Gesundheitshandwerke in Berlin: Augenoptik als wichtige Säule in der Versorgung stärken
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(ots) - Am 13. November diskutierte die Arbeitsgemeinschaft der Gesundheitshandwerke beim Parlamentarischen Abend in Berlin mit 70 Abgeordneten und Spezialisten der Gesundheits- und Sozialpolitik über eine zukunftsfähige Hilfsmittelversorgung. ZVA-Präsident Christian Müller rief die Politik dazu auf, der Augenoptik als wichtiger Säule in der Versorgung mit Medizinprodukten mehr Kompetenz zuzusprechen, sodass Ärztinnen und Ärzte mehr Kapazitäten für die Behandlung erkrankter Menschen erhalten.
Die Vertreterinnen und Vertreter der Augenoptik, Hörakustik, Orthopädieschuhtechnik, Orthopädietechnik und Zahntechnik verdeutlichen ihre Eckpunkte für eine zukünftige Gesundheitspolitik im Sinne von Patientinnen und Patienten wie auch der Betriebe in einem Positionspapier, das online (https://www.zdh.de/fileadmin/Oeffentlich/UDH/Themen/Gesundheitshandwerke/2025_Positionspapier_der_Arbeitsgemeinschaft_Gesundheitshandwerke.pdf) abrufbar ist.
Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), betonte zur Eröffnung der Veranstaltung in der Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund, dass es gute Rahmenbedingungen für die Gesundheitshandwerke braucht, damit die Menschen in unserem Land auch weiterhin adäquat versorgt werden.
Der Parlamentarische Staatssekretär aus dem Bundesgesundheitsministerium, Tino Sorge (MdB), ergänzte in seinem Redebeitrag: "Ohne die Gesundheitshandwerke wäre die Versorgung in Deutschland kaum denkbar. Spezialisierte Anbieter von Hilfsmitteln und Zahnersatz stellen seit Jahren ein hohes Versorgungsniveau sicher. Gesundheitsberufe mit hoher Expertise sind längst nicht nur ein Qualitätsmerkmal des deutschen Gesundheitssystems - sie sind auch ein Standortfaktor, den wir stärken wollen." Tino Sorge formulierte drei Aspekte für die Reform der Hilfsmittelversorgung: faire Vergütungsstrukturen, weniger Bürokratie, Steigerung der Attraktivität der Gesundheitshandwerke und Digitalisierung.
ZVA-Präsident Christian Müller sprach sich für eine neu strukturierte, kompetenzorientierte Aufgabenverteilung in der Hilfsmittelversorgung aus sowie für die konsequente Anwendung der gesetzlichen Vorgaben zu ärztlichen Verordnungen. Beide Forderungen decken sich mit den Positionen der Ärzteschaft. Die Umsetzung würde Prozesse beschleunigen, Arztpraxen entlasten und einen Beitrag zur dringend nötigen finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung leisten: "Wenn die nicht-ärztlichen Gesundheitsberufe, insbesondere die Gesundheitshandwerke, in der Verantwortung für die Hilfsmittelversorgung und Vorsorge gestärkt werden, können sich Ärzte auf das konzentrieren, was sie aufgrund ihrer Qualifikation zwingend tun müssen: nämlich Erkrankungen erkennen und behandeln. Eine kompetenzorientierte Aufgabenverteilung hilft nicht nur der Finanzierung durch die Krankenkassen, sondern trägt auch zur Attraktivität der Berufe im Gesundheitshandwerk beim dringend benötigten Nachwuchs bei."
Dr. Stephan Pilsinger (MdB), stellvertretender Vorsitzender des Gesundheitsausschusses und fachpolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, diskutierte anschließend mit den Präsidenten der Gesundheitshandwerke über die speziellen Belange der verschiedenen Gewerke. Er betonte dabei: "Die deutschen Gesundheitshandwerke stehen für qualitativ hochwertige Hilfsmittel in mittelständisch geprägter Produktion. Als Abgeordneter setze ich mich für weniger Bürokratie und Planungssicherheit für unsere Gesundheitshandwerke ein. Sie bilden aus, sichern wertvolle Arbeitsplätze und halten unsere Versorgung am Laufen. Vonseiten der Politik müssen wir unsere Meisterbetriebe, Digitalisierung und Wettbewerb stärken. So bleiben wir auch international spitze." Stephan Pilsinger forderte konkret ein Zugriffsrecht der Gesundheitshandwerke auf die elektronische Patientenakte und setzte sich für eine kompetenzorientierte Aufgabenverteilung zwischen Ärzten und Gesundheitsberufen ein.
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Datum: 17.11.2025 - 14:30 Uhr
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