WHO-COP11: Einschränkung der Aromen bei E-Zigaretten würde Rauchstopp-Erfolge gefährden
ID: 2212394

(ots) - VdeH warnt vor wachsendem Schwarzmarkt und plädiert für konsequenten Jugendschutz
Wenn von heute an die Vertragsstaaten der WHO-Tabakkonvention (FCTC) in Genf tagen, steht auch ein mögliches Verbot von Aromen bei E-Zigaretten auf der Agenda. Aus Sicht des Verbands des eZigarettenhandels (VdeH) wäre ein solcher Schritt ein schwerer Fehler in der internationalen Präventionspolitik: Er schwächt erwiesene Ausstiegshilfen für erwachsene Raucher und stärkt den illegalen Handel. Auch die 27 EU-Mitgliedstaaten haben sich Ende Oktober in einem gemeinsamen Positionspapier für einen "evidenzbasierten Regelungsansatz" ausgesprochen, mit großen nationalen Gestaltungsspielräumen.
E-Zigaretten gelten vielen Rauchern als weniger schädliche Alternative zur Tabakzigarette. Entscheidend für den Abschied vom Tabak ist dabei die Geschmacksvielfalt. Fruchtige, frische oder süße Aromen schaffen Abstand zum gewohnten Tabakgeschmack und erleichtern den Umstieg.
Studien: junge Erwachsene und sozial Schwache profitieren von Ausstiegshilfen
Studien aus mehreren Ländern zeigen, dass insbesondere junge Erwachsene und sozial schwächere Gruppen mit Hilfe aromatisierter E-Zigaretten deutlich häufiger von der Tabakzigarette wegkommen. Ein Beispiel ist Neuseeland, das mit einer liberalen Regulierung die Raucherquote deutlich stärker senkt als das restriktive Australien.
Auch internationale Vergleiche wie der "Effective Anti-Smoking Policies Global Index" belegen, dass innovative Nikotinprodukte ein wichtiger Baustein erfolgreicher Anti-Rauchen-Strategien sind. Länder, die Alternativen wie die E-Zigarette einbinden, reduzieren ihren Tabakkonsum effektiver als Staaten, die vor allem auf Verbote setzen.
Internationale Erfahrungen: Verbote führen zu Flucht in Schwarzmarkt
Die Erfahrungen mit Verboten in anderen Staaten sind ernüchternd: In mehreren US-Bundesstaaten, in Estland und Dänemark hat die Einschränkung von Aromen nicht zu einem deutlichen Rückgang des Konsums geführt, sondern zu Ausweichbewegungen - hin zu klassischen Zigaretten, selbstgemischten Liquids oder Produkten vom Schwarzmarkt. In Dänemark nutzen laut Erhebungen trotz Verbots weiterhin viele Konsumenten verbotene Aromen, ein Großteil bezieht sie über inoffizielle Kanäle.
Gleichzeitig zeigen Daten aus Deutschland, dass E-Zigaretten unter Jugendlichen kein Massenphänomen sind. Laut der "Deutschen Befragung zum Rauchverhalten" konsumieren 1,5 Prozent der 14- bis 17-Jährigen E-Zigaretten. Tabak rauchen mit 6,2 Prozent rund viermal so viele Jugendliche.
Illegaler, unkontrollierter Handel verhindert Jugendschutz
Das weitaus größere Problem ist der unkontrollierte Verkauf illegaler Einwegprodukte, häufig ohne Alterskontrolle. Untersuchungen des VdeH in Berliner Shisha-Shops belegen massive Verstöße gegen Jugendschutz und Produktvorschriften. Die Gewerkschaft der Polizei und die Zoll- und Finanzgewerkschaft warnen seit Längerem, dass hohe Steuern und strenge Verbote den illegalen Markt befeuern und der organisierten Kriminalität in die Hände spielen.
"Der E-Zigarettenmarkt benötigt keine zusätzliche Regulierung wie ein Verbot von Aromen", sagt VdeH-Geschäftsführer Oliver Pohland. "Wer legale Händler einschränkt, stärkt zwangsläufig die Kriminellen. Wenn Politik den Jugendschutz ernst meint, muss sie den bestehenden Rechtsrahmen endlich durchsetzen, Zoll und Vollzugsbehörden besser ausstatten und den Fachhandel als Quelle sicherer, geprüfter Produkte stärken."
Der VdeH appelliert an Bundesregierung und EU-Delegation, sich bei den Verhandlungen der WHO-Tabakkonvention gegen eine pauschale Einschränkung der Aromenvielfalt zu stellen und sich zu den Prinzipien der Risikoreduzierung bei Nikotinprodukten zu bekennen. Statt funktionierende Ausstiegshilfen für erwachsene Raucher zu schwächen, sollten die Vertragsstaaten auf evidenzbasierte Schadensminderung und einen konsequenten Kampf gegen den Schwarzmarkt setzen.
Über den VdeH
Der Verband des eZigarettenhandels e.V. (VdeH) hat seinen Sitz in Berlin und ist ein Zusammenschluss von überwiegend kleinen und mittelständischen Unternehmen, die E-Zigaretten und Liquids vertreiben oder herstellen.
Mit seiner Gründung am 19.12.2011 ist der VdeH die älteste und größte Interessenvertretung dieser vergleichsweise jungen Branche in Deutschland. Der Verband steht für eine sinnvolle Regulierung des Produktes E-Zigarette.
Pressekontakt:
Verband des eZigarettenhandels e. V. (VdeH)
Horst Winkler
Pressesprecher
Telefon: +49 (30) 201 88 377
E-Mail: presse@vd-eh.de
Web: www.vd-eh.de
Original-Content von: Verband des eZigarettenhandels e.V. (VdeH), übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.11.2025 - 09:29 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2212394
Anzahl Zeichen: 4971
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Handel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 180 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WHO-COP11: Einschränkung der Aromen bei E-Zigaretten würde Rauchstopp-Erfolge gefährden"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Verband des eZigarettenhandels e.V. (VdeH) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Ein geplantes Verbot von 13 Inhaltsstoffen könnte nach Einschätzung des VdeH große Teile des legalen E-Zigarettenmarktes treffen. Ob sich die zuständigen Bundestagsabgeordneten der Folgen für Mittelstand, Arbeitsplätze, Gesundheits- und Jugendschutz bewusst sind, wollte der Verband in einem Sc
VdeH sieht Branche durch geplantes Verbot von Inhaltsstoffen bedroht ...
Auf der VaporFair in Frankfurt kritisiert VdeH-Sprecher Horst Winkler die Pläne des Bundesministeriums und warnt vor Folgen für Handel, Arbeitsplätze und Jugendschutz. Der Verband des E-Zigarettenhandels (VdeH) warnt vor den Folgen des geplanten Verbots von 13 Inhaltsstoffen bei E-Zigaretten. A
Verbote schützen Jugendliche nicht / Erfahrungen aus den Niederlanden zeigen gegenteilige Effekte ...
Der belgische Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke hat angekündigt, Aromen für E-Zigaretten nach niederländischem Vorbild verbieten zu wollen. Er beruft sich dabei auf angebliche Erfolge eines Aromenverbots in den Niederlanden, das speziell zum Schutz von Kindern und Jugendlichen erlassen wurd
Weitere Mitteilungen von Verband des eZigarettenhandels e.V. (VdeH)
Motorradzubehör: Innovation, Sicherheit und Stil für moderne Biker ...
Sicherheit auf höchstem Niveau Sicherheitszubehör bleibt das Herzstück jeder Motorradausrüstung. Moderne Helme kombinieren Stoßfestigkeit mit elektronischen Features wie integrierten Kommunikationssystemen, HUD-Displays und Crash-Sensoren, die im Notfall Hilfe rufen. Airbag-Westen und Jack
Lidl reduziert die Preise für deutsche Kartoffeln ...
- Lidl investiert in kurzzeitige Preissenkungen durch eigenen Margenverzicht, um Landwirte sofort zu unterstützen - Ab 24.11.: Für jeden verkauften Zehn-Kilogramm-Sack Kartoffeln fließen 20 Cent zusätzlich an die Landwirte - Ziel: Sofortige Entlastung der heimischen Landwirtschaft - Lidl setzt
Vom Schrott zum Zukunftsrohstoff: Krefeld investiert in NE-Metallrecycling ...
Krefeld treibt nachhaltiges NE-Metallrecycling voran – Schrott wird zur Ressource von morgen Metalle sind das Rückgrat der modernen Industrie – und Krefeld zeigt, wie nachhaltige Rohstoffsicherung im 21. Jahrhundert funktioniert. Während weltweit Rohstoffe knapper und teurer werden, setzt d
Gold und Silber im Höhenflug: Bonner Recyclingbranche erlebt glänzende Zeiten ...
Gold- und Silberpreise steigen weiter – Recyclingunternehmen in Bonn profitieren vom Boom Gold und Silber feiern ihr Comeback – an den Märkten, in den Schmuckschatullen und sogar im Schrottcontainer.Die beiden Edelmetalle stehen erneut im Zentrum des wirtschaftlichen Interesses,denn ihre Pr




