WDR-Umfrage zu Anfänger-Schwimmkursen: Mehr als 40% der Vereine geben Wartezeiten von mehr als einem Jahr an
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Bei fast 90% der Schwimmvereine und DLRG-Ortsgruppen in Nordrhein-Westfalen, die an einer Umfrage des WDR teilgenommen haben, waren 2025 alle Kursplätze für Schwimmanfänger ausgebucht. Das führt zu langen Wartezeiten: Bei 27% aller Vereine warten Kinder ein bis zwei Jahre auf einen Platz, bei 14% der Vereine sogar länger als zwei Jahre.
Die WDR-Umfrage fand im Oktober und November 2025 statt. Geantwortet haben 350 von insgesamt 943 Schwimmvereinen und DLRG-Ortsgruppen in NRW. Eine regionale Übersicht über die Wartezeiten gibt es ab Sonntag, 25.01., 6 Uhr, auf wdr.de.
Viele der Teilnehmenden (81%) würden ihr Angebot an Kursplätzen gerne ausbauen. Am häufigsten wurden fehlende Wasserzeiten in den Bädern und zu wenig ehrenamtliches Personal als Gründe genannt, die dies verhindern.
Repräsentative Umfragen im Auftrag der DLRG (https://www.dlrg.de/informieren/die-dlrg/presse/schwimmfaehigkeit/) lassen darauf schließen, dass immer mehr Kinder im Grundschulalter nicht sicher schwimmen können.
Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport, sagte im WDR-Interview über die Ergebnisse der Befragung: “Ich glaube, dass das eine ehrliche Bestandsaufnahme ist und dass wir als Land natürlich in der Verantwortung sind, jetzt dagegen zu steuern, um genau diese Missstände auch zu beheben.”
Für dieses Jahr sei ein Investitionspaket geplant, mit dem die Landesregierung den Kommunen 200 Millionen Euro speziell für Schwimmbäder zur Verfügung stelle. Dazu komme eine Million Euro, um Trainerinnen und Trainer auszubilden.
Milz betont: “Die Bäder werden immer älter, haben hohe Sanierungsbedarfe und deswegen kommen wir jetzt auch mit diesen speziellen Programmen in diesem Jahr. Wir müssen politisch Zeichen setzen.”
Neben den Vereinen hat der WDR auch alle Schulämter in NRW befragt, denn für Grundschulen ist laut Lehrplan mindestens ein Schuljahr lang Schwimmunterricht mit einer Wasserzeit von 30 Minuten pro Woche vorgeschrieben.
Diese Vorgabe wird in den meisten NRW-Kommunen erfüllt. In den Kommunen, in denen nicht alle Schulen die Vorgabe erreichen, liegt das meistens an einer zu langen Fahrtzeit von den Schulen zu den Schwimmstätten.
Gar keinen Schwimmunterricht gab es im Schuljahr 24/25 nur an wenigen Grundschulen in NRW. Dies betraf zum Beispiel elf Grundschulen im Rhein-Sieg-Kreis (weitere regionale Zahlen ab 25.01. auf wdr.de).
Zu 14% Prozent der Grundschulen konnten die Schulämter bzw. Gemeinden keine Angaben machen.
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Datum: 25.01.2026 - 06:30 Uhr
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