Der Blog als Variante des Bürgerjournalismus
ID: 22266
Bonn - Zeitungen sind nach Ansicht von Fachleuten die letzten Bollwerke, die sich gegen Interaktion und Kommunikation mit ihren Kunden sperren. Doch dies soll nun anders werden. Immer mehr Regionalzeitungen richten Weblogs ein, berichtet das Medienmagazin Journalist http://www.journalist.de in seiner aktuellen Ausgabe. Beim Trierischen Volksfreund http://www.intrinet.de begann alles mit der lieben Not bei der Parkplatzsuche. "Jedes Mal, wenn Hans-Peter Linz spät aus der Redaktion kam, fand er in seinem Wohnviertel keinen Parkplatz mehr", schreibt Steffen Büschel, Medienwissenschaftler an der Universität Trier, in seinem Beitrag für die Fachzeitschrift. Linz stellte sich die Frage, ob dies ein Thema sei für den Lokalteil seiner Zeitung.
"Linz schrieb die Geschichte zunächst dort auf, wo es sie nicht gegen Bedenken von Kollegen oder Ressortleitern verteidigen musste: in seinem Redakteurs-Weblog", so Büffel. Doch kaum stand der Beitrag im Blog-Bereich online, nutzten zahlreiche Leser die Kommentarfunktion und hinterliessen ihre Meinung im Blog des Lokalredakteurs: Der Blog als Variante des Bürgerjournalismus. Harold Grönke, Geschäftsführer der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) http://www.hna.de, sagt: "Die lokale Tageszeitung ist schon immer Bürgerjournalismus gewesen. Wenn auch nicht auf die unmittelbare Art und Weise, wie sie jetzt das Medium Internet anbietet."
Während sich zum Beispiel der Südkurier http://www.suedkurier.de aus Konstanz eine Bereicherung der Zeitung durch die Themenvielfalt der Weblogs verspricht, setzt man bei der Frankfurter Neuen Presse http://www.rhein-main.net auf die "Kontrolle durch die Obrigkeit". Gebloggt wird dort ausschliesslich von den Redakteuren, so Büffel. "Wir sind selbstverständlich offen für Kommentare in unserem Blog und zu unseren Artikeln, aber eigenständige Leser-Blogs unter dem Dach unserer Marke würden dem Medium Tageszeitung nicht gerecht. Wir wollen die Berichterstattung schon bei uns belassen."
Sabine Sohn, Kommunikationsexpertin der Bonner PR-Agentur network integrated communication nic.pr http://www.nic-pr.de, hält diesen Weg für falsch: "Die Sorge, dass Blog-Aktivitäten zum Sterben der Print-Medien beitragen oder eine Art journalistischen Wildwuchs erzeugen, sind meiner Einschätzung nach unbegründet. Weblogs ersetzen keinesfalls den professionellen Journalismus, sondern verstärken die Bindung der Leser an ihre Zeitungen. Es ist immer besser, mit neuen Entwicklungen offen umzugehen, als nachher von ihnen überrollt zu werden. Wer auf Weblogs verzichtet, verpasst vielleicht auch spannende Geschichten, die den Lesern wirklich auf den Nägeln brennen. Es ist dann die Sache der Profis, diese Stories aufzugreifen und für den Print-Bereich aufzubereiten." Andere Experten gehen sogar noch weiter und empfehlen den regionalen Medienhäusern, auch mit Podcasting und Video-Journalismus zu experimentieren.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: cklemp
Datum: 22.08.2006 - 10:16 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 22266
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Paul Humberg
Kategorie:
Dienstleistung
Meldungsart: Unternehmensinformationen
Versandart: kein
Freigabedatum: 22.08.06
Diese Pressemitteilung wurde bisher 977 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Der Blog als Variante des Bürgerjournalismus"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
medienbüro.sohn (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009, www.ne-na.de - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mi
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen ...
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009, www.ne-na.de – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) www.bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen un
Kritik von Abfallexperten: Novellierte Verpackungsverordnung zementiert Grünen Punkt ...
Müllkonzern, fördert Preisdumping und unseriöse Recyclingmethoden Berlin/Bonn, 25. Februar 2009, www.ne-na.de - Einige Medien berichteten am Anfang des Jahres von der wundersamen Wiederauferstehung des Grünen Punktes http://www.gruener-punkt.de. So soll der frühere Müllmonopolist Duales Sys
Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn
"Black Rain" ist Vergangenheit ...
Das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten, Europa und Asien hat sich in den vergangenen 15 Jahren grundlegend gewandelt Bonn/Berlin - Als der Asien-Pazifik-Ausschuss der deutschen Wirtschaft (Apa) http://www.bdi-online.de/de/international/start_apa.htm im Jahr 1993 ins Leben gerufen wurde,
Innovation was ist das? ...
Innovation ist das Bestreben des Menschen, die Zusammenhänge der Natur und der Umwelt zu erkennen und zur Erleichterung seines Lebens und seiner Arbeit zu nutzen. Ohne ständiges Denken und zielgerichtetes Handeln würde der Mensch degenerieren. Es gehört zu seinem inneren Antrieb, sich ständig m
lohnstreifen.de - Das Online-Portal für IT-Berufe ...
Ein neues Online-Portal für IT-Berufe wird am 21. August 2006 nach umfangreicher Vorarbeit unter lohnstreifen.de ans Netz gehen. Das neue Portal der Münchner Lohnstreifen GmbH wendet sich an alle Stellen- und Projektsuchende im IT-Umfeld, vom PC-Techniker in Festanstellung bis zum freiberuflichen
Neuer Lobbyverband für Call Center-Unternehmen ...
Berlin/Hannover - Man könne nach Auffassung von Arne Grävemeyer, Chefredakteur des Fachmagazins TeleTalk http://www.teletalk.de, über das schlechte Image der Call Center und des Kundendialogs lamentieren oder etwas tun, um diese Situation zu verbessern. Er begrüsst deshalb die Gründung des Vere




