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Skandinaviens Bergbausektor erlebt derzeit eine Phase aktiver Metallexploration. Zahlreiche Unternehmen meldeten in diesem Jahr Ressourcenschätzungen oder signifikante Fortschritte. Die hohen Rohstoffpreise dürften diesen Trend noch verstärken.



(PresseBox) - Der Rohstoffexplorer Arctic Minerals (ISIN: SE0024172779, WKN: A411LJ) meldete im November richtungsentscheidende Fortschritte für sein Swan Lake Projekt in der schwedischen Provinz Norbotten. Das 218 km² große Gebiet befindet sich in prominenter Nachbarschaft, geradezu eingeklemmt zwischen den Kupfer-Gold-Porphyr-Lagerstätten Aitik und Laver im Besitz des schwedischen Bergbaugiganten Boliden. Die Aitik-Mine zählt zu den bedeutendsten Kupferabbaustätten Europas.

Beeindruckende Geologie bei Swan Lake

Das geologische Team von Arctic Minerals war nach Bodenkartierung und geophysikalischen Untersuchungen rasch überzeugt und leitete Polarisationsmessungen ein – in der Exploration ein wichtiger Schritt zur Präzisierung und Priorisierung späterer Bohrungen. „Die geologischen Gegebenheiten am Swan Lake sind beeindruckend“, schildert Arctic Minerals Director Peter George seine Eindrücke. Die bisherigen Arbeiten unterstreichen seiner Ansicht nach das Potenzial von Swan Lake für epithermale, veränderte Lithocap-Gold-Silber- und porphyrische Kupfer-Gold-Mineralisierungen.

Arctic Minerals steht stellvertretend für den Aufschwung der Rohstoffexploration in Skandinavien. Finnland, Schweden und Norwegen haben sich aufgrund ihres großen und weitgehend unerschlossenen geologischen Potenzials, ihrer politischen Stabilität und ihrer fortschrittlichen Infrastruktur zu einem entscheidenden Gebiet für die künftige europäische Rohstoffgewinnung entwickelt.

Daten belegen den Aufwärtstrend. Laut dem schwedischen Geological Survey wuchsen die Investitionen in die Rohstoffexploration im Land 2024 im Vergleich zum Vorjahr um gut 5 %.  Die Zahl der erteilten Explorationsgenehmigungen lag auf dem höchsten Stand seit 2017. Daten der finnischen Agentur für Sicherheit und Chemikalien (Tukes) zufolge legten die Investitionen der Bergbauindustrie gegenüber dem Vorjahr um 18 % auf 449 Mio. EUR zu. Zwar sanken die Ausgaben für Mineralexploration um 4 % - die nach dem Bergbaugesetz ausgewiesene Explorationsfläche, die zur Durchführung von Explorationstätigkeiten berechtigt, erreichte mit 3.050 km² jedoch einen neuen Rekordwert. Norwegen intensiviert die Bemühungen in der Rohstoffexploration ebenfalls – auch, um die Bedeutung von Öl und Gas zu reduzieren.



Rohstoffreichtum in günstigem Umfeld

Das Umfeld ist günstig: Schweden, Finnland und Norwegen erstrecken sich zusammen über eine Fläche von 1,17 Mio. km². Das ist etwas mehr als der Tier-1-Bergbaustandort Ontario. Mit etwa 21,8 Millionen Einwohnern ist Skandinavien jedoch dichter besiedelt als das 15 Mio. Einwohner zählende Ontario – dicht genug, um genügend Fachkräfte und erstklassige Infrastruktur bereitzustellen, und dünn genug, um Exploration ohne große Konflikte mit Anwohnern durchführen zu können.

Der Rohstoffreichtum der Region ist hinlänglich bekannt, sorgte aber in den vergangenen Jahren dennoch immer wieder für Überraschungen. So fand das staatliche schwedische Bergbauunternehmen LKAB 2022 nördlich seiner größten Mine in der arktischen Stadt Kiruna eine Lagerstätte mit mehr als 1 Million Tonnen Seltenen Erden.

Auch die Vorzüge der nordischen Jurisdiktionen haben sich in der Branche herumgesprochen. Finnland wurde in der letzten Umfrage des Fraser Institutes zum attraktivsten Standort weltweit für Investitionen im Bergbausektor gewählt – noch vor den vier US-Bundesstaaten Nevada, Alaska, Wyoming und Arizona. Schweden und Norwegen belegten den 6. bzw. 10. Platz.

Skandinavische Metallexplorer mit Fortschritten

Im zu Ende gehenden Jahr haben zahlreiche Rohstoffexplorer in den skandinavischen Ländern substanzielle Fortschritte für ihre Projekte berichtet. District Metals meldete im Juni eine aktualisierte Ressourcenschätzung für das Viken Energy Metals Projekt im schwedischen Jämtland County. Allein der indizierte Teil der Ressource taxiert die Lagerstätte auf 176 Mio. lb Uran, 2,851 Mio. lb Vanadium, 413 Mio, lb Zink sowie Seltene Erden, darunter 0,22 Mio. Tonnen Yttriumoxid.

Blue Moon Metals legte im September eine abgeleitete Ressourcenschätzung für das Sulitjelma Projekt im norwegischen Nordland County vor. Diese taxiert die Lagerstätte auf 17 Mio. Tonnen Gestein mit 1,06 % Kupfer und 0,21 % Zinn.  Ebenfalls in Norwegen, aber deutlich weiter nördlich als Sulitjelma in der Provinz Finnmark befinden sich Blue Moons Projekte Nussir und Ulveryggen, die rund drei Kilometer auseinanderliegen. Für Nussir wurde Stand Ende Januar 2025 eine gemessene und angezeigte Ressource von 28,72 Mio. Tonnen Gestein mit 1,02 % Kupfer und zusätzlich 12,3 Gramm Silber und 0,12 Gramm Gold pro Tonne ausgewiesen.

Nordic Resources legte im Juli eine neue Mineralressourcenschätzung für das Hirsikangas Projekt im Mittleren Österbotten Goldgürtel Finnlands vor. Demnach enthält die Lagerstätte in der angezeigten und abgeleiteten Kategorie 7,29 Mio. Tonnen Gestein mit 1,13 Gramm Gold pro Tonne – genug für 264.000 Feinunzen.

Die Liste der Rohstoffexplorer aus Skandinavien ließe sich an dieser Stelle noch lange fortsetzen: Zahlreiche Unternehmen suchen nach Edel- und Industriemetallen, Seltenen Erden und anderen kritischen Mineralien.

Geologische Ähnlichkeiten zu XXL-Lagerstätten

Arctic Minerals betreibt über Swan Lake hinaus weitere Projekte und ist auch in Finnland und Norwegen aktiv. Priorität genießt derzeit das Kupfer-Silber-Projekt Hennes Bay in der südwestlichen schwedischen Provinz Dalsland. Die Geologen des Explorers sind auf diesen weitgehend unerforschten Teil der Grenville-Orogenese aufmerksam geworden, da aus diesem Typ Gebirgsbildungssystem weltbekannte Kupferlagerstätten wie Kamoa-Kakula, Tenke-Fungurumi und White Pine hervorgegangen sind.

Die im März 2025 vorgelegte Mineralressourcenschätzung (MRE) für Hennes Bay taxiert das Vorkommen auf 55,39 Mio. Tonnen mit einem Gehalt von 1,0 % Kupferäquivalent. Der Gesamtmetallgehalt umfasst 447 kt Kupfer und 36,99 Mio. Unzen Silber. Arctic Minerals sieht jedoch enormes weiteres Explorationspotenzial und rechnet damit, die MRE kurz- bis mittelfristig erheblich erweitern zu können.

Aktuell wird das Unternehmen an der Börse mit gut 23 Mio. EUR bewertet. In einem für Kupfer und Silber weiterhin günstigen Marktumfeld sind viel höhere Bewertungen vorstellbar – vor allem, sollte es - ähnlich wie in den USA - zu einer stärkeren Begünstigung von in Europa produzierten Rohstoffen kommen.

Weitere Informationen zu Arctic Minerals finden Sie im Unternehmensprofil auf Miningscout.de:

https://www.miningscout.de/minenaktien/arctic-minerals-ab/

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Datum: 17.12.2025 - 08:12 Uhr
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