Fachkräftemangel, Digitalisierung und zu viel Bürokratie - Daran hakts im öffentlichen Dienst
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(ots) - Ein neues Jahr ist für viele immer ein guter Anlass für Veränderungen, nicht nur im privaten Bereich, sondern in der öffentlichen Verwaltung. Bearbeitungszeiten, Erreichbarkeiten und digitale Angebote - überall gibt's Luft nach oben. Um das Potential richtig auszuschöpfen, sollte man aber vielleicht mal die Beschäftigten im öffentlichen Dienst fragen, wo es hakt. Das hat nun die dbb akademie gemacht und die Ergebnisse im aktuellen Fach- und Führungskräfte Barometer zusammengefasst. Was dabei rausgekommen ist, sagt uns jetzt (zum Tag der Bildung am 24. Januar) Jessica Martin.
Sprecherin: Laut den Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind die größten Herausforderungen der Fachkräftemangel, zu viel Bürokratie sowie Digitalisierung und KI. Ein weiterer wichtiger Punkt, der genannt wurde, ist die Mitarbeitermotivation.
O-Ton 1 (Oliver Schieck, 30 Sek.): "Bei den Fachkräften ist es so, die sind tendenziell eher unzufrieden. Das liegt größtenteils mit daran, dass wenig Wertschätzung erfolgt, dass auch wenig Gestaltungsmöglichkeiten dabei sind. Und da ist dann immer die Diskrepanz zwischen einem Anspruch und natürlich auch den Möglichkeiten. Und das ist dann in einer gewissen Art und Weise frustrierend. Bei den Führungskräften ist es tatsächlich ähnlich. Auch die bemängeln das Thema Wertschätzung. Auch die bemängeln in dem Sinne die Handlungsspielräume und weisen auf Rahmenbedingungen hin, die nicht mehr aktuell und modern sind."
Sprecherin: So Oliver Schieck, Geschäftsführer der dbb akademie. Die Bilanz fällt also eher nüchtern aus, allerdings gibt es auch gute Nachrichten.
O-Ton 2 (Oliver Schieck, 16 Sek.): "Denn beide Gruppen bringen ein hohes Maß an Engagement mit und auch ein hohes Maß an Veränderungsbereitschaft. Und da ist es einfach ganz wichtig, jetzt mal richtig anzudocken und alles in die Wege zu leiten, damit die Rahmenbedingungen sich verändern. Und da spielt das Thema Weiterbildung natürlich auch eine zentrale Rolle."
Sprecherin: Denn genau das wünschen sich Fach- und Führungskräfte, so die Umfrage weiter. Dazu kommt, dass Weiterbildungen dafür sorgen können, dass sich das Miteinander verbessert.
O-Ton 3 (Oliver Schieck, 25 Sek.): "Dass man effizienter miteinander arbeitet, dass man möglicherweise auch Rahmenbedingungen vorfinden kann, die dann besser und effizienter genutzt werden können. Also die Menschen müssen sich wohl fühlen, die müssen sich abgeholt fühlen. Das ist, glaube ich, elementar wichtig. Und wir leisten unseren Beitrag dazu, denn wir haben unsere Weiterbildungsangebote so gestrickt, dass wir wirklich ganz gezielt Themen anbieten, die das verbessern sollen, wie zum Beispiel die Kommunikation, die Wertschätzung usw."
Laut dem aktuellen Fach- und Führungskräfte Barometer sind viele Mitarbeitende im öffentlichen Dienst unzufrieden mit ihrer Arbeitssituation, wünschen sich mehr Wertschätzung, Handlungsspielräume und Möglichkeiten zur Weiterbildung. Mehr Infos zum Thema gibt's unter dbbakademie.de.
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Datum: 19.01.2026 - 09:00 Uhr
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