Der Mittelweg für den Mittelstand: Marktgerechte Strompreise ohne Spotmarkt-Risiko

Der Mittelweg für den Mittelstand: Marktgerechte Strompreise ohne Spotmarkt-Risiko

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Wie Wetter, Dunkelflauten und Geopolitik den Spotmarkt zum Risikofaktor machen und welche Alternative es für KMU gibt




(PresseBox) - Der Winter 2025/26 zeigt erneut, wie stark Europa inzwischen von globalen Entwicklungen abhängig ist und wie sensibel die Energiepreise auf ungünstige Wetterlagen reagieren:

Unterdurchschnittliche Temperaturen, eine schwache Windverfügbarkeit und weiterhin niedrige und weiter sinkende Gasspeicherstände in der EU (33,5 %) und Deutschland (23,5 %) prägen Q1 2026 und sorgen auch in dieser Woche für eine angespannte Ausgangslage an den Energiemärkten.

Verstärkt wird diese Situation durch zunehmende geopolitische Unsicherheiten z.B. im Zusammenhang mit dem immer wiederkehrenden Iran-Konflikt und den jüngsten Unsicherheiten in Bezug auf Grönland, die die Verlässlichkeit der USA als Partner in Frage stellen. Besonders kritisch: Europa bezieht inzwischen knapp 60 % seiner LNG-Importe aus den USA.

In dieser Gemengelage geraten die Gasmärkte zunehmend unter Druck, was sich in der Folge auch unmittelbar auf die kurzfristigen Strompreise auswirkt.

Für viele kleine und mittlere Unternehmen stellt sich damit eine zentrale Frage: Müssen KMU wirklich das volle Spotmarktrisiko tragen, um von marktgerechten Preisen zu profitieren? Die gute Nachricht vorweg: Nein, es gibt einen Mittelweg. Wie dieser aussehen kann, erfahren Sie weiter unten.

Dunkelflauten: Warum der Spotmarkt in angespannten Wetterlagen zum Risikofaktor wird

Viele KMU verbinden mit dem Spotmarkt die Erwartung, marktgerechte Preise zu erzielen und von günstigen Phasen profitieren zu können. Spotmarktbeschaffung bedeutet allerdings auch, Strom zu tages- oder stundenaktuellen Preisen zu beziehen und damit jederzeit die volle Preisvolatilität unmittelbar zu tragen.

Die jüngsten Marktbewegungen zeigen, wie stark Strom- und Gaspreise politisch und wetterbedingt beeinflusst werden. Nach mehreren angespannten Wochen haben sich die Temperaturen zuletzt etwas stabilisiert. Zwar liegen sie weiterhin rund ein Grad unter der saisonalen Norm, bewegen sich jedoch etwa 1,4 Grad über den vorherigen Prognosen.



Dadurch reduziert sich kurzfristig das Risiko ausgeprägter Dunkelflauten, was auch zu einer gewissen Entspannung bei Gas- und Strompreisen geführt hat.

Dunkelflauten zählen zu den größten Risikofaktoren für Unternehmen, die ihren Strom über den Spotmarkt beschaffen. Von einer Dunkelflaute spricht man, wenn über mehrere Tage hinweg sowohl Wind- als auch Solarstromerträge deutlich unterdurchschnittlich ausfallen. Selbst wenn eine solche Phase letztlich nicht eintritt, kann der Markt das erhöhte Risiko bereits im Vorfeld einpreisen. Die Folge sind teils starke Preisschwankungen und Preisspitzen am Day-Ahead- und Intraday-Markt.

Der Mechanismus dahinter: Sinkt die Einspeisung aus erneuerbaren Energien, müssen verstärkt Gaskraftwerke zur Deckung der Nachfrage eingesetzt werden. Aufgrund ihrer hohen variablen Kosten und des zusätzlichen Bedarfs an CO?-Zertifikaten fungieren sie als Grenzkraftwerke und bestimmen gemäß dem Merit-Order-Prinzip das Preisniveau am Strommarkt.

Spotmarkt: Welche KMU profitieren wirklich?

Der Spotmarkt bietet grundsätzlich attraktive Vorteile. Unternehmen zahlen tagesaktuelle Marktpreise und können von günstigen Phasen, etwa bei hoher Wind- und Solareinspeisung, unmittelbar profitieren. In Zeiten niedriger oder sogar negativer Strompreise, beispielsweise zur Mittagszeit, können sich spürbare Einsparpotenziale ergeben.

Besonders profitieren können Unternehmen mit Prozessen, die sich zeitlich verschieben lassen, etwa Kühlhäuser, das Laden von E-Flotten oder bestimmte Produktionsanlagen. Hier lassen sich Lasten gezielt in Niedrigpreisphasen verlagern.

Doch nicht bei allen Unternehmen überwiegen die Vorteile die Risiken. KMU sollten sich daher die Frage stellen, ob der eigene Betrieb organisatorisch und operativ überhaupt in der Lage ist, diese Beschaffungsform sinnvoll zu nutzen.

Eine erfolgreiche Spotmarktstrategie setzt u. a. voraus:

Operative Flexibilität: Die Produktion lässt sich kurzfristig, an Strompreise anpassen. Mitarbeitereinsatz, Auftragsabwicklung und Lieferketten sind flexibel steuerbar.

Steuerbarkeit des Verbrauchs: Das Verbrauchsprofil ist genau bekannt und aktiv steuerbar, sodass kurzfristige Lastanpassungen möglich sind.

Personelle Ressourcen und Know-how: Kapazitäten für die kontinuierliche Martanalyse sind vorhanden. Fachwissen ermöglicht die operative Umsetzung.

Technische Infrastruktur: Ein Smart Meter oder RLM-Zähler ist zwingend erforderlich. Idealerweise unterstützt durch ein Energiemanagementsystem.

Finanzielle Risikotoleranz: Ausreichende Liquiditätsreserven sind notwendig, um kurzzeitige Preisspitzen abfedern zu können.

Fehlen diese Voraussetzungen, wird der Spotmarkt schnell zum Risikofaktor statt zur Chance. Die Entscheidung ist letztlich eine Risikoabwägung, die jedes Unternehmen für sich treffen muss: Wiegen die potenziellen Einsparungen den operativen Aufwand, die zusätzlichen Risiken und die notwendigen Investitionen auf?

Der Mittelweg: Das Beste aus beiden Welten mit wattline dynamIQ

Mit der Einkaufsgemeinschaft dynamIQ bietet wattline eine Beschaffungslösung, die marktorientierte Preisbildung mit hoher Planungssicherheit verbindet. Möglich wird dieses Modell erst durch den Zusammenschluss vieler Unternehmen: Die gebündelte Nachfrage erlaubt es der Gemeinschaft, am Terminmarkt wie ein Großabnehmer aufzutreten und Strom zu monatlich fixierten Preisen zu beschaffen.

Die Vorteile für KMU:

Planbare Kosten: Die Energiepreise werden bis zum 5. des Vormonats kommuniziert und bleiben den gesamten Monat konstant.

Kein Mehr- oder Mindermengenrisiko: Unabhängig davon, ob der Verbrauch höher oder niedriger ausfällt, gilt der festgelegte Monatspreis. Weder Mehr- noch Mindermengen führen zu Nachzahlungen.

Keine spezielle Messtechnik erforderlich: dynamIQ funktioniert mit jeder Messtechnik.

Von Marktbewegungen profitieren: Die Preise passen sich regelmäßig an die Marktentwicklung an. Sinken die Großhandelspreise, profitieren Mitglieder automatisch davon.

Minimaler operativer Aufwand: wattline übernimmt das gesamte Vertragsmanagement und die Marktbeobachtung. Mitglieder müssen weder ihre Produktion täglich anpassen noch sich um komplexe Steuerungsprozesse kümmern.

dynamIQ positioniert sich damit bewusst zwischen Spotmarkt und klassischem Festpreisvertrag. Unternehmen erhalten Zugang zu marktgerechten Preisen über den Terminmarkt, ohne operative Risiken in den laufenden Betrieb zu verlagern.

Gerade für KMU, die Preissicherheit mit Markttransparenz verbinden möchten, ohne ihre Produktion täglich an Strompreise anpassen zu müssen, bietet die Einkaufsgemeinschaft dynamIQ einen strukturierten und risikoarmen Zugang zu marktgerechten Strompreisen.

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Datum: 23.02.2026 - 13:27 Uhr
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