Grüner Punkt-Konzern DSD muss Federn lassen - Wettbewerb bei Verpackungsentsorgung wird härter
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"Der freie Wettbewerb wurde von Kartellamt, Politik und Wirtschaft seit langem gefordert, um mehr Qualität und sinkende Preise für die Endverbraucher zu erzielen. Unser Unternehmen hat die Vorreiterposition konsequent ausgebaut. Wir haben 2003 als Erster den Markt geöffnet und drei Jahre danach als Erster die komplette Marktabdeckung erreicht. Daran ändert nichts, dass auch weitere Wettbewerber zügig aufschliessen und dies auch so kommunizieren. Schliesslich ist uns daran gelegen, unseren Marktanteil möglichst schnell weiter auszubauen und den Abstand zum noch vor uns liegenden Ex-Monopolisten DSD weiter zu verkürzen", so Landbell-Vorstandschef Wolfgang Schertz. Der Erfolg motiviere ihn, auch in anderen europäischen Ländern als Alternative zu bestehenden Systemen anzutreten. "2007 planen wir den Markteintritt in die östlichen EU-Staaten. Zudem stellen auch Italien, Spanien oder Portugal attraktive Zielmärkte dar", so Schertz.
Im August 2003 trat Landbell in den deutschen Markt ein und brach das jahrelange Monopol von DSD beim "Grünen Punkt" auf. Seitdem organisiert Landbell das Recycling von Verkaufsverpackungen. Gemäss den gesetzlichen Bestimmungen war die Markterschliessung an bestimmte Formalien gebunden: Landbell musste in jedem einzelnen Bundesland einen sogenannten Feststellungsbescheid für ihr Duales Entsorgungssystem beantragen und deckte so Schritt für Schritt den gesamten Markt ab. "Mit jeder Zulassung stieg auch unser Wirkungsbereich". Das drückt sich auch in den Verschiebungen der Marktanteile aus. Laut einer Prognose der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Kremer Hamböker Boddenberg (KHB) http://www.khb.de werden die DSD-Konkurrenten in den nächsten Monaten kräftig zulegen. Die Abwanderungsbewegungen vom ehemaligen Monopolisten seien in Nordrhein-Westfalen am stärksten. Dort soll sich der DSD-Anteil von 93,19 auf rund 75 Prozent reduziert haben. Grund sei wohl, dass Landbell hier mit der Zulassung im Mai binnen weniger Monate ein grösseres Marktvolumen erschliessen konnte, was den Mainzern einen Lizenzmengenanteil von acht Prozent bescherte - ähnlich wie in Rheinland-Pfalz. Noch stärker seien die Marktanteilsverschiebungen bei Altglas. Hier konnte Landbell beispielsweise in Rheinland-Pfalz knapp 20 Prozent und in Hessen sogar über 30 Prozent ergattern. Magazin NeueNachricht http://www.ne-na.de.
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