UKGM stärkt Angebot für Patientinnen mit Brustkrebs / Gießen und Marburg gründen gemeinsames standortübergreifendes Brustzentrum
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(ots) - Das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) stärkt die Versorgung von Patientinnen mit Brustkrebs: Die Gießener Frauenklinik und das traditionsreiche Brustzentrum Marburg schließen sich zu einem gemeinsamen, standortübergreifenden Brustzentrum zusammen. Damit setzt das Uniklinikum einen neuen Maßstab in der onkologischen Versorgung in Hessen.
Durch die enge Kooperation beider Standorte können künftig noch mehr Patientinnen als bisher versorgt werden. Das standortübergreifende Zentrum wird sich damit zu einer der größten Einrichtungen dieser Art in Hessen entwickeln. Die Leitung des neuen, standortübergreifenden Zentrums übernimmt Prof. Dr. Uwe Wagner, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Marburg. Zentrale Ansprechpartnerin am Standort Gießen ist Dr. Anne Wiegand, Oberärztin der Gießener Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.
Mit dem Zusammenschluss vereinheitlicht das UKGM die qualitätsgesicherten Standards für Diagnostik, Therapie und Nachsorge an beiden Standorten. Die enge Verzahnung ermöglicht eine standortübergreifende, interdisziplinäre Zusammenarbeit unter einem gemeinsamen Dach.
In Gießen wird eine neue Brustsprechstunde an drei Tagen pro Woche etabliert, getragen von den Fachrichtungen Gynäkologie und Radiologie. Ziel ist es, durch frühzeitige Abklärung, individuelle Beratung und leitliniengerechte Therapie den Behandlungspfad von Beginn an optimal zu gestalten.
Die senologische Diagnostik, also die Untersuchung der Brust, am Standort Gießen liegt in den Händen von Prof. Dr. Ivo Meinhold-Heerlein, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, und Prof. Dr. Gabriele Krombach, Direktorin der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Kinderradiologie. Die spezialisierte Brustdiagnostik setzt auf modernste Technik: Neben digitaler Mammographie werden 3D-Sonographie, Elastographie und MRT nach aktuellem Stand der Leitlinien eingesetzt.
Bildgestützte, minimalinvasive Gewebeentnahmen ermöglichen eine präzise Abklärung - das Ergebnis liegt durch die enge Kooperation mit dem Institut für Pathologie unter der Leitung von Prof. Dr. Carsten Denkert (Marburg) bereits am Folgetag vor. So kann die Phase der Unsicherheit für betroffene Frauen spürbar verkürzt werden.
Das Marburger Brustzentrum Regio unter dem Dach des Comprehensive Cancer Centers war das dritte von der deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte Zentrum seiner Art in Deutschland. Seit 2002 wurden dort über 12.000 Mammakarzinome behandelt - unter Einsatz eines breiten Spektrums modernster operativer Techniken. Die Gießener Universitätsfrauenklinik wiederum wurde vom WBC (Westdeutsches Brust-Centrum zur Diagnose, Behandlung und Nachsorge bei Brustkrebs) erfolgreich zertifiziert.
Die erfahrenen Teams von Brustoperateuren im neuen gemeinsamen Zentrum garantieren onkologische Sicherheit bei gleichzeitiger Berücksichtigung individueller Wünsche der Patientinnen. Zu den Standardverfahren gehören die Wächterlymphknotenbiopsie, verschiedene Verfahren der brusterhaltenden Chirurgie sowie rekonstruktive Eingriffe mit Eigengewebstransplantationen.
Das neue Brustzentrum bietet nicht nur hochspezialisierte medizinische Versorgung, sondern legt großen Wert auf eine individuelle und ganzheitliche Betreuung:
- Pflegeexpertinnen begleiten Patientinnen einfühlsam am Krankenbett.
- Eine psychoonkologische Betreuung erfolgt in Kooperation mit der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie.
- In sozialen und rehabilitativen Fragen stehen Expert:innen für Pflegeüberleitungen zur Verfügung.
- Die Klinikseelsorge ermöglicht spirituelle Begleitung für Patientinnen, Angehörige und Mitarbeitende.
Ein Blick nach vorn: Die nächste Zertifizierung des Gießener Standorts steht kurz bevor - ein bedeutender Schritt für das Universitätsklinikum, denn perspektivisch soll das Brustzentrum auch in das Netzwerk des Universitären Centrums für Tumorerkrankungen (UCT) eingebunden werden, was zusätzliche Forschungs- und Therapiemöglichkeiten eröffnet.
Mit dem neuen gemeinsamen Zentrum setzt das UKGM ein starkes Zeichen für eine zukunftsweisende, patientenorientierte und qualitätsgesicherte Brustkrebsversorgung in Hessen - getragen von medizinischer Exzellenz, interdisziplinärer Zusammenarbeit und menschlicher Zuwendung.
Prof. Dr. Ivo Meinhold-Heerlein: "Unsere Patientinnen werden vom optimierten senologischen Angebot in Gießen in hohen Maße profitieren."
Prof. Dr. Uwe Wagner: "Mit dem gemeinsamen Brustzentrum bündeln wir die Stärken beider Universitätsstandorte, um unseren Patientinnen eine bestmögliche, individuell abgestimmte Versorgung zu bieten. Unser Ziel ist eine moderne, menschlich zugewandte Medizin - von der Früherkennung bis zur Nachsorge, auf höchstem wissenschaftlichem Niveau und in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit."
Pressekontakt:
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH (UKGM)
Frank Steibli | Leiter Unternehmenskommunikation und Pressesprecher
T. +49 641 985- 51020 | frank.steibli@uk-gm.de
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Datum: 05.12.2025 - 11:24 Uhr
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