Wenn keiner mehr hinschaut - warum die Demokratie den Lokaljournalismus braucht / Neue BLM-Studie veröffentlicht
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(ots) - Der Lokaljournalismus bleibt ein zentraler Kompass im Informationsalltag der demokratischen Gesellschaft. Doch die Landkarte verändert sich, er muss seine Rolle im neuen Informationsgefüge behaupten. Das zeigt die bevölkerungsrepräsentative Studie "Lokaljournalismus & Demokratie" der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), die gerade veröffentlicht wurde.
"Der Lokaljournalismus steht unter Druck - das ist kein Niedergang, aber ein Weckruf. Wenn der Lokaljournalismus seine gesellschaftliche Leitfunktion behalten will, muss er präsenter, dialogischer und vernetzter werden. Und: Wir müssen lokale Medien als verlässliche Orientierungsanker aktiv verteidigen. Denn wenn keiner mehr hinschaut, ist unsere Demokratie in Gefahr", sagt Dr. Thorsten Schmiege, Präsident der BLM.
Die wichtigsten Ergebnisse der neuen Studie, die Sie hier (https://www.blm.de/lokaljournalismus-demokratie) finden:
Mehr als die Hälfte der Menschen nutzt täglich lokale Medien - und das zahlt direkt auf unsere Demokratie ein. Wer regelmäßig lokale Medien liest, hört oder sieht, vertraut Institutionen stärker, fühlt sich besser informiert und erlebt mehr Zusammenhalt.
Die Kehrseite zeigt sich in den Sorgen der Menschen: Wo Redaktionen schrumpfen oder verschwinden, befürchten viele gefährliche Lücken - weniger Transparenz, weniger Kontrolle, weniger öffentlicher Diskurs. Zwei Drittel der Befragten haben die Sorge, dass ohne journalistische Angebote wichtige Themen aus dem Blick geraten.
Die Studie zeigt auch, wie sich der Lokaljournalismus für die Zukunft aufstellen sollte: Gerade jüngere Zielgruppen erwarten digitale Formate, Dialog und Transparenz statt Belehrung. Glaubwürdigkeit heißt für sie offen erklären, einordnen und Beteiligung ermöglichen.
Das Fazit? Lokaljournalismus ist kein nostalgisches Auslaufmodell, sondern demokratische Infrastruktur - und bleibt für die informierte und widerstandfähige Gesellschaft unverzichtbar.
Pressekontakt:
Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM)
Stefanie Reger
Pressesprecherin
Tel.: 089 63808-315
E-Mail: stefanie.reger@blm.de
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Datum: 18.11.2025 - 12:07 Uhr
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