Ex-Außenminister Fischer zu Adenauer-Jubiläum: An Europäisierung festhalten
ID: 2221858

(ots) - Zum 150. Geburtstag des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer hat der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) eindringlich dazu aufgerufen, an Adenauers Kurs der Europäisierung festzuhalten. "Adenauer hat die Europäisierung Westdeutschlands vorangebracht", sagte Fischer der Kölnischen Rundschau (online und Montagausgabe): "Das war seine riesige historische Leistung, und die wird jetzt durch die AfD in Frage gestellt. Machen wir uns da keine Illusionen." Die AfD wolle zurück zum "alten preußisch geprägten Deutschland". Fischer: "Dass wir dagegen an der Europäisierung festhalten, ist unser oberstes nationales Interesse." Innenpolitisch sei Adenauer zwar milde formuliert "sehr rückwärtsgewandt" gewesen, und die Rolle von Kanzleramtschef Hans Globke, Kommentator der Nürnberger Gesetze, sei "eine ganz dunkle Stelle. Aber in der Außenpolitik hat Adenauer Großartiges geleistet." Fischer betonte: "Außenpolitisch verdanken wir ihm unendlich viel."
"Kernpfeiler im Fundament Europas" ist für Fischer die deutsch-französische Aussöhnung. Sie sei aber nie aber "nie eine Alternative zu seinem Verhältnis oder dem der Bundesrepublik zu den USA" gewesen. Nun müsse man sich darauf vorbereiten, dass die USA sich "perspektivisch zurückziehen" würden: "Ob ganz oder teilweise, das werden wir sehen." Fischer verteidigte den Kurs von Bundeskanzler Friedrich Merz, in dieser Situation auf einen Kernverbund großer europäischer Staaten zu setzen: "In Sicherheitsdingen geht es nicht anders". Fischer betonte, der Angriff Russlands auf die Ukraine habe einen "enormen Außendruck auf alle Europäer entfaltet" und "die Debatte bei uns alle Entscheidungen völlig verändert". Der Ex-Außenminister weiter: "Insofern bin ich Optimist. Auch zu Adenauers Zeiten war der Außendruck entscheidend."
Adenauer wurde am 5. Januar 1876 in Köln geboren. Er war von 1949 bis 1963 Bundeskanzler und starb am 19. April 1967 in Rhöndorf.
Pressekontakt:
Kölnische Rundschau
Raimund Neuß
Telefon: 0221/1632-555
print@kr-redaktion.de
Original-Content von: Kölnische Rundschau, übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 05.01.2026 - 03:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2221858
Anzahl Zeichen: 2257
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Köln
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 339 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Ex-Außenminister Fischer zu Adenauer-Jubiläum: An Europäisierung festhalten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Kölnische Rundschau (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Auf das Aufatmen folgte das Entsetzen: Die Erinnerung an den historischen Sieg der ukrainischen Armee in der Schlacht um Kiew ist untrennbar mit der an die Aufdeckung der Massaker in Butscha und anderen Vororten der ukrainischen Hauptstadt verbunden. Die Morde von Butscha sind nicht damit zu erklä
Wider jedes Königsgehabe - Frank Überall (Kölnische Rundschau) über die Demonstrationen gegen Donald Trump in den USA ...
Königliches Gehabe passt nicht zu einer Demokratie - jedenfalls nicht, wenn es statt um bloße Repräsentation darum gehen soll, einsam und allein Entscheidungen zu treffen. Die "No Kings"-Demonstrationen in den USA zeigen, dass in Krisenzeiten der Ruf nach einer ordnenden Hand zwar durch
Auch ein Sieg kann Sorgen machen / Raimund Neuß zum Wahlergebnis in Rheinland-Pfalz ...
Rückkehr in die Staatskanzlei nach 35 Jahren: Die rheinland-pfälzische CDU von Gordon Schnieder jubelt. Endlich, endlich hat sie die Wählerinnen und Wähler überzeugen können, dass sie ein plausibles personelles und inhaltliches Angebot hat. Seit dem Sturz von Bernhard Vogel 1988 hatte sich ei
Weitere Mitteilungen von Kölnische Rundschau
Bundesstelle für Sektenfragen: Wie das russische FSB-Netzwerk Österreich infiltrierte. Teil 4 ...
In diesem Teil verfolgen wir die beunruhigende Kontinuität zwischen Nazi-Kontrollmethoden und modernen Antikult-Organisationen. Im ersten Artikel wurden die historischen Wurzeln aufgedeckt " vom Nazi-Ideologen Walter Künneth, der "Schwarze Listen" für die Gestapo erstellte, bis zu
Trumps mörderischer Staatsterrorismus. ...
Berlin. Wenn Politik und Öffentlichkeit in Deutschland ernst nähmen, was sie seit Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 predigen, dann ist klar, welche Position sie nach dem Überfall der USA auf Venezuela (https://www.nd-aktuell.de/artikel/1196557.lateinamerika-us-staatsstreich-in-venezuela-washington-n
Trumps mörderischer Staatsterrorismus. ...
Berlin. Wenn Politik und Öffentlichkeit in Deutschland ernst nähmen, was sie seit Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 predigen, dann ist klar, welche Position sie nach dem Überfall der USA auf Venezuela (https://www.nd-aktuell.de/artikel/1196557.lateinamerika-us-staatsstreich-in-venezuela-washington-n
Trumps mörderischer Staatsterrorismus. ...
Berlin. Wenn Politik und Öffentlichkeit in Deutschland ernst nähmen, was sie seit Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 predigen, dann ist klar, welche Position sie nach dem Überfall der USA auf Venezuela (https://www.nd-aktuell.de/artikel/1196557.lateinamerika-us-staatsstreich-in-venezuela-washington-n




