Sana Kliniken und STACKIT schließen Rahmenvertrag für souveräne Cloud-Infrastruktur

Sana Kliniken und STACKIT schließen Rahmenvertrag für souveräne Cloud-Infrastruktur

ID: 2224642

(ots) -
- Die Sana Kliniken und STACKIT vereinbaren eine strategische Partnerschaft zum Aufbau einer autarken Cloud-Infrastruktur, um die Abhängigkeit von globalen Hyperscalern zu reduzieren.
- Die Partnerschaft ermöglicht das höchstmögliche Sicherheitsniveau für sensible Patientendaten nach europäischen Standards.
- Die Kooperation schafft eine skalierbare Plattform für zukünftige, KI-gestützte Anwendungen und datengetriebene Services innerhalb des Sana-Konzerns.

Die Sana Kliniken und STACKIT, der Cloud-Anbieter von Schwarz Digits, der IT- und Digitalsparte der Schwarz Gruppe, haben einen Rahmenvertrag über die Nutzung der STACKIT Cloud geschlossen. Ziel der Zusammenarbeit ist der schrittweise Aufbau einer autarken, hochsicheren Cloud-Umgebung für den Sana-Konzern und die Reduzierung der Abhängigkeit von globalen Hyperscalern.

Der Fokus liegt bei diesem Schritt auf dem Schutz der Patientinnen und Patienten - und damit auf der Sicherheit ihrer besonders schützenswerten Gesundheitsdaten. Zugleich reagiert Sana auf veränderte politische, wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen sowie auf den wachsenden Anspruch an digitale Souveränität im europäischen Gesundheitswesen. Ebenso soll die zunehmende Abhängigkeit von einzelnen Herstellern und internationalen Hyperscalern reduziert werden. Als einer der größten privaten Gesundheitsdienstleister Deutschlands mit einem breiten Klinik- und Versorgungsnetz investiert Sana seit Jahren konsequent in die Modernisierung seiner IT-Landschaft - mit einem klaren Fokus auf Datensicherheit, hohe Verfügbarkeit und den verlässlichen Schutz sensibler Gesundheitsdaten.

Aufbau einer autarken Cloud-Landingzone

Im ersten Schritt wird eine autarke "Landingzone" in der STACKIT Cloud aufgebaut. Diese standardisierte Zielumgebung bildet die Basis, um ausgewählte IT-Services und Anwendungen der Sana IT Services bei STACKIT bereitzustellen und produktiv zu betreiben. Auf dieser Grundlage werden sukzessive erste Projekte in die STACKIT-Infrastruktur überführt und dort produktiv umgesetzt. Verbunden ist damit das Ziel, Betriebs- und Sicherheitsstandards zu etablieren, die Erweiterung um ergänzende Funktionen und Dienste planbar zu gestalten und Erfahrungen zu sammeln.



Mit der modularen Klinikplattform Avelios Medical, die in Zukunft mehrere verschiedene Krankenhausinformationssysteme (KIS) im Konzern ersetzen soll, und OmniConnect, einer Schnittstellensoftware zur sicheren Kommunikation zwischen KIS und der Telematikinfrastruktur, verlegt Sana bereits während der ersten Phase zwei zentrale Bausteine ihrer digitalen Transformation in die STACKIT Cloud - zunächst genutzt von ausgewählten Einrichtungen.

Nach einer Erprobungsphase 2026 sollen ab 2027 der konzernweite Rollout in alle Häuser und Einrichtungen sowie die Verlegung weiterer Services in die Cloud erfolgen.

STACKIT betreibt Rechenzentren in Deutschland und Österreich und richtet sein Angebot konsequent an europäischen Datenschutz- und Sicherheitsstandards aus. Damit stellt der Cloud-Provider eine leistungsfähige, europäische Alternative zu außereuropäischen Hyperscalern dar. Darüber hinaus treiben die Unternehmen der Schwarz Gruppe am Standort Heilbronn den Aufbau eines starken KI-Ökosystems voran - eine Entwicklung, von der auch zukünftige gemeinsame Projekte im Bereich datengetriebener und KI-gestützter Anwendungen profitieren können.

Stimmen zur Partnerschaft

"Mit STACKIT gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt hin zu mehr digitaler Souveränität im Gesundheitswesen", sagt Stefanie Kemp, Vorstandsmitglied und Chief Transformation Officer der Sana Kliniken AG. "Die geopolitische Lage und neue regulatorische Vorgaben machen deutlich, dass wir unsere digitale Infrastruktur so ausrichten müssen, dass Datenhoheit, Sicherheit und Verfügbarkeit langfristig in unserer Hand bleiben. Eine leistungsfähige europäische Cloud-Alternative ist dafür ein zentraler Baustein."

Bernd Wagner, CEO STACKIT und Bereichsvorstand Schwarz Digits, ergänzt: "Die Digitalisierung unterstützt das Gesundheitswesen ganz enorm, beispielsweise mit KI-gestützter Auswertung von Befunden. Wortwörtlich lebenswichtig sind dabei die Datenhoheit und die Sicherheit von Patientendaten. Mit STACKIT bieten wir eine Cloud, die moderne Technologie mit maximaler Souveränität verbindet. Wir freuen uns sehr, Sana als Wegbereiter zu begleiten und gemeinsam neue Maßstäbe für eine sichere und zukunftsfähige Gesundheits-IT zu setzen."

Baustein der Digitalisierungsstrategie von Sana

Die Kooperation mit STACKIT ist Teil der umfassenden Transformations- und Digitalisierungsstrategie der Sana Kliniken AG. Die Sana IT Services, der zentrale IT-Dienstleister der Sana Kliniken, bündelt ehemals dezentral organisierte IT-Einheiten in einer zentralen, konzernweiten IT-Organisation und treibt die Vereinheitlichung von IT-Infrastruktur und Applikationslandschaft voran. Ziel ist es, moderne digitale Technologien einheitlich bereitzustellen, Behandlungsprozesse zu vereinfachen, Arbeitsabläufe besser zu unterstützen und neue, datengetriebene Services zu ermöglichen.

Durch den Aufbau einer souveränen Cloud-Infrastruktur wird die Grundlage geschaffen, um zukünftige Anwendungen - etwa im Bereich Datenanalyse, KI-unterstützte Prozesse oder vernetzte Versorgungsangebote - sicher und skalierbar zu betreiben. Gleichzeitig stärkt Sana mit der Partnerschaft die eigene Resilienz gegenüber globalen Markt- und Regulierungseinflüssen.

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