Zukunftspakt Pflege: Richtige Ansätze - aber noch kein großer Wurf

Zukunftspakt Pflege: Richtige Ansätze - aber noch kein großer Wurf

ID: 2220374

Die Bundesvereinigung der Senioren-Assistenten in Deutschland e.V. (BdSAD) bewertet die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse der Bund-Länder-Arbeitsgruppe "Zukunftspakt Pflege" verhalten optimistisch.



Alltags- und Seniorenassistenz wirkt! Prävention im Alltag für Sicherheit und Lebensqualität (© BdSAD)Alltags- und Seniorenassistenz wirkt! Prävention im Alltag für Sicherheit und Lebensqualität (© BdSAD)

(firmenpresse) - Berlin, 19. Dezember 2025 - Die Bundesvereinigung der Senioren-Assistenten in Deutschland e.V. (BdSAD) bewertet die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse der Bund-Länder-Arbeitsgruppe "Zukunftspakt Pflege" verhalten optimistisch. Die vorgelegte Roadmap enthält wichtige Ansätze für eine stabilere, präventionsorientierte und bürgernahe Pflege.

"Es ist zu begrüßen, dass die häusliche Pflege stärker in den Mittelpunkt rückt", erklärt Carolin Favretto, Vorsitzende des Vorstands der BdSAD. "Mehr Unterstützung vor Ort, besser verzahnte Beratung und ein klarer Präventionsfokus können Pflegebedürftigkeit verzögern und Überforderungssituationen vermeiden - ein wichtiges Signal, auch für pflegende Angehörige."

Positiv bewertet die BdSAD zudem Überlegungen zu flexibleren Leistungsbudgets, zum Bürokratieabbau und zur stärkeren Rolle der Kommunen, insbesondere in unterversorgten Regionen.

Bislang zu wenig berücksichtigt wird jedoch eine essenzielle Säule der häuslichen Pflege: die Alltagsunterstützung. Qualifizierte Alltags- und Seniorenassistenzen fördern Selbstständigkeit, entlasten Angehörige und wirken präventiv. "Hier besteht weiterhin erheblicher Nachholbedarf - sowohl bei Anerkennung als auch bei einer verlässlichen Finanzierung", so Favretto.

Insgesamt bleibt das Papier aus Sicht der BdSAD hinter den Erwartungen an eine umfassende Pflegereform zurück. "Der große Wurf fehlt. Notwendig sind integrierte Ansätze, die Pflege, Gesundheit und soziale Unterstützung stärker zusammendenken."

Konkret empfiehlt die BdSAD den Blick über den Tellerrand: Konzepte wie "Social Prescribing" wie es im Vereinigten Königreich bereits umgesetzt wird, sind zeitgemäß. Die gezielte Vermittlung sozialer und kommunaler Angebote "auf Rezept" kann Einsamkeit und Überforderung frühzeitig entgegenwirken. Als positives regionales Beispiel nennt die BdSAD die Stadt Hannover, wo kommunale Seniorenarbeit, Beratung und Gesundheitsförderung erfolgreich vernetzt sind. Solche Modelle sollten bundesweit gefördert und in die Regelversorgung überführt werden.



Abschließend appelliert die BdSAD an Bund und Länder, die Praxis frühzeitig einzubeziehen und die Reform konsequent weiterzuentwickeln. "Die Ergebnisse sind eine gute Grundlage - entscheidend ist nun eine Umsetzung, die Pflegebedürftige, Angehörige und Fachkräfte spürbar entlastet", so Favretto.

In dieser Presseinformation wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Die Bundesvereinigung der Senioren-Assistenten Deutschland (BdSAD) e.V. mit Sitz in Berlin ist die Interessenvertretung qualifizierter Dienstleister, die begleitende Alltagsunterstützung für Senioren und Menschen mit Hilfebedarf anbieten. Der Verein setzt sich für die Anerkennung des Berufsbildes in der Gesellschaft ein und ist ein Beratungs- und Kompetenznetzwerk mit hohen Qualitätsansprüchen. Auf der Homepage bietet die BdSAD eine Suchfunktion mit der Liste aller Mitglieder als übersichtlichen und schnellen Service an.



Leseranfragen:

Pappelallee 78/79, 10437 Berlin



drucken  als PDF  Leitungswasser-Test: Diese Stoffe finden sich häufiger als gedacht Was Studien zeigen: Gutes Hören kann das Gehirn schützen - kostenloser GEERS-Hörtest hilft bei der Früherkennung
Bereitgestellt von Benutzer: Connektar
Datum: 19.12.2025 - 12:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2220374
Anzahl Zeichen: 2985

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Anja Mikulla
Stadt:

Berlin


Telefon: +49 172 8217884

Kategorie:

Gesundheitswesen - Medizin


Meldungsart:

Diese Pressemitteilung wurde bisher 182 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Zukunftspakt Pflege: Richtige Ansätze - aber noch kein großer Wurf"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Bundesvereinigung der Senioren-Assistenten Deutschland (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Prävention ist die Infrastruktur des guten Alterns ...

Berlin, 1. April 2026 - Zum Tag der älteren Generation fordert die Bundesvereinigung der Senioren-Assistenten in Deutschland e.V. (BdSAD) einen klaren Kurswechsel in der Politik des guten Alterns. Prävention muss Leitprinzip werden - nicht Randnoti ...

Pflegende Angehörige können nicht streiken ...

Berlin, 13. Mai 2024 - "Damit Pflege auch in Zukunft menschenwürdig, selbstbestimmt und bezahlbar ist, müssen wir sie jetzt auf allen Ebenen gestalten. Die Einführung des gemeinsamen Jahresbetrages für die Kurzzeit- und Verhinderungspflege w ...

Alle Meldungen von Bundesvereinigung der Senioren-Assistenten Deutschland


 

Werbung



Facebook

Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z