Neue Förderung von Tiefengeothermieanlagen zur kommunalen Wärmeversorgung
ID: 2220143

(ots) -
- Bundeswirtschaftsministerium, KfW und Munich Re starten innovatives Förderprogramm
- Zinsgünstige Darlehen zur Finanzierung von Tiefengeothermiebohrungen
- Absicherung der Darlehen deckt Fündigkeitsrisiko ab
- Unterlagen zur Vorprüfung können ab sofort eingereicht werden
Zum 18. Dezember startet die KfW in Zusammenarbeit mit Munich Re und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eine neue Förderung für den Ausbau der Tiefengeothermie zur kommunalen und industriellen Wärmeversorgung. Der "KfW-Förderkredit Geothermie" ist Teil des vom Bundesministerium der Finanzen, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und der KfW initiierten Deutschlandfonds. Dieser setzt mit verschiedenen Finanzierungsinstrumenten staatliche Anreize, um privates Kapital für Investitionen in wichtige Zukunftsbereiche der deutschen Wirtschaft zu gewinnen.
Das innovative Programm setzt an zwei Punkten an: Einerseits unterstützt es die Finanzierung geothermischer Bohrungen ab 400 Metern Tiefe in Deutschland mit zinsgünstigen Krediten der KfW, andererseits sichert es die Fündigkeitsrisiken aus diesen Bohrungen ab. Munich Re prüft die Projekte auf Versicherbarkeit und Durchführbarkeit.
Die KfW stellt pro Projekt Darlehen von bis zu 25 Millionen Euro mit einer maximalen Laufzeit von fünf Jahren zur Verfügung. Das Darlehen ist durch eine Versicherung bzw. einen Teilschulderlass abzusichern. Der Bund stellt Mittel für die Risikoabsicherung bereit. Für die Prüfung kann ab sofort eine Projektübersicht eingereicht werden.
"Die Tiefengeothermie hat das Potenzial, einen substanziellen Beitrag für die klimaneutrale Wärmeerzeugung in Deutschland zu leisten - effizient und unabhängig von fossilen Energieträgern", sagt Melanie Kehr, für das Inländische Fördergeschäft verantwortliche Vorständin der KfW. "Unsere neue Förderung setzt an einem zentralen Ausbauhemmnis an und adressiert das hohe finanzielle Risiko der Bohrungen. Zusammen mit dem Bundeswirtschaftsministerium und Munich Re setzen wir neue Impulse für die Energiewende und stärken so die Souveränität des Wirtschaftsstandorts Deutschland."
Munich Re prüft vor der Kreditbeantragung die Versicherbarkeit der Projekte. Nach erfolgreicher Begutachtung der Mindestvoraussetzungen findet eine detaillierte Projektprüfung statt. Fällt diese ebenfalls positiv aus, stellt die KfW eine Aufforderung zur Antragstellung.
Munich Re sichert 30 bis 70 Prozent der Darlehenssumme ab. Für den nicht abgesicherten Teil gewährt die KfW im Schadensfall - beispielsweise bei Nicht-Fündigkeit - einen Teilschulderlass zu den gleichen Bedingungen wie im Versicherungsvertrag. Dadurch kann der Projektträger bis zu 100 Prozent des Darlehensbetrags absichern.
Mit der Übernahme des Risikos löst Munich Re das Finanzierungsdilemma: "Wir arbeiten im Bereich der Tiefengeothermie mit einem hohen Ausfallrisiko und hohen Risikoanforderungen. Dabei schauen wir uns jedes Projekt auf Basis der jeweiligen Datenlage genau an. Unter diesen Voraussetzungen kann Munich Re Geothermie-Projekte mit einer Fündigkeitsversicherung prinzipiell bundesweit in Vorzugsgebieten absichern. Essenziell bei diesen Projekten ist es, dass wir von Anfang an involviert sind, Einblick in die Messungen und Kalkulationen haben und die Datenlage stimmt", erklärt Thomas Blunck, Mitglied des Vorstands bei Munich Re.
Die Partner tragen mit der neuen Förderung maßgeblich zum Ausbau der Wärmeinfrastruktur und somit zu einer stabilen Energieversorgung bei. Die KfW erweitert darüber hinaus zeitnah den "Investitionskredit für kommunale und soziale Unternehmen" um Investitionen in eine effiziente Wärme- und Stromversorgung. Damit ist die Weiterfinanzierung des Baus einer Geothermieanlage nach einer erfolgreichen Bohrung möglich.
Weitere Informationen finden Sie unter: ww.kfw.de/572 (https://www.kfw.de/s/deiB8D6e)
Details zum Deutschlandfonds erhalten Sie hier: Deutschlandfonds | KfW (https://www.kfw.de/s/dekB8aSA)
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Datum: 18.12.2025 - 14:08 Uhr
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