Nebenkosten steigen deutlich stärker als Mieten OTTO STÖBEN fordert faire Bewertung der Wohnkostenentwicklung
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AdobeStock/415849565(firmenpresse) - Während in der öffentlichen Debatte häufig von steigenden Mieten die Rede ist, zeigt sich in der Praxis ein anderes Bild: Der größte Kostentreiber beim Wohnen sind längst die Nebenkosten. Nach Analysen des Deutschen Mieterbundes, des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln) und von Scout24 stiegen die Betriebskosten in Deutschland zwischen 2023 und 2024 um rund 10 bis 17 Prozent, während die Nettokaltmieten im selben Zeitraum vergleichsweise stabil blieben.
Viele Menschen nehmen steigende Gesamtmieten wahr und geben die Verantwortung direkt an die Vermieter weiter. Tatsächlich sind es aber vor allem Energiepreise, Kommunalabgaben, Versicherungen sowie steigende Kosten für Sondermüllentsorgung und Ungezieferbekämpfung, die die Wohnkosten in die Höhe treiben“, erklärt die Geschäftsführung von OTTO STÖBEN Immobilien.
„Gerade letztere Kosten entstehen häufig durch Mieterverschulden und müssen dennoch in der Abrechnung berücksichtigt werden. Das wird in der öffentlichen Diskussion kaum thematisiert.
Zahlen belegen deutliche Entwicklung
Laut dem Deutschen Mieterbund lagen die durchschnittlichen Betriebskosten 2023 bei 2,51 Euro pro Quadratmeter und Monat – etwa 10 Prozent höher als 2022.?Eine Auswertung von Scout24 zeigt für 2024 durchschnittliche Nebenkosten von 2,94 Euro pro Quadratmeter – ein Plus von rund 16,7 Prozent gegenüber Anfang 2022.?Besonders stark gestiegen sind Heiz- und Warmwasserkosten – laut Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) etwa 43 Prozent über dem Niveau von 2021.
Vermieter haben kaum Einfluss auf Nebenkosten
Die meisten Nebenkosten entstehen durch kommunale Gebühren, Energiepreise oder Dienstleistungen. Auch Handwerkerleistungen sind in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden, was sich zunehmend auf die Betriebskosten auswirkt. Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Preise für Handwerksarbeiten am Bau allein zwischen 2022 und 2024 um rund 18 Prozent: und dies insbesondere in den Bereichen Heizung, Sanitär und Elektroinstallation.?Diese treffen letztlich auch Mieterinnen und Mieter, da bestimmte Wartungs- und Serviceleistungen, etwa Heizungswartung, Schornsteinfeger, Dachrinnenreinigung oder regelmäßige Schädlingsbekämpfung über die Nebenkosten abgerechnet werden dürfen.?Vermieter hingegen haben darauf kaum Einfluss und sehen sich ebenfalls mit steigenden Handwerker- und Materialpreisen konfrontiert. „Wenn Strom, Heizung oder Grundsteuer und Müllkosten steigen, wird das in der Abrechnung sichtbar, aber der Vermieter profitiert davon nicht“, erläutert Patrick Stöben, Geschäftsführer der OTTO STÖBEN GmbH.
Mehr Transparenz kann Missverständnisse vermeiden
OTTO STÖBEN empfiehlt Eigentümern, ihre Mieter regelmäßig über die Entwicklung der Betriebskosten zu informieren und Abrechnungen verständlich zu gestalten. „Je klarer aufgeschlüsselt wird, welche Kosten von Energieversorgern, Städten oder Versicherungen stammen, desto besser lässt sich nachvollziehen, wo die eigentlichen Ursachen liegen.“
Auch Mieter können durch bewusstes Verhalten dazu beitragen, Betriebskosten zu senken, wie durch sparsamen Energie- und Wasserverbrauch, richtige Mülltrennung oder das Melden von Defekten, bevor Folgeschäden entstehen.
Fazit
Die Diskussion über ‚hohe Mieten‘ greift zu kurz. Tatsächlich sind es die Betriebskosten, die in den letzten Jahren die größten Sprünge gemacht haben. Für eine faire Betrachtung der Wohnkosten sollte klar zwischen Nettokaltmiete und Nebenkosten unterschieden werden, denn nur so lässt sich nachvollziehen, wo die tatsächlichen Belastungen entstehen – und wie Vermieter, Mieter und Politik sachgerecht entlastet werden können.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Datum: 03.12.2025 - 10:44 Uhr
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