Studie zeigt: Illegale E-Zigaretten machen schätzungsweise 40 bis 60 Prozent des deutschen Marktes

Studie zeigt: Illegale E-Zigaretten machen schätzungsweise 40 bis 60 Prozent des deutschen Marktes aus / Hunderte Millionen Euro Steuerausfälle

ID: 2212433
(ots) -
- Onlinehandel, EU-Regelungsunterschiede und überlastete Behörden befeuern den boomenden Schwarzmarkt
- Nicht versteuertes E-Liquid kostet rund 10 Euro pro Liter - gegenüber 300 Euro bei ordnungsgemäßer Besteuerung

Der illegale Handel mit E-Zigaretten hat sich in Deutschland zu einem Milliardengeschäft entwickelt: Laut einer neuen Studie, die von HG Innovation Limited in Auftrag gegeben und von FTI Consulting durchgeführt wurde, entfallen inzwischen 40 bis 60 Prozent des Gesamtabsatzes auf den Schwarzmarkt. Die Untersuchung mit dem Titel Der Schwarzmarkt für E-Zigaretten in Deutschland: Strukturen, Dynamiken und regulatorische Herausforderungen zeigt: Hohe Steuern, wachsende Regulierung und unzureichende Durchsetzung führen zu Steuerausfällen von bis zu 390 Millionen Euro allein im Jahr 2024.

Als Markeninhaber von ELFBAR und LOST MARY in der Europäischen Union liefert HG Innovation die erste umfassende Analyse der Schattenwirtschaft rund um E-Zigaretten in Deutschland. Basierend auf Interviews mit Behörden und Branchenexperten sowie Marktanalysen beleuchtet die Studie, wie überlastete Vollzugsstrukturen, grenzüberschreitende Regelungslücken und komplexe EU-Regelwerke kriminellen Netzwerken den Weg geebnet haben.

"Der unkontrollierte Zustrom illegaler Produkte untergräbt den Verbraucherschutz und benachteiligt verantwortungsbewusste Hersteller. "Wir möchten gemeinsam mit den deutschen Behörden und Marktakteuren an klaren und konsistenten Regeln arbeiten - mit dem Ziel, den Schwarzmarkt wirksam einzudämmen", erklärt ein Sprecher von ELFBAR und LOST MARY, zwei globalen Marken von HG Innovation.

Organisierte Netzwerke hinter dem Boom

Vom Produzenten außerhalb der EU über Zwischenhändler bis hin zu Online-Shops und Kiosken in Deutschland: Organisierte kriminelle Gruppen nutzen Unterschiede in Besteuerung, Regulierung und Kontrolle zwischen den Mitgliedstaaten aus, um Millionen illegaler Produkte in den Markt zu schleusen.



Länder ohne oder mit niedriger Verbrauchsteuer - insbesondere die Niederlande - dienen dabei als Einfallstore in den Binnenmarkt.

Warum Verbraucher illegal kaufen

Preis, Produktvielfalt und leichte Zugänglichkeit treiben die Nachfrage. Onlinehändler ohne ausreichende Altersprüfung schaffen Zugang für Minderjährige und bieten enorme Preisvorteile: Nicht versteuertes E-Liquid kostet etwa 10 Euro pro Liter, gegenüber rund 300 Euro pro Liter, wenn es ordnungsgemäß besteuert wird.

Überlastete Kontrolle, begrenzte Wirkung

Rund 98 Prozent aller E-Zigaretten Lieferungen nach Deutschland werden nicht kontrolliert. Viele Anbieter operieren außerhalb der EU und entziehen sich damit deutscher Zuständigkeit. Unterschiedliche nationale Vorschriften für Vaping-Produkte erschweren die europaweite Koordination, während die Zoll- und Steuerbehörden mit begrenzten Ressourcen arbeiten. Laut Studie bleiben etwa 80 Prozent aller Meldungen über illegale Verkäufer ohne Antwort - ein deutliches Zeichen struktureller Überlastung.

Eine neue Generation illegaler Produkte

Der Schwarzmarkt wird zunehmend unsichtbar und professionell: Klassische Fälschungen weichen Eigenmarken illegaler Anbieter, die keine Kennzeichnung, Warnhinweise, Steuerbanderolen oder Inhaltsstofflisten tragen. Diese Produkte unterlaufen alle Sicherheitsstandards - häufig mit überhöhten Volumina oder Nikotin Konzentrationen sowie nachweislich problematischen Inhaltsstoffen. Besonders sogenannte Big Puffs, die weit über die gesetzlich erlaubten 2 Milliliter hinausgehen, sind weit verbreitet.

Regulierung mit Nebenwirkungen

Die Studie weist darauf hin, dass überproportionale Besteuerung und restriktive Maßnahmen zwar beabsichtigte Lenkungseffekte haben, gleichzeitig aber kontraproduktive Folgen erzeugen: Legale Produkte werden für erwachsene Konsumenten weniger zugänglich, während der illegale Markt weiter wächst - mit sinkendem Verbraucherschutz und steigenden Steuerausfällen.

AUSBLICK: Den Kreislauf durchbrechen

Die Studie zeigt, dass der aktuelle Zustand durch das Zusammenspiel von regulatorischer Komplexität, begrenzten Vollzug Ressourcen und organisierter Kriminalität entstanden ist. Um den Schwarzmarkt einzudämmen, unterstützt HG Innovation Maßnahmen in vier zentralen Handlungsfeldern:


- Steuerpolitik: Maßvolle Besteuerung stärkt den legalen Markt - Überbesteuerung facht den Schwarzmarkt an.
- Organisierte Kriminalität: Effektive Durchsetzung statt weiterer Regulierung ist entscheidend, um kriminelle Strukturen zu zerschlagen.
- Gesundheitspolitik: Verhältnisgerechte, wissenschaftsbasierte Regulierung schützt Verbraucher wirksamer als Verbote.
- Jugendschutz: Schutz junger Menschen bedeutet, illegalen Zugang zu unterbinden, nicht den regulierten Markt einzuschränken.

Die vollständige Studie steht unter diesem Link (https://www.dropbox.com/scl/fi/ermdps1t59d8u5s5jy4hc/Studie_Schwarzmarkt-f-r-E-Zigaretten-in-Deutschland.pdf?rlkey=u8fh6321ckg04v08gdpro71dj&st=n03u81ra&dl=0) zum Download bereit.

Über HG Innovation Limited / Heaven Gifts

HG Innovation Limited, auch bekannt als Heaven Gifts, wurde 2007 gegründet und zählt zu den Pionieren innovativer Verdampfungstechnologien als Alternative zum Rauchen. Zwischen 2018 und 2021 wandelte sich das Unternehmen von einer Handelsplattform zum Markeninhaber führender globaler E-Zigarettenmarken wie ELFBAR und LOST MARY. Heute sind die Produkte von Heaven Gifts in rund 100 Märkten weltweit erhältlich und unterstützen über 50 Millionen erwachsene Nutzer auf ihrem Weg zu schadstoffärmeren Alternativen.

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