Inspekteur des Heeres setzt "Aktionsplan Luftlandetruppe" in Kraft
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(ots) - Der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Dr. Christian Freuding, hat am 28. Januar an der Luftlande-/Lufttransportschule in Altenstadt den "Aktionsplan Luftlandetruppe" in Kraft gesetzt. "Die Grundlage erfolgreicher Führung ist Führungskultur. Sie entsteht nicht von alleine. Sie bedarf der Mitarbeit aller. Ich will, dass wir mit einem gestärkten und einheitlichen Verständnis in unsere Truppenteile zurückgehen", betonte Generalleutnant Dr. Freuding zu Beginn der Veranstaltung. Der Aktionsplan ist die unmittelbare Konsequenz aus Vorfällen im Fallschirmjägerregiment 26 und definiert konkrete Schritte zur Bekämpfung der Ursachen von Fehlverhalten in vier zentralen Handlungsfeldern.
Ein wesentlicher Pfeiler des Aktionsplans ist die Intensivierung der Dienstaufsicht. Die Heeresführung wird den Austausch mit der Luftlandetruppe an allen Standorten spürbar intensivieren. Unterstützt wird dieser Prozess durch gezielte Besuche des Beauftragten für Erziehung und Ausbildung des Generalinspekteurs der Bundeswehr. Beide Instanzen werden die Fortschritte bei der Umsetzung der Reformen kontinuierlich evaluieren.
Flankiert wird dies durch strukturelle Maßnahmen. Das Kommando Heer prüft derzeit eine Weiterentwicklung der Führungsstrukturen, um die Wirksamkeit der Vorgesetzten sowie die Einflussnahme auf Ausbildung und Erziehung zu optimieren. Zur sofortigen Unterstützung sollen die Personalabteilungen sowie die Bereiche für militärische Sicherheit auf Regiments- und Brigadeebene temporär personell verstärkt werden.
Ein weiteres Handlungsfeld des Aktionsplans ist die Prävention und Resilienz. Verpflichtende Trainings- und Beratungsprogramme in den Bereichen Menschenführung, Persönlichkeitsbildung und mentale Stärke werden fest im Dienstalltag verankert. Herzstück dieser Bemühungen ist die Erarbeitung eines neuen, wertegebundenen Leitbildes für die Luftlandetruppe, das den Soldatinnen und Soldaten als moralischer Kompass dienen und klare Leitlinien für kameradschaftliches Miteinander und gute Führung vorgeben soll - spezifisch zugeschnitten auf das herausfordernde Einsatzprofil.
Zudem werden die militärischen Werdegänge innerhalb der Truppengattung angepasst. Ziel ist es, die persönlichen Erfahrungshorizonte der Soldatinnen und Soldaten durch Verwendungen auch außerhalb der Luftlandetruppe zu erweitern. Außerdem wird die Besetzung und Begleitung von Schlüsselpositionen eine geschärfte Aufmerksamkeit erhalten.
Die konsequente Umsetzung des Aktionsplans erfolgt unter enger Einbindung der militärischen und politischen Führungsebene. Der Generalinspekteur der Bundeswehr, das Bundesministerium der Verteidigung sowie der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages werden regelmäßig über die erzielten Fortschritte unterrichtet. Eine umfassende Evaluierung des Aktionsplans wird Ende 2026 erfolgen.
Das Pressestatement von Generalleutnant Dr. Christian Freuding sowie der Aktionsplan Luftlandetruppe können unter folgendem Link abgerufen werden:
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Datum: 28.01.2026 - 16:16 Uhr
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