Im Senegal werden Männer für Frauen- und Kinderrechte sensibilisiert
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(ots) - Es gibt sie: die guten Nachrichten, die positiven Veränderungen und Aufwärtstrends für Kinder und Familien. In einer Welt, die oft reflexartig auf das Negative schaut, berichten die SOS-Kinderdörfer in den Good News über das, was uns aufrichtet.
Die Initiative ,Schule für Ehemänner' sensibilisiert senegalesische Männer für die Rechte ihrer Frauen und Kinder, insbesondere hinsichtlich deren Gesundheit. Mehr als 300 Männer haben die Schulung bereits durchlaufen. In ihren Gemeinden fungieren sie als Vermittler und Multiplikatoren eines neuen männlichen Rollenverständnis - jenseits stark patriarchalisch geprägter Normen.
Die von den Vereinten Nationen geförderte Initiative wird an über 20 Standorten durchgeführt. Die ,Schule für Ehemänner' will Geschlechterstereotype aufbrechen. Dort werden Themen wie die Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen oder die grausame Praxis der Genitalverstümmelung verhandelt, trotz Verbotes ist sie im Senegal noch weit verbreitet. Darüber hinaus gelten die Schulungen als wirksame Strategie zur Bekämpfung der Mütter- und Säuglingssterblichkeit. Durchschnittlich bringt eine Senegalesin vier Kinder zur Welt. Im weltweiten Ranking zur Müttersterblichkeit belegt das westafrikanische Land den 32. Platz (zum Vergleich: Deutschland liegt auf Platz 182). Zwischen Sterberaten und Hausgeburten besteht ein enger Zusammenhang. Eine Einflussgröße: Frauen aus einkommensschwachen Familien, vor allem die aus ländlichen Gebieten, haben generell eingeschränkteren Zugang zu reproduktiven Gesundheitsdiensten wie einer Krankenhausgeburt. Letztlich entscheiden aber die Ehemänner über die Inanspruchnahme einer Schwangerschaftsvorsorge oder Krankenhausgeburt. Anders als eine Hausgeburt ist die Niederkunft unter medizinischer Aufsicht kostenaufwändig. Unter anderen ist auch der finanzielle Aufwand für die Männer oft ein Argument für eine Hausgeburt. Und so leistet die ,Schule für Ehemänner' einen Beitrag zur Mütter- und Säuglingsgesundheit, indem sie die Familienväter über die gesundheitlichen Risiken von Hausgeburten aufklärt.
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Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 - 984 723 45
E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
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Datum: 30.11.2025 - 10:00 Uhr
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