) - Am 24. Oktober 2025 finden in der Republik Irland Präsidentschaftswahlen statt. Es steht ein Wechsel an der Spitze des Staates bevor: Mit Catherine Connolly und Heather Humphreys sind zwei erfahrene Politikerinnen im Rennen um das Amt der Präsidentin, nachdem der dritte Kandidat seine Bewerbung zurückgezogen hat. Die Rolle des irischen Präsidenten ist - ähnlich dem deutschen Bundespräsidenten - vor allem zeremoniell, jedoch wichtig bei der Unterzeichnung von Gesetzen.

Obwohl wirtschaftspolitische Themen im Wahlkampf bislang kaum eine Rolle spielen, lohnt ein Blick auf die ökonomische Lage der Insel: "Irland befindet sich in einer Phase geopolitischer Unsicherheit, insbesondere durch die zunehmenden Spannungen in der US-Handelspolitik. Als Standort zahlreicher US-Unternehmen, insbesondere aus der Pharma- und Tech-Branche, ist Irlands Wohlstand eng mit amerikanischen Investitionen verknüpft", sagt Marc Lehnfeld von Germany Trade & Invest (GTAI) in London.

Irland ist eine der offensten Volkswirtschaften Europas mit einer Außenhandelsquote von über 250 Prozent des BIP. Die USA sind mit einem Exportvolumen von über 70 Milliarden Euro pro Jahr Irlands wichtigster Handelspartner. Besonders betroffen ist die Pharmaindustrie, die 43 Prozent der Industrieproduktion ausmacht und zu 45 Prozent in die USA exportiert.

Die neue US-Handelspolitik unter Präsident Trump setzt laut Lehnfeld dieses Modell unter Druck: "Ein laufendes Prüfverfahren könnte zu Strafzöllen auf Arzneimittel führen. Dabei stehen bis zu 75.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Denn Irland hat sich dank niedriger Unternehmenssteuern und einer gezielten Standortpolitik zu einem Hightech-Produktionshub für westliche Märkte entwickelt." US-Konzerne wie Intel, Pfizer, Apple und AbbVie haben Milliarden investiert und bilden das Rückgrat der irischen Industrie. Doch die geopolitische Lage zwingt viele Unternehmen zur Neubewertung ihrer Lieferketten und Investitionsstrategien.



"Die Präsidentschaftswahl in Irland fällt in eine Phase wirtschaftlicher Unsicherheit. Während im Präsidentschaftswahlkampf die Wirtschaftspolitik kaum eine Rolle spielt, steht das irische Exportmodell unter erheblichem Druck. Die für das Land so wichtigen US-Investoren, vor allem in der Pharmaindustrie, bekennen sich weiter zu ihren irischen Produktionsstandorten. Auch für deutsche Unternehmen ist Irland weiterhin ein attraktiver Standort. Jede mögliche Verschärfung der US-Handelspolitik hat aber das Potenzial der irischen Wirtschaft empfindlich zu schaden und darf deshalb nicht unterschätzt werden", so Lehnfeld weiter.

Weitere Informationen und Wirtschaftsberichte erhalten Sie auf unserer Länderseite zu Irland (https://www.gtai.de/de/trade/irland-wirtschaft).

Germany Trade & Invest (GTAI) ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft informiert deutsche Unternehmen über Auslandsmärkte, wirbt für den Wirtschafts- und Technologiestandort Deutschland und begleitet ausländische Unternehmen bei der Ansiedlung in Deutschland.

Pressekontakt:

Esad Fazlic
T +49 30 2000 99151
esad.fazlic@gtai.de

http://twitter.com/gtai_de
http://youtube.com/gtai


Original-Content von: Germany Trade & Invest, übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Elektronische Justizakte bis Jahresende in 15 von 16 Bundesländern eingeführt / Richterbund-Chef Rebehn spricht von Meilenstein
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 23.10.2025 - 12:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2206878
Anzahl Zeichen: 3435

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:

Berlin, London



Kategorie:

Wahlen



Diese Pressemitteilung wurde bisher 255 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Irland vor der Wahl: Präsidentschaft in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Germany Trade & Invest (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Japan vor Unterhauswahl: Absolute Mehrheit für wirtschaftspolitischen Kurswechsel? ...
Am Sonntag, den 8. Februar 2026 stehen in Japan Wahlen zum Unterhaus des Parlaments an. Laut Umfragen dürfte die seit 1955 fast ununterbrochen regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) als Sieger vom Platz gehen. Zwar hält sich deren Beliebtheit aufgrund von Finanzskandalen, Inflation und seit

Zwischen Wachstum und Wohnungsnot: Tschechien vor der Richtungswahl ...
In der Tschechischen Republik finden am 3. und 4. Oktober 2025 Parlamentswahlen statt. Nach letzten Wahlumfragen dürfte die amtierende Regierung aus konservativen und liberalen Kräften ihre Mehrheit verlieren. Mit Abstand stärkste Partei könnte die rechtspopulistische Bewegung ANO werden, die vo

Straße von Hormus: Spannungen bedrohen die globale Wirtschaft ...
Die angespannte Lage an der Straße von Hormus sorgt weltweit für Verunsicherung. Die jüngste Eskalation zwischen Iran, Israel und den USA hat die sensible Meerenge erneut ins Zentrum geopolitischer Spannungen gerückt - mit spürbaren Auswirkungen auf Energiepreise und Transportkosten. Über di


Weitere Mitteilungen von Germany Trade & Invest


Elektronische Justizakte bis Jahresende in 15 von 16 Bundesländern eingeführt / Richterbund-Chef Rebehn spricht von Meilenstein ...
Die Digitalisierung des Rechtswesens kommt voran: 15 von 16 Bundesländern werden bis Jahresende die elektronische Justiz-Akte in allen Gerichten und Staatsanwaltschaften einführen. Das gaben die Justizministerien in einer Umfrage der Deutschen Richterzeitung an, die der "Neuen Osnabrücker Ze

DIW-Chef Fratzscher warnt vor Insolvenzwelle durch Babyboomer-Rente / Ökonom prognostiziert Verlust von fünf Millionen Arbeitskräften in zehn Jahren und fordert Gegensteuern durch Zuwanderung ...
Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, sieht die deutsche Volkswirtschaft durch den Renteneintritt der sogenannten Babyboomer-Generation vor massiven Problemen. "In den nächsten zehn Jahren werden wir durch den Renteneintritt der Babyboomer u

Linkspartei fordert staatliche Übernahmegarantie für insolvente Kliniken / Schwerdtner wirft Warken "Austrocknungsprogramm" für Krankenhauslandschaft vor ...
Nach den Sparvorschlägen von Gesundheitsministerin Nina Warken zur Stabilisierung der Kassenbeiträge fordert die Linkspartei eine staatliche Übernahmegarantie für insolvente Kliniken. "Warkens Stabilisierungspaket ist nichts anderes als ein Austrocknungsprogramm für die Kliniklandschaft&qu

DIW-Chef Fratzscher lehnt Bürgergeld-Reform ab: "Populistisches Ablenkungsmanöver" / Ökonom: Verschärfte Sanktionen lösen Kernprobleme von Bürgergeld-Empfängern nicht ...
Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat die Pläne der Bundesregierung zur Verschärfung der Bürgergeld-Regeln scharf kritisiert. Die vorgelegte Reform werde das Ziel, mehr Menschen in Arbeit zu bringen, nicht erreichen, sagte Fratzscher im Ges


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z