Reform des Auswärtigen Amtes gefährdet unabhängige humanitäre Hilfe - Welthungerhilfe warnt vor politischer Instrumentalisierung
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(ots) - Die Welthungerhilfe kritisiert die vom Auswärtigen Amt angekündigte Reorganisation. Geplant ist eine Umstrukturierung, die Außenpolitik künftig stärker an deutschen Sicherheits-, Ordnungs- und Wirtschaftsinteressen ausrichten soll. Mit Sorge wird die Auflösung der Abteilung S betrachtet. Deren Kernkompetenzen - darunter humanitäre Hilfe, Krisenprävention, Stabilisierung und Friedensförderung - sollen in Regionalabteilungen und andere Strukturen verlagert werden.
"Humanitäre Hilfe darf nicht Teil einer 'Deutschland-first'-Logik werden", sagt Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe. "Sie muss sich allein am Bedarf der Menschen ausrichten und nicht sicherheitspolitischen Prioritäten folgen. Damit droht eine Verwässerung der humanitären Prinzipien. Dass die erfolgreiche Bündelung humanitärer Hilfe in einer Abteilung aufgelöst wird - während zeitgleich Mittel dramatisch reduziert werden - sendet in Zeiten humanitärer Eskalationen zudem ein falsches Signal. Deutschlands internationale Glaubwürdigkeit als prinzipientreuer und verlässlicher humanitärer Akteur steht auf dem Spiel."
Die Welthungerhilfe befürchtet zum einen den Verlust der Unabhängigkeit Wenn humanitäre Zuständigkeiten in politisch gesteuerte Länderreferate wandern, droht eine Unterordnung unter Sicherheits- und Geopolitik - ein Bruch mit bedarfsorientierter, rechtsbasierter Hilfe. Zudem würde die Aufteilung der Fachreferate institutionelles Wissen schwächen und gemeinsame Standards und schnelle Entscheidungen herausfordernder gestalten. Das macht Hilfe langsamer, unklarer und weniger wirksam. Die Welthungerhilfe fordert eine klare Trennung von humanitärer Hilfe und Sicherheitspolitik. Humanitäre Hilfe sollte eigenständig, und innerhalb einer Abteilung im Auswärtigen Amt erhalten bleiben.
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Datum: 28.11.2025 - 16:35 Uhr
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