Lebensarbeitszeit muss steigen / Brossardt: "Status Quo einfrieren ist keine Option für den Erhalt unseres Wohlstands"
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(ots) - Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. bekräftigt die Notwendigkeit über eine längere Lebensarbeitszeit zu diskutieren. "Wer wie die SPD an der Rente mit 63 festhält und wie der DGB die Diskussion über eine längere Lebensarbeitszeit ablehnt, verschließt die Augen vor den immensen Problemen, die wir am Wirtschaftsstandort Deutschland haben. Der demografische Wandel und seine Folgen dürfen nicht länger ignoriert werden, denn unsere Sozialversicherungssysteme sind bereits jetzt an ihre Grenzen gestoßen. So wächst der jährliche Steuerzuschuss zur gesetzlichen Rentenversicherung unaufhörlich von Jahr zu Jahr. Ein unerlässlicher Hebel mit schneller Entlastungswirkung ist die Erhöhung der Lebensarbeitszeit - auch durch ein späteres Renteneintrittsalter", erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Eine überdurchschnittliche Anzahl von Feiertagen, im Vergleich lange Urlaubszeiten und eine hohe Teilzeitquote zeigen auf Jahressicht die Wahrheit - Deutschland arbeitet zu wenig und zu kurz. So zeigt eine RHI-Studie von unter anderem Prof. Martin Werding, dass die durchschnittliche Lebensarbeitszeit von deutschen Beschäftigten rund 4.680 Stunden niedriger als im EU-Durchschnitt liegt. "Das entspricht rund 3,5 Jahren weniger Lebensarbeitszeit pro Erwerbstätigem. Das muss man sich ökonomisch auch leisten können. Diese Zeiten sind aber aufgrund des immensen Anstiegs der Arbeitskosten vorbei, getrieben auch durch den teils politisch zweckentfremdeten Anstieg des Mindestlohns. Unser Wohlstand ist in ernster Gefahr. Wer da wie der DGB und die SPD den Status Quo einfrieren will, muss nur auf die historisch hohen Arbeitslosenquoten blicken, um die Gefahr dieser Forderungen zu erkennen", findet Brossardt und ergänzt: "Es ist überfällig, mutige Reformen anzustoßen und in kommenden Lohnrunden maßzuhalten."
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Datum: 09.01.2026 - 15:07 Uhr
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